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Nachrichten 30.05.2023

Nach neuen Gesprächen mit der Exekutive in Bukarest kündigten die Bildungsgewerkschaften an, dass der Generalstreik fortgesetzt wird, da ihre Forderung nach einer Lohnerhöhung abgelehnt wurde. Nach ihren Angaben hat die Regierung nur 4.000 Lei (ca. 800 Euro) Zulagen für Lehrkräfte und 1.500 Lei (ca. 300 Euro) für nicht lehrendes Personal angeboten. Mehr als 15.000 Demonstranten standen am Dienstag vor der Regierung und zogen dann zum Präsidentenpalast, um das Staatsoberhaupt, das selbst Lehrer ist, aufzufordern, sich für eine Lösung ihrer Forderungen einzusetzen. Präsident Klaus Iohannis erklärte sich bereit, als Vermittler für den Abschluss einer politischen Vereinbarung zur Lösung der Gehaltsforderungen zu sorgen. Er bezeichnete die Forderungen der Lehrer als fair und legitim, betonte jedoch, dass die Lösung des Stillstands im Bildungswesen und die Beendigung des Streiks für den reibungslosen Ablauf des Schuljahres und die Aufrechterhaltung eines stabilen Klimas im Bildungssystem von entscheidender Bedeutung seien. Die Schüler und Studenten kündigten ihrerseits ihre Unterstützung für die Lehrer und ihre Forderungen an.

Nachrichten 30.05.2023
Nachrichten 30.05.2023

, 30.05.2023, 18:23

Nach neuen Gesprächen mit der Exekutive in Bukarest kündigten die Bildungsgewerkschaften an, dass der Generalstreik fortgesetzt wird, da ihre Forderung nach einer Lohnerhöhung abgelehnt wurde. Nach ihren Angaben hat die Regierung nur 4.000 Lei (ca. 800 Euro) Zulagen für Lehrkräfte und 1.500 Lei (ca. 300 Euro) für nicht lehrendes Personal angeboten. Mehr als 15.000 Demonstranten standen am Dienstag vor der Regierung und zogen dann zum Präsidentenpalast, um das Staatsoberhaupt, das selbst Lehrer ist, aufzufordern, sich für eine Lösung ihrer Forderungen einzusetzen. Präsident Klaus Iohannis erklärte sich bereit, als Vermittler für den Abschluss einer politischen Vereinbarung zur Lösung der Gehaltsforderungen zu sorgen. Er bezeichnete die Forderungen der Lehrer als fair und legitim, betonte jedoch, dass die Lösung des Stillstands im Bildungswesen und die Beendigung des Streiks für den reibungslosen Ablauf des Schuljahres und die Aufrechterhaltung eines stabilen Klimas im Bildungssystem von entscheidender Bedeutung seien. Die Schüler und Studenten kündigten ihrerseits ihre Unterstützung für die Lehrer und ihre Forderungen an.


Präsident Klaus Iohannis wird am Freitag König Charles III. von Großbritannien im Cotroceni-Palast in Bukarest empfangen. Nach der offiziellen Empfangszeremonie werden die beiden ein Gespräch unter vier Augen führen, gefolgt von einem Treffen mit Behörden, Vertretern der Zivilgesellschaft und des diplomatischen Korps. Der britische Botschafter Andrew Noble erklärte gegenüber AGERPRES, dass es sich um einen privaten Besuch handele, und fügte hinzu, dass der König Präsident Iohannis aus Höflichkeitsgründen treffen werde. Es ist das erste Mal, dass ein britischer Monarch Rumänien besucht.



Proteste gibt es mittlerweile auch von den Gefängnisbeamten. Sie wehren sich gegen die Anhebung des Renteneintrittsalters auf 65 Jahre, da sie behaupten, die Lebenserwartung der Beschäftigten in diesem System liege bei 62 Jahren. Am Dienstag tragen sie bei der Arbeit weiße Armbinden, und für Mittwoch wollen sie in mehreren JVA im ganzen Land die Arbeit für zwei Stunden niederlegen. Auch Rechtspfleger wollen sich den Protesten anschließen. Am Montag organisierten zudem Hunderte von Beschäftigten der staatlichen Eisenbahngesellschaft eine Protestkundgebung. Sie beklagen die ständige Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und die Tatsache, dass das Unternehmen keine finanzielle Anreize für Leistung und mehr Effizienz gibt. Auch die Gewerkschaften im medizinischen Bereich haben mit Protestaktionen begonnen. Ihre Forderungen betreffen die Anwendung der Bestimmungen des Gehaltsgesetzes auf alle Beschäftigten unter Berücksichtigung der einkommensschwächsten Personalkategorien, die Gewährung von Urlaubsgutscheinen und Essensgutscheinen sowie die Änderung des Berechnungssystems für Zulagen, Nachtschichten.



Die rumänische Abgeordnetenkammer wird über die endgültige Form des Gesetzentwurfs zur Änderung des Sonderrentengesetzes entscheiden. Am Dienstag prüfen die Abgeordneten des Arbeitsausschusses die am Montag von den Spitzen der Regierungskoalition eingebrachten Änderungen. Diese wurden von der Europäischen Kommission gefordert, damit Rumänien von europäischen Mitteln profitieren kann, da die Reform der Sonderrenten ein Meilenstein im Konjunkturplan ist. Das gesetzliche Rentenalter soll übergreifend auf 65 Jahre angehoben werden.



Die bilaterale Handelskammer Rumänien-Ukraine organisierte am Dienstag unter der Schirmherrschaft der Botschaft der Ukraine in Bukarest das Forum Wiederaufbau der Ukraine. An der Veranstaltung nahmen Regierungsvertreter beider Länder sowie Vertreter rumänischer Unternehmen teil, die sich am Wiederaufbau der Ukraine beteiligen wollen. Das Projekt umfasst auch die Organisierung einer jährlichen Konferenz, eines Forums und einer Ausstellung.



Das Nationale Komitee für Notfallsituationen, das am Montag vom rumänischen Premierminister Nicolae Ciucă einberufen wurde, hat die kostenlose Gewährung von humanitärer Hilfe für Syrien gebilligt. Sie ist für die Bevölkerung bestimmt, die von dem schweren Erdbeben betroffen ist, das sich am 6. Februar in der Türkei ereignete und auch in Syrien Opfer und große materielle Schäden verursachte. Die Unterstützung wird auf der Grundlage eines von Damaskus über das Europäische Katastrophenschutzverfahren gestellten Antrags auf humanitäre Hilfe gewährt. Der rumänische Staat wird Basisgüter, Lebensmittel, medizinische Geräte und Unterkünfte bereitstellen. Der Transport wird mit Unterstützung des Verteidigungsministeriums auf dem Luftweg erfolgen.


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