Nachrichten 15.02.2026
Die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick
Newsroom, 15.02.2026, 20:03
Die Ratingagentur Fitch Ratings hält das souveräne Rating Rumäniens bei BBB- mit negativem Ausblick. Nach Angaben der Agentur spiegelt dies die anhaltende Verschlechterung der öffentlichen Finanzen sowie den raschen Anstieg des Verhältnisses von Staatsverschuldung zu Bruttoinlandsprodukt wider. Faktoren, die zu einer Herabstufung des Länderratings führen könnten, wären demnach ein Scheitern bei der Umsetzung zusätzlicher Maßnahmen zur fiskalischen Konsolidierung, die mittelfristig die Stabilisierung der Staatsverschuldung zum Ziel haben. Der Bewertungsbericht wurde am selben Tag veröffentlicht, an dem das Statistikamt bekanntgab, dass die rumänische Wirtschaft im vergangenen Jahr ein leichtes Wachstum von 0,6 Prozent verzeichnete, das Jahr jedoch mit einer technischen Rezession endete. Experten werten dies als Warnsignal in einer Phase wirtschaftlicher Korrektur und betonen, dass die Erholung von Haushaltsdisziplin, fiskalischer Stabilität und der Fähigkeit des Staates abhängen werde, Investitionen zu unterstützen.
Rumänien wird den Internationalen Hafen Giurgiulești in der Republik Moldau übernehmen, nachdem der von der Bank für Wiederaufbau und Entwicklung initiierte Prozess zur Identifizierung eines strategischen Investors abgeschlossen ist. In einer Mitteilung in den sozialen Netzwerken hob Verkehrsminister Ciprian Șerban hervor, es handle sich um eine Entscheidung von großer Bedeutung für Rumänien und die gesamte Schwarzmeerregion. Giurgiulești ist der einzige See- und Flusshafen der Republik Moldau und ein vitaler Knotenpunkt an der Schnittstelle zwischen Donau und Schwarzem Meer. Das Projekt sieht seine Integration mit dem rumänischen Hafen Constanța vor, um einen gestärkten Logistikkorridor für die gesamte Region zu schaffen. Das Abkommen beinhaltet zudem die Verpflichtung der rumänischen Seite, langfristig umfangreiche Investitionen zur Modernisierung und Entwicklung der Infrastruktur in Giurgiulești zu tätigen.
Am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz traf die rumänische Außenministerin Oana Țoiu mit Vertretern der rumänischen Gemeinschaft in Bayern zusammen, die rund 300.000 Menschen umfasst. Die Ministerin informierte die Community darüber, dass sie in bilateralen Gesprächen mit bayerischen Amtsträgern über die Einführung von Rumänischunterricht für Kinder an örtlichen Schulen in Deutschland sowie über Möglichkeiten zur Ausweitung der vom Außenministerium gemeinsam mit dem Institut für Rumänische Sprache organisierten kostenlosen Kurse ab dem laufenden Schuljahr gesprochen habe. Oana Țoiu führte Gespräche mit Eric Beißwenger, Staatsminister für Europa- und Internationale Angelegenheiten in der Bayerischen Staatskanzlei, sowie mit Hendrik Wüst, dem Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen. Der Besuch unterstreicht die strategische Bedeutung, die Rumänien den Beziehungen zu Bayern beimisst, wo eine der größten und am besten integrierten rumänischen Gemeinschaften in Deutschland lebt, ebenso wie der wirtschaftlichen Beziehung zwischen Rumänien und Bayern. Bayern gilt als Motor der deutschen Investitionen in Rumänien, mit bilateralen Handelsbeziehungen, die ein historisches Niveau von rund acht Milliarden Euro jährlich erreicht haben.