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Nachrichten 22.03.2026

Die wichtigsten Meldungen des Tages

Nachrichten 22.03.2026
Nachrichten 22.03.2026

, 22.03.2026, 17:04

US-Präsident Donald Trump hat damit gedroht, iranische Kraftwerke anzugreifen, falls der Iran die Straße von Hormus nicht innerhalb von 48 Stunden wieder öffnet. Die iranischen Streitkräfte erklärten daraufhin, sollte die Treibstoff- und Energieinfrastruktur im Iran angegriffen werden, werde man  energiebezogene Einrichtungen mit Bezug zu den USA in der gesamten Region ins Visier nehmen. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist derzeit vollständig blockiert. Hintergrund ist eine amerikanisch-israelische Offensive, die am 28. Februar begonnen hatte. Vor der Eskalation wurden über diese Route rund 20 Prozent des weltweiten Erdöls sowie verflüssigtes Erdgas transportiert. Nahezu 20 Staaten – darunter Rumänien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Vereinigtes Königreich, Frankreich, Deutschland, Italien, Niederlande und Japan – verurteilten in einer gemeinsamen Erklärung die kritische Lage in der Meerenge. Sie forderten den Iran zur Deeskalation auf und erklärten sich bereit, zur Wiederöffnung beizutragen. Der rumänische Präsident Nicușor Dan erklärte in einem Facebook-Beitrag, dass sich Bukarest dieser Initiative angesichts der gravierenden Auswirkungen auf die globalen Energiemärkte und die Weltwirtschaft angeschlossen habe. Auch in Rumänien seien die Folgen bereits spürbar, insbesondere bei den Kraftstoffpreisen. Unterdessen reagierte der Iran auf die amerikanisch-israelische Luftkampagne mit Angriffen auf mehrere Länder in der Region. Dabei wurden sowohl westliche militärische Ziele als auch Energieinfrastruktur und zivile Einrichtungen ins Visier genommen.

 

Die Lage auf dem Kraftstoffmarkt im Kontext des Konflikts im Nahen Osten ist am Wochenende in Bukarest analysiert worden. Der rumänische Premierminister Ilie Bolojan traf sich dazu mit den Ministern für Finanzen und Energie sowie mit Vertretern des Wirtschaftsministeriums, der Steuerbehörde und weiterer Institutionen. Die technischen Teams arbeiteten auch am Wochenende weiter. Für Anfang kommender Woche ist ein weiteres Treffen geplant, bei dem konkrete Lösungen festgelegt werden sollen. Der Regierungschef erklärte, eine willkürliche Preisdeckelung könne zu Versorgungsengpässen führen. Eine mögliche Senkung der Verbrauchsteuern müsse zwar zu niedrigeren Preisen führen, zugleich aber auch mit dem Staatshaushalt für 2026 vereinbar sein – insbesondere im Hinblick auf die geplante Reduzierung des Defizits. Ilie Bolojan betonte zudem, er lehne populistische Maßnahmen ab, die nur den Anschein von Hilfe erwecken, in Wirklichkeit jedoch neue Ungleichgewichte und zusätzliche Kosten verursachen würden. In Rumänien haben die Kraftstoffpreise unterdessen ein neues Rekordniveau erreicht – mit dem stärksten Anstieg seit Beginn des Krieges. Der Preis für Standardbenzin hat an vielen Tankstellen 9 Lei überschritten, während sich der Preis für einen Liter Standarddiesel der psychologisch wichtigen Grenze von 10 Lei, also rund zwei Euro, nähert.

 

Der Oberste Rat der Magistratur in Rumänien hat die Entscheidung kritisiert, ursprünglich im Staatshaushalt vorgesehene Mittel umzuleiten. Diese waren für die Auszahlung rückständiger Gehaltsansprüche von Justizangestellten bestimmt, die vor Gericht erstritten wurden. Die Umschichtung ist Teil einer Lösung der Regierungskoalition, um zusätzliche Mittel in Höhe von rund einer Milliarde Lei – etwa 200 Millionen Euro – für soziale Maßnahmen bereitzustellen, die von der Sozialdemokratischen Partei gefordert wurden. In diesem Zusammenhang kündigte der Obesrte Rat an, sämtliche Initiativen anderer Institutionen der Justiz zu unterstützen, um die den Magistraten zustehenden Rechte einzufordern. Der Kassationshof teilte bereits mit, dass auch eine Anrufung des Verfassungshof in Bezug auf das Staatshaushaltsgesetz geprüft werde. Zur Begründung hieß es, die Umsetzung gerichtlicher Entscheidungen sei nicht optional und dürfe weder verschoben noch neu interpretiert werden.

 

In Slowenien finden am Sonntag Parlamentswahlen statt. Meinungsumfragen deuten auf ein äußerst knappes Rennen hin – zwischen der liberalen Freiheitsbewegung, Gibanje Svoboda, des amtierenden Premierministers Robert Golob und der oppositionellen Slovenska demokratska stranka unter Führung des ehemaligen Regierungschefs Janez Janša. Die Slovenska demokratska stranka galt lange als Favorit, doch die Gibanje Svoboda konnte zuletzt aufschließen – unter anderem durch populäre Maßnahmen wie Rentenerhöhungen. Die pro-europäische Regierung von Robert Golob, die seit 2022 im Amt ist, gehört zu den wenigen in der Europäischen Union, die den Krieg Israels im Gazastreifen als „Genozid“ bezeichnet haben. Analysten zufolge könnte eine Rückkehr von Janez Janša an die Macht das Land politisch neu ausrichten. Slowenien könnte sich dann stärker den euroskeptischen Staaten wie Ungarn und Slowakei annähern.

 

 Das Wetter in Rumänien ist überwiegend trüb. Zeitweise fällt leichter Regen, vor allem im Süden und Osten des Landes. In den Gebirgsregionen kommt es in den Hochlagen zu Schneeregen und Schneefall. Der Wind frischt besonders in der Osthälfte sowie in den Bergen spürbar auf. Die Höchsttemperaturen liegen landesweit zwischen 9 und 15 Grad Celsius. In Bukarest wurden zur Mittagszeit etwa 10 Grad Celsius gemessen.

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