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Der Alarmzustand wurde in Rumänien verlängert

Die Regierung in Bukarest hat die Verlängerung des Ausnahmezustands um weitere 30 Tage beschlossen.

Der Alarmzustand wurde in Rumänien verlängert
Der Alarmzustand wurde in Rumänien verlängert

, 06.08.2021, 15:27


Rumänien bleibt in Alarmbereitschaft! Die Regierung beschloss auf ihrer Sitzung am Donnerstag die Verlängerung des Alarmzustands um weitere 30 Tage, beginnend mit dem 11. August. Die derzeitigen Einschränkungen bleiben bestehen. Rumänien befindet sich schon seit dem 15. Mai letzten Jahres, nach einem zweimonatigen Notstand, ununterbrochen in Alarmzustand.




Bukarest hat auch die Liste der Länder mit epidemiologischem Risiko aktualisiert. Seit Sonntag steht Frankreich auf der Roten Liste, ebenso wie Griechenland, Spanien, das Vereinigte Königreich, Irland und Portugal. Ungeimpfte Menschen, die aus diesen Ländern nach Rumänien einreisen, müssen sich für 14 Tage in Quarantäne begeben. Kinder unter 3 Jahren sind davon ausgenommen, ebenso Kinder zwischen 3 und 16 Jahren, wenn sie einen negativen Corona-Test haben. Die Türkei steht gegenwärtig auf der gelben Liste, ebenso wie Belgien und Israel. Deutschland und Italien bleiben im grünen Bereich.




Im Gegensatz dazu hat das Vereinigte Königreich Rumänien auf die Grüne Liste der Länder mit geringem epidemiologischem Risiko gesetzt. Dies bedeutet, dass Rumäninnen und Rumänen, die in das Vereinigte Königreich reisen, ab Sonntag nicht mehr unter Quarantäne gestellt werden, egal ob sie geimpft sind oder nicht. Rumänische Staatsbürger, die in das Vereinigte Königreich einreisen, müssen jedoch vor der Einreise einen negativen PCR-Test vorweisen und sich zwei Tage nach der Ankunft einem zweiten Test unterziehen.




In letzter Zeit ist die Zahl der-Neuinfektionen in Rumänien auf über 200 täglich gestiegen. In Krankenhäusern liegen zurzeit ca. 500 Corona-Patienten, 70 davon auf Intensivstationen. Eine Situation, die vergleichbar ist mit der Ende Juni. Die Todesfälle im Kontext des neuen Coronavirus bleiben glücklicherweise gering.




In Erwartung der Welle 4, die nach Einschätzung von Fachleuten voraussichtlich im September eintreffen wird, fordern die Behörden die Bürger eindringlich auf, sich impfen zu lassen. Sie weisen darauf hin, dass dieser der sicherste Weg ist, um eine schwere Krankheitsform zu vermeiden. Der Leiter des Krankenhauses für Infektionskrankheiten in der westrumänischen Stadt Timișoara, Cristian Oancea, sagte gegenüber Radio Rumänien, dass er davon ausgeht, dass der Druck auf das Gesundheitssystem weniger stark sein werde. Er werde sich wahrscheinlich mit dem in der Mitte der zweiten Welle vergleichen, als die medizinischen Einheiten auf die Probe gestellt wurden.




Das Impfinteresse der Rumänen ist jedoch im Vergleich zu dem anderer Europäer gering. Die Zahl der vollständig geimpften Menschen hat fast 5 Millionen erreicht. Gegenwärtig setzen die Behörden auf Aufklärung und nicht auf restriktive Ma‎ßnahmen, um die Menschen zur Impfung zu bewegen.

Foto: Joan / unsplash.com
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