02.05.2026
Die wichtigsten Meldungen im Überblick.
Newsroom, 02.05.2026, 16:50
58 Prozent der Rumänen sind der Ansicht, dass Premierminister Ilie Bolojan zurücktreten sollte, 40 Prozent sprechen sich dagegen aus. Das geht aus einer Umfrage des Instituts CURS zwischen dem 28. April und 1. Mai heraus. Im Kontext der politischen Spannungen zwischen Sozialdemokraten und dem bürgerlichen Lager deutet das Ergebnis demnach auf einen erheblichen öffentlichen Druck auf den liberalen Regierungschef hin. Bei den Wahlabsichten verliert die nationalistische Opposition von AUR etwas an Popularität. kommt aber immer noch auf 34 Prozent. Dahinter folgen die Sozialdemokraten mit 23 Prozent und die Liberalen mit 18 Prozent.
Rumänien hat im UN-Sicherheitsrat auf Vorfälle mit russischen Drohnen hingewiesen, die in den nationalen Luftraum eingedrungen sind. Außenministerin Oana Ţoiu sagte, dass der russische Botschafter einbestellt wurde, um den scharfen Protest Rumäniens gegen die wiederholten Zwischenfälle zu übermitteln. Zuletzt hatte eine mit Sprengstoff beladene Drohne ein Gebäude in Rumänien beschädigt. In der vergangenen Nacht erfassten die Radare des Verteidigungsministeriums rund 20 Drohnen der Russischen Föderation im Raum Ismail in der Ukraine, nahe der rumänischen Grenze. Kurzzeitig drang eine Drohne in den rumänischen Luftraum ein. Zwei F-16 der Luftpolizei starteten vom Stützpunkt Fetești. Die Katastrophenschutzbehörde warnte die Bevölkerung in der Grenzregion.
Rumänien hat fast 351 Millionen Euro aus zunächst ausgesetzten Mitteln der dritten Tranche des Post-Corona-Plans zurückerhalten, verliert aber rund 459 Millionen Euro wegen verzögerter oder unzureichend umgesetzter Reformen, so Investitionsminister Dragoș Pîslaru. Die Regierung will am Montag zwei Eilverordnungen beschließen, um die Abrufung der Gelder zu beschleunigen. Der sozialdemokratische Europaabgeordnete Victor Negrescu spricht von einem nicht mehr zu kaschierenden Reformversagen und warnt vor Milliardenverlusten bei anhaltenden Verzögerungen. Der in Eile ausgearbeitete Plan früherer Regierungen sei an einem kritischen Punkt, kurzfristige Nachbesserungen seien keine Lösung. Rund 10 Milliarden Euro stehen noch aus, bis August sollen neun Kerneformen umgesetzt werden. Am schwierigsten gilt die einheitliche Lohnpolitik im öffentlichen Dienst, für die es noch keinen politischen Konsens gibt.
Die Hüterin der Krone Rumäniens, Prinzessin Margareta, und Prinzgemahl Radu haben sich am Freitag in Stockholm und anderen Städten Schwedens mit Auslandsrumänen getroffen. Die Königsfamilie hält sich derzeit in dem nordischen Land auf, um an den offiziellen Feierlichkeiten zum 80. Geburtstag von König Carl Gustaf des 16. teilzunehmen. In den vergangenen Jahren traf die rumänische Königsfamilie regelmäßig Landsleute in der Diaspora, zuletzt in Finnland, Dänemark, Estland und den Niederlanden. Am Donnerstagabend beteiligten sich Prinzessin Margareta und Prinz Radu im Königspalast in Stockholm an einem Galadinner des schwedischen Königspaars im Thronsaal .
Seit dem 1. Mai gilt vorläufig das Handelsabkommen zwischen der EU und dem Mercosur-Bündnis aus Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay. Die Zölle auf die meisten EU-Exporte in diese südamerikanischen Staaten mit mehr als 700 Millionen potenziellen Kunden sollen schrittweise abgeschafft werden. Ebenfalls geöffnet werden die Märkte für öffentliche Aufträge, sodass europäische Unternehmen sich gleichberechtigt um staatliche Ausschreibungen bewerben können. Die EU-Kommission rechnet damit, dass die Exporte in die Mercosur-Staaten bis 2040 um 39 Prozent auf rund 50 Milliarden Euro steigen. Das Abkommen gilt nur vorläufig, nachdem das Europäische Parlament es kurz nach der Unterzeichnung zur Prüfung an den Europäischen Gerichtshof verwiesen hat. Kritiker befürchten eine Welle billiger Agrarimporte aus Südamerika, die niedrigeren Umwelt- und Lebensmittelstandards entsprechen.
Das Wetter bleibt im Süden, Osten und teilweise in der Mitte des Landes deutlich kühler als üblich, sonst wird es etwas milder. In der Landesmitte kommt es zu Schauern. In den südlichen Regionen sind vereinzelt Gewitter, Hagel oder Graupel möglich. In den Ost- und Südkarpaten fällt oberhalb von 1.400 Metern Schneeregen und Schnee. Der Wind weht mäßig, in Hochlagen sowie örtlich im Osten und Süden stärker. Die Höchstwerte liegen zwischen 10 und 21 Grad.