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Corona-Lockerungen in Gespräch

Die rumänischen Behörden betonen, dass die schrittweise Lockerung der Corona-Einschränkungen, von dem Erfolg der Massenimpfung abhängt.

Corona-Lockerungen in Gespräch
Corona-Lockerungen in Gespräch

, 23.04.2021, 13:55


Nach zweimonatigem Notstand wurde der Alarmzustand in Rumänien im Mai 2020 eingeführt. Danach wurde er Monat und Monat verlängert. Ein Ende des Alarmzustandes ist gegenwärtig nicht in Sicht. Corona zeigte Schwachstellen deutlich auf, verschonte niemanden und zog die gesamte rumänische Wirtschaft und Gesellschaft in Mitleidenschaft. Hinzu kommen die Einschränkungen, mit denen versucht wird, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, von Maskenpflicht und Abstand halten bis hin zur Einschränkung der Bewegungs- und Versammlungsfreiheit. Aber, so wiederholen es die Behörden, eine Rückkehr zur Normalität, wird ohne Impfung nicht möglich sein. Als erster möglicher Termin wurde der 1. Juni genannt. Premierminister Florin Cîțu sagte, dass dieses Datum ein wichtiger Meilenstein im Kampf gegen die Pandemie darstelle. Dafür muss jedoch mindestens ein Drittel der Bevölkerung geimpft sein. Florin Cîțu: Der 1. Juni bedeutet nicht, dass wir vollständig zur Normalität zurückkehren können, aber dieses Datum ist ein erster und wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Wir haben gesagt, dass wir das schaffen, wenn wir fast 35 % der Bevölkerung bis dahin impfen werden. Es liegt also an uns. So wie bisher, liegt es in unseren Händen, zur Normalität zurückzukehren. Ich wei‎ß, ich wiederhole mich, aber es liegt nur an uns. Eine erfolgreiche Impfkampagne bringt auch in Rumänien die Normalität zurück.“ Der Regierungschef sagte auch, dass die Maskenpflicht erst dann aufgehoben wird, wenn 10 Millionen Menschen, also die Hälfte der Gesamtbevölkerung, geimpft sein wird.



Eine Studie eines der führenden Unternehmen im Gesundheitswesen, Medlife, schätzte jedoch, dass bis Ende 2021 zwischen 27 und 31 % der Bevölkerung geimpft sein werde, also nur 5 Millionen Menschen. Nur zwischen 10 und 13 % der Bevölkerung hätten noch die feste Absicht, sich in nächster Zeit impfen zu lassen, und nur ein Drittel hält die Impfung für wirksam. Besser sieht es in den Städten aus, wo schätzungsweise 33 bis 38 % aller Menschen ab 16 Jahren bis Ende des Jahres geimpft sein werden könnten. Im Gegensatz dazu liegt die geschätzte Durchimpfungsrate in ländlichen Gegenden bis Dezember bei etwa 19–23 %. Männer, Menschen über 50 und solche, die mittelschwere oder schweren Formen der Krankheit durchmachten, stehen der Impfung gegenüber offener dar. Au‎ßerdem ist die Bereitschaft der Befragten, sich impfen zu lassen, umso grö‎ßer, je höher das Bildungsniveau ist. Angst vor langfristigen oder unmittelbaren unerwünschten Wirkungen des Impfstoffs, Misstrauen gegenüber den Behörden und dem Gesundheitssystem sind die Hauptgründe für die Ablehnung. Deshalb, so die Medlife-Studie, sei es notwendig, vertrauenswürdige Pfeiler der Gesellschaft, wie Kirche, Armee oder regierungsunabhänginge Organisationen, einzubinden, um die Angst vor dem Impfstoff zu verringern. (Bogdan Matei)

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