Nachrichten 20.09.2026
Die wichtigsten Meldungen des Tages
Dora Mihălcescu, 20.09.2026, 17:01
Präsident Nicuşor Dan führt die rumänische Delegation bei der 81. Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York an, die vom 20. bis zum 23. September stattfindet. Am Mittwoch wird er die nationale Erklärung Rumäniens abgeben. Dabei will er die Bemühungen des Landes zur Unterstützung des Reformprozesses der Vereinten Nationen sowie den rumänischen Beitrag zur Wahrung von Frieden, Sicherheit und einer auf Regeln und Normen basierenden internationalen Ordnung hervorheben. Auf dem Programm des Präsidenten stehen außerdem Treffen mit hochrangigen Vertretern sowie mit Repräsentanten amerikanischer Organisationen und Unternehmen. Nicuşor Dan nimmt an mehreren Veranstaltungen am Rande der UN-Generalversammlung teil. Zu den geplanten Gesprächen gehören unter anderem ein Treffen mit Ronald S. Lauder, dem Präsidenten des World Jewish Congress, sowie mit UN-Generalsekretär António Guterres. Am Montag setzt der rumänische Präsident sein Programm mit einem Treffen mit der Alliance of Former United States Ambassadors to Romania sowie mit Vertretern der Geschäftswelt fort. Am Dienstag nimmt Nicuşor Dan an der Einweihung der Kreuzung „The Queen Marie of Romania Corner“ in New York teil. Außerdem ist ein Treffen mit Vertretern der rumänischen Gemeinschaft in der Stadt vorgesehen. Nach seiner Rede am Mittwoch steht die Teilnahme am Gipfeltreffen der Internationalen Krim-Plattform auf der Agenda. Anschließend folgt eine Sitzung des UN-Sicherheitsrates zum Thema Ukraine. Ebenfalls am Mittwoch werden Nicuşor Dan und seine Lebensgefährtin Mirabela Grădinaru am traditionellen Empfang des US-Präsidenten Donald Trump und der First Lady Melania Trump teilnehmen.
Die rumänische Außenministerin Oana-Silvia Ţoiu nimmt am Montag, dem 21. September 2026, am informellen Treffen der EU-Außenminister in New York teil. Das Treffen findet am Rande der hochrangigen Woche der 81. Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen statt. Auf dem Programm der Ministerin stehen mehrere hochrangige Treffen und Konferenzen. Dazu gehören Ministertreffen zur maritimen Sicherheit, bei denen sie die Rolle Rumäniens im globalen Getreidehandel hervorheben wird. Darüber hinaus nimmt Oana-Silvia Ţoiu an Gesprächen über den Einsatz künstlicher Intelligenz sowie an Beratungen zur Unterstützung der Zwei-Staaten-Lösung im Konflikt im Gazastreifen teil. Weitere Treffen sind der Internationalen Organisation der Frankophonie gewidmet. Am Rande der Veranstaltungen der Vereinten Nationen wird die rumänische Außenministerin außerdem die Position Rumäniens zu Investitionen in der Region und zu Fragen der Sicherheit vorstellen. Dies geschieht im Rahmen von Diskussionen, die vom Atlantic Council und von Foreign Policy organisiert werden.
Die rumänische Vizepräsidentin der Europäischen Kommission für soziale Rechte und Kompetenzen, hochwertige Arbeitsplätze und Aus- und Weiterbildung, Roxana Mînzatu, wird vom 20. bis zum 24. September die Vereinigten Staaten besuchen. Wie die Europäische Kommission am Sonntag in einer Pressemitteilung bekannt gab, sind Gespräche und Treffen in New York, Boston und Washington geplant. Auf dem Programm stehen die Teilnahme an internationalen Veranstaltungen zu den Themen Bildung und Zukunft der Arbeitswelt am Rande der Generalversammlung der Vereinten Nationen. Außerdem sind Besuche am Massachusetts Institute of Technology, kurz MIT, und an der Harvard University vorgesehen. Darüber hinaus wird Roxana Mînzatu Gespräche mit hochrangigen Vertretern der Trump-Regierung, der Weltbank, des Internationalen Währungsfonds, des IWF, sowie mit Führungskräften großer Technologieunternehmen führen.
Der designierte Ministerpräsident, der Liberale Siegfried Mureșan, hat angekündigt, die Politik des kommissarischen Regierungschefs Ilie Bolojan bei der verantwortungsvollen Verwaltung staatlicher Ressourcen und bei der Bekämpfung der Korruption fortsetzen zu wollen. „Wir werden die gesamte Unordnung beseitigen, die sich in mehr als 30 Jahren im rumänischen Staat angesammelt hat. Wir tun das nicht gegen irgendjemanden, sondern für alle ehrlichen Menschen in Rumänien, die arbeiten und es verdienen, möglichst umfassend von ihrer ehrlichen Arbeit zu profitieren“, schrieb Siegfried Mureșan am Sonntag auf Facebook. Präsident Nicuşor Dan hatte den Europaabgeordneten Siegfried Mureșan am Donnerstag mit der Bildung einer Regierung beauftragt. Unterstützt wird Mureșan von den Parteien, die auch die bisherige Übergangsregierung getragen haben – der Nationalliberalen Partei PNL, der USR und der UDMR. Gemeinsam verfügen sie allerdings nicht über die für die Regierungsbildung erforderlichen 233 Stimmen. Die Regierung von Ilie Bolojan war durch ein Misstrauensvotum gestürzt worden. Eingebracht worden war der Antrag von den Sozialdemokraten sowie von der nationalpopulistischen Partei AUR.
Fast vier Millionen deutsche Wahlberechtigte sind am Sonntag zu zwei Landtagswahlen aufgerufen – in Berlin und in Mecklenburg-Vorpommern. Der mögliche Zugewinn der extremen Rechten und der radikalen Linken könnte Bundeskanzler Friedrich Merz politisch weiter unter Druck setzen, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Merz hat unmittelbar nach Bekanntgabe der ersten Ergebnisse eine Sondersitzung seiner konservativen Partei, der Christlich Demokratischen Union, CDU, einberufen. Angesichts der möglichen politischen Folgen der Wahlen sagte er seine geplante Reise nach New York zur Generalversammlung der Vereinten Nationen ab. Bereits vor zwei Wochen hatte die rechtsextreme Partei Alternative für Deutschland, AfD, die als Trump-freundlich und Moskau nahestehend beschrieben wird, der CDU in Sachsen-Anhalt eine deutliche Wahlniederlage zugefügt. AFP bezeichnet dies als besonders schmerzhaft für die Regierung, da die Popularität des Bundeskanzlers einen historischen Tiefstand erreicht habe. Gleichzeitig versucht Merz gemeinsam mit seinen sozialdemokratischen Koalitionspartnern, die angekündigten Wirtschaftsreformen umzusetzen. Umfragen zufolge wird erwartet, dass die AfD am Sonntag weitere Wahlerfolge erzielt – allerdings voraussichtlich weniger deutlich als in Sachsen-Anhalt.
In Rumänien bleibt es warm. Der Himmel ist wechselnd bewölkt, zeitweise ziehen Wolken auf, örtlich kommt es zu Schauern und Gewittern. Betroffen sind vor allem die Bergregionen sowie kleinere Gebiete im Süden und Osten des Landes. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 23 und 32 Grad. In Bukarest werden maximal 29 Grad erwartet. Die Meteorologen haben am Sonntag eine Unwetterwarnung der Stufe Gelb vor starken Windböen herausgegeben. Sie gilt am Montag für mehrere Landkreise im Südwesten und Osten des Landes sowie für die westliche Hälfte der Südkarpaten. Dort können Windgeschwindigkeiten von 50 bis 70 Kilometern pro Stunde erreicht werden. Gleichzeitig hat die Nationale Meteorologische Verwaltung, ANM, eine Wetterwarnung vor zunehmendem Wind, einem deutlichen Temperaturrückgang und mäßigen Niederschlägen herausgegeben. Sie gilt von Montag bis Donnerstag für den Süden Rumäniens und die Bergregionen. Die Temperaturen gehen deutlich zurück. Am Montag wird es in der nördlichen Landeshälfte ungewöhnlich kalt für diese Jahreszeit. Am Dienstag und Mittwoch wird es auch im Süden des Landes kühl.