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Nachrichten 14.10.2025

Die wichtigsten Meldungen des Tages

Nachrichten 14.10.2025
Nachrichten 14.10.2025

, 14.10.2025, 18:22

Russland testet weiterhin konsequent die Entschlossenheit der NATO-Mitgliedsstaaten – doch das Bündnis zeigt klar, dass es bereit ist, die Ostflanke zu verteidigen. Das erklärte der deutsche Außenminister Johann Wadephul am Dienstag bei einem Besuch in Bukarest. Er betonte zudem, dass die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Rumänien und Deutschland ein hohes Niveau erreicht haben, jedoch noch weiter ausgebaut werden könnten – etwa im Bereich Tourismus oder Energieversorgung. Die rumänische Außenministerin Oana Ţoiu dankte Deutschland für die Unterstützung bei der Sicherung des rumänischen Luftraums und erinnerte an die starke bilaterale Wirtschaftskooperation. Deutschland ist Rumäniens wichtigster Handelspartner und zugleich führender ausländischer Investor, so Ţoiu. Das Außenministerium in Bukarest teilte mit, dass der Besuch des deutschen Ministers anlässlich des 145-jährigen Jubiläums der diplomatischen Beziehungen zwischen Rumänien und Deutschland stattfindet.

 

Die NATO führt derzeit ihr jährliches nukleares Abschreckungsmanöver durch. Etwa 2.000 Militärs sowie über 70 Flugzeuge – viele davon mit nuklearer Tragekapazität – nehmen an der Übung teil, die zwei Wochen lang über der Nordsee stattfindet. Beteiligt sind unter anderem Luftwaffenstützpunkte in den Niederlanden, Belgien, dem Vereinigten Königreich und Dänemark. Deutschland beteiligt sich mit drei Tornado-Kampfflugzeugen, die für den Transport von US-Atombomben ausgerüstet sind, sowie mit vier Eurofightern. Wie das Bündnis auf seiner offiziellen Website betont, handelt es sich um eine routinemäßige, seit Langem geplante Übung. Ziel sei es, die Einsatzbereitschaft der NATO-Nuklearstreitkräfte zu sichern und Transparenz über ihre nukleare Haltung zu gewährleisten. „Steadfast Noon“ stehe in keinem Zusammenhang mit aktuellen weltpolitischen Entwicklungen und es würden keine scharfen Waffen eingesetzt, betont die NATO – vor dem Hintergrund zunehmender nuklearer Drohungen aus Russland, das zuletzt wiederholt mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht hatte. Grund dafür seien innenpolitische Rückschläge und die stockende Offensive in der Ukraine.

 

Der Internationale Währungsfonds hat seine Wachstumsprognose für die rumänische Wirtschaft in diesem Jahr deutlich nach unten korrigiert. Laut dem aktuellen World Economic Outlook-Bericht, der am Dienstag veröffentlicht wurde, erwartet der IWF für 2025 nur noch ein Wachstum von 1 Prozent – nach zuvor 1,6 Prozent im April und 3,3 Prozent im Oktober des vergangenen Jahres. Auch für das kommende Jahr halbiert der IWF seine Prognose: Der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts wird nun auf 1,4 Prozent geschätzt – statt der im Frühjahr angenommenen 2,8 Prozent. Was das Leistungsbilanzdefizit betrifft, geht der IWF davon aus, dass es sich in diesem Jahr nur geringfügig auf 8 Prozent des BIP verringern wird – weniger als die im Frühjahr erwarteten 7,6 Prozent. Die neuen Zahlen wurden im Rahmen der Herbsttagung des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank in Washington vorgestellt. Rumänien wird dort durch den Finanzminister Alexandru Nazare vertreten.

  

Der rumänische Präsident Nicușor Dan hat am Dienstag erklärt, dass die Korruptionsbekämpfung zu einer klar definierten und verfassungsmäßig geregelten Aufgabe des Inlandsgeheimdienstes SRI werden müsse. Zuvor hatte Dan angekündigt, dass die neue Nationale Verteidigungsstrategie Rumäniens kurz vor dem Abschluss stehe. Das Dokument soll demnächst dem Obersten Verteidigungsrat (CSAT) vorgelegt und anschließend dem Parlament übermittelt werden. Die Strategie bringe zwei grundlegende Veränderungen mit sich, so der Staatschef. Einerseits gehe es um den wachsenden Einfluss hybrider Bedrohungen – wie Cyberangriffe, Desinformationskampagnen und russische Einflussnahme in sozialen Netzwerken. Andererseits soll auch die systematische Korruption in Rumänien „frontal“ bekämpft werden – ein Phänomen, das laut Dan die Gesellschaft weiterhin tiefgreifend beeinflusst.

 

Die rumänische Fregatte „Regina Maria“ ist am Dienstag in ihren Heimathafen Konstanza am Schwarzen Meer zurückgekehrt – nach einem fast 50-tägigen Einsatz im Rahmen der NATO-Operation „Sea Guardian“ im Mittelmeer. Nach Angaben der rumänischen Marine hat das Schiff während der Mission über 220 Abfragen von Handelsschiffen in seinem Verantwortungsbereich durchgeführt und rund 6.200 Seemeilen zurückgelegt. An Bord befand sich eine Besatzung von 243 Militärs. Ebenfalls beteiligt war ein IAR 330 Puma-Helikopter, der zur Luftraumüberwachung über dem zentralen Mittelmeer eingesetzt wurde. Mit ihrer nunmehr achten Teilnahme an der NATO-Operation „Sea Guardian“ unterstreichen die Rumänischen Seestreitkräfte erneut ihr Engagement für die maritime Sicherheit im südöstlichen Raum des Nordatlantikbündnisses.

 

US-Präsident Donald Trump hat bestätigt, dass er den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Freitag im Weißen Haus empfangen wird. Es ist bereits der dritte Besuch des ukrainischen Staatschefs in Washington, seit der republikanische Milliardär wieder im Amt ist, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Selenskyj hatte den Besuch am Montag in Kiew angekündigt – bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas. Neben dem Treffen mit Trump plant Selenskyj auch Gespräche mit Vertretern des US-Kongresses sowie mit Rüstungsunternehmen und Energieunternehmen. Im Mittelpunkt der Gespräche soll die ukrainische Luftverteidigung stehen, so der Präsident in Kiew. Zudem werde er sich auch mit Firmen aus dem Energiesektor treffen. Hintergrund ist die jüngste russische Angriffswelle auf die ukrainische Energieinfrastruktur, die laut AFP große Teile der Bevölkerung erneut dem Risiko aussetzt, im Winter ohne Strom und Heizung dazustehen.

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