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Nachrichten 23.09.2026

Die wichtigsten Meldungen des Tages

Nachrichten 23.09.2026
Nachrichten 23.09.2026

, 23.09.2026, 18:23

Der designierte rumänische Ministerpräsident, der liberale Europaabgeordnete Siegfried Mureșan, erklärte, dass er die Unterstützung der PNL, der USR und der UDMR habe. Zudem habe er Gespräche mit den Parlamentsvertretern der nationalen Minderheiten geführt. Der PSD-Vorsitzende Sorin Grindeanu, dessen Partei beschlossen hat, die von Mureșan geplante Regierung nicht zu unterstützen, forderte Mureșan am Mittwoch auf, sein Mandat zurückzugeben. Zur Begründung sagte Grindeanu, Mureșans Regierungsmannschaft werde im Parlament nicht die erforderliche Mehrheit erreichen. Zusammen verfügen die drei Parteien PNL, USR und UDMR allerdings nicht über die für die Regierungsbildung nötigen 233 Stimmen. Mureșan will deshalb auch mit Vertretern der nationalen Minderheiten und mit dem PSD-Vorsitzenden Sorin Grindeanu sprechen. Die Sozialdemokraten haben angekündigt, seine Regierung nicht zu unterstützen. Mureșan kündigte an, die Wirtschaft stärker wachsen zu lassen als die Staatsverschuldung, Staatsunternehmen zu reformieren und die Energiekosten für Haushalte und Unternehmen zu senken. Steuer- und Abgabenerhöhungen soll es während seiner Amtszeit nicht geben. Am Montag sollen die designierten Minister in den Parlamentsausschüssen angehört werden, am Dienstag ist die Abstimmung über das Regierungsprogramm und das Kabinett geplant. Sollte Mureșans Regierung keine Mehrheit bekommen, könnten in Rumänien vorgezogene Neuwahlen näher rücken.

 

Die Bedrohung durch Russland beschränkt sich nicht auf die Ukraine. Europa ist Ziel eines hybriden Krieges, der Cyberangriffe, Desinformationskampagnen, Sabotage und Störungen kritischer Infrastrukturen umfasst. Ziel sei es, das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in demokratische Institutionen zu untergraben und die Unterstützung für die Ukraine zu schwächen. Das erklärte der rumänische Staatspräsident Nicușor Dan am Mittwoch in seiner Rede vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York. Als EU-Mitgliedstaat mit der längsten Grenze zur Ukraine habe Rumänien die Folgen des Krieges unmittelbar zu spüren bekommen – unter anderem durch wiederholte Verletzungen des rumänischen Luftraums, sagte der Präsident. Nach Angaben des Staatschefs wird Bukarest die Widerstandsfähigkeit des benachbarten Moldau weiter unterstützen. Moldau sei der am zweitstärksten von diesem Krieg betroffene Staat. Gleichzeitig betonte Nicușor Dan in New York, Rumänien stärke die Widerstandsfähigkeit Europas. Das Land sei ein Bindeglied zwischen Europa und dem Rest der Welt und liege an der Schnittstelle von Donau, Schwarzem Meer und wichtigen Handelsrouten. Rumänien sei offen für Wirtschaft und Innovation, erklärte der Präsident weiter. Das Land sei ein glaubwürdiger und verlässlicher Partner und bereit, zu gemeinsamem Wohlstand beizutragen.

 

Rumänien nutzt die UN-Generalversammlung in New York für eine intensive Diplomatie-Offensive: Die geschäftsführende Außenministerin Oana Țoiu nimmt bis zum 25. September an der Tagung teil. Im Zentrum ihrer Gespräche stehen vor allem drei Schwerpunkte: Die Sicherheit in der politisch angespannten Schwarzmeer-Region, die globale Energieversorgung und die enge strategische Partnerschaft mit den USA. Neben Treffen mit hohen UN-Vertretern und US-Kongressabgeordneten nahm Țoiu auch an einer informellen Runde der EU-Außenminister teil. An diesem Austausch beteiligten sich zudem die Chefdiplomaten aus Australien, Indien, Südkorea und Japan, um über globale Sicherheitsfragen zu beraten.

 

Rumänien will bei seiner Energieversorgung aufrüsten: Der Staat setzt künftig verstärkt auf erneuerbare Energien und den Ausbau von Stromspeichern. Das erklärte Staatssekretär Cristian Bușoi aus dem Energieministerium. Der Grund: In den heißen Sommermonaten reichten die bisherigen Kapazitäten nicht aus. In den Spitzenzeiten musste das Land teuren Strom aus dem Ausland importieren. Um das zu ändern, will das Ministerium neue Großspeicher bauen – finanziert mit Geld aus dem Modernisierungsfonds der Europäischen Union.

 

Die Inflation in Rumänien schwächt sich weiter ab, doch die Dienstleistungen bleiben ein starker Preistreiber. Im August fiel die jährliche Inflationsrate um fast zwei Prozentpunkte auf knapp über sechs Prozent. Auffällig ist jedoch das Gefälle bei den Preisen: Während Lebensmittel im Jahresvergleich nur leicht um knapp zweieinhalb Prozent zulegten und Sachgüter um etwa sechs Prozent stiegen, verteuerten sich Dienstleistungen spürbar – um mehr als elf Prozent. Grund dafür sind vor allem die gestiegenen Energie- und Treibstoffkosten. Das trifft vor allem Haushalte mit geringem Einkommen, da Ausgaben für Strom, Transport oder Medizin bei ihnen einen Großteil des Monatsbudgets auffressen.

 

Das Wetter in Rumänien bleibt herbstlich kühl: Die Temperaturen erreichen heute meist 12 bis 22 Grad, am wärmsten wird es im Süden. Schauer und vereinzelte Gewitter gibt es vor allem im Norden, Osten und in den Bergen. Auf den höchsten Gipfeln ist sogar schon etwas Schneeregen möglich. Dazu weht im Bergland ein kräftiger, stürmischer Wind.

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