Nachrichten 18.09.2026
Die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick
Newsroom, 18.09.2026, 18:00
Der designierte rumänische Ministerpräsident Siegfried Mureșan hat mit den Vorbereitungen für eine neue Regierung begonnen. Der liberale Europaabgeordnete war von Präsident Nicușor Dan mit der Regierungsbildung beauftragt worden. Nach der Veröffentlichung des Ernennungsdekrets im Amtsblatt hat Mureșan zehn Tage Zeit, um mit den Parteien im Parlament über eine Mehrheit zu verhandeln und ein Regierungsprogramm sowie eine Ministerliste vorzulegen. Unterstützt wird seine Nominierung von der Nationalliberalen Partei, der Reformpartei USR und dem Demokratischen Verband der Ungarn in Rumänien. Diese drei Parteien verfügen zusammen allerdings nur über 170 der erforderlichen 233 Stimmen. Die Sozialdemokraten haben angekündigt, eine Regierung unter Mureșan nicht zu unterstützen. Auch die nationalistische Oppositionspartei AUR lehnt die Nominierung ab. Sollte Mureșan keine Mehrheit erreichen und das Parlament seine Regierung ablehnen, könnte Rumänien einem Szenario mit vorgezogenen Neuwahlen näherkommen.
Präsident Nicușor Dan nimmt heute in der ukrainischen Region Iwano-Frankiwsk am ersten Gipfel der Initiative zur Integration der Karpaten teil. Eingeladen hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Vertreten sind die Länder entlang des Karpatenbogens, darunter Österreich, Tschechien, Polen, Rumänien, Serbien, die Slowakei, Ungarn und die Ukraine. Ziel ist eine engere regionale Zusammenarbeit – unter anderem bei Investitionen, Wirtschaft, Infrastruktur sowie beim Schutz des kulturellen und natürlichen Erbes. Dan will dabei die Bedeutung Rumäniens hervorheben. Das Land verfügt über den längsten Abschnitt des Karpatenbogens. Nach Ansicht der rumänischen Präsidentschaft soll eine gemeinsame Plattform vor allem die wirtschaftliche Zusammenarbeit und konkrete Projekte zugunsten der Bevölkerung fördern.
Nach den gewaltsamen Ausschreitungen bei einer Demonstration von Schafzüchtern in Bukarest sind mehrere Verdächtige in Untersuchungshaft genommen worden. Vier Teilnehmer, die Einsatzkräfte angegriffen haben sollen, wurden für 30 Tage in Untersuchungshaft genommen. Ein weiterer Mann steht unter Hausarrest. Insgesamt befinden sich damit fünf Männer in Untersuchungshaft, fünf weitere stehen unter Hausarrest. 55 Personen wurden zu Polizeiwachen gebracht. Außerdem wurden 33 Bußgelder verhängt. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, Gendarmen unter anderem mit Metallrohren, Schlagstöcken und anderen Gegenständen angegriffen zu haben. Die eigentlichen Schafzüchter hatten sich nach den bisherigen Angaben überwiegend nicht an den Gewalttätigkeiten beteiligt.
Die rumänische Industrieproduktion ist im Juli deutlich zurückgegangen. Nach Angaben des europäischen Statistikamtes Eurostat lag sie 6,3 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats. Nur Bulgarien verzeichnete mit einem Minus von 6,8 Prozent einen noch stärkeren Rückgang innerhalb der Europäischen Union. Zum Vergleich: In den Niederlanden stieg die Industrieproduktion um 8,2 Prozent, in Kroatien um sieben und in Litauen um 6,5 Prozent. Auch Deutschland verzeichnete einen Rückgang – allerdings um deutlich geringere 2,2 Prozent. EU-weit nahm die Industrieproduktion insgesamt um 0,3 Prozent zu.
Wetter: Im Westen, Norden und Zentrum Rumäniens gehen die Temperaturen etwas zurück. Im Süden wird es dagegen wieder etwas wärmer. Insgesamt liegen die Werte in den meisten Regionen weiterhin über den langjährigen Durchschnittswerten. Vor allem im Norden und Westen sind örtlich Regenfälle möglich. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 21 und 32 Grad. In Bukarest scheint überwiegend die Sonne. Dort werden heute rund 30 Grad erwartet.