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Die Migrationskrise wird immer akuter

Das Phänomen der Migration aus den Konfliktzonen im Nahost und Afrika weitet sich aus und wird immer besorgniserregender für die Staaten Europas.

Die Migrationskrise wird immer akuter
Die Migrationskrise wird immer akuter

, 25.08.2015, 14:08

Die Zahl der Einwanderer aus dem Nahen Osten und aus Afrika, die nach Europa gelangen wollen, steigt an. Diese riskieren ihr Leben, indem sie versuchen das Mittelmeer am Bord unsicherer Boote zu überqueren. Allein in den letzten zwei Tagen retteten die Italienischen Behörden über 4.000 Personen aus Seenot. Tausende Flüchtlinge, die in Griechenland angekommen waren, erreichten über Mazedonien, Serbien und versuchen ihren Weg in die westlichen Länder fortzusetzen. Fast alle wollen in den entwickeltesten Ländern der Europäischen Union, besonders in Deutschland, Asyl beantragen.



Vor zwei Monaten wiesen die Regierungen der EU-Länder einen Versuch des Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker zurück, pflichtige Länderquoten für die Empfängerländer festzulegen. Der Europäische Kommissar für Migration und Innere Angelegenheiten, Dimitris Avramopoulos, erklärte dennoch, dass die zehntausenden Flüchtlige das Recht hätten, sich in Europa aufzuhalten und dass einige Länder mehr unternehmen könnten, um ihnen zu helfen. In Berlin kündigten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankrechs Präsident François Hollande an, sie werden eine gemeinsame Asylpolitik auf EU-Ebene vorschlagen und forderten Italien und Griechenland, schnell Anmeldezentren für die Flüchtlinge zu eröffnen.



In diesem Kontext kündigte die Europäische Kommission an, dass sie die Finanzierung für humanitäre Nothilfe auf 50 Millionen Euro verdoppelt. Acht Millionen werden für den Westbalkan und die Türkei zugewiesen, während 90.000 Tausend Euro Mazedonien erreichen werden. In Bulgarien hat die Regierung die Kontrollen an der Grenze zu Mazedonien verschärft, einschließlich durch die Entsendung von Militäreinheiten und Hubschraubern, um die Migranten zu entmutigen die bulgarische Route“ zu wählen.



Man geht davon aus, dass trotz dieser Maßnahmen, zehntausende Flüchtlinge in das Nachbarland Rumäniens einmarschieren werden, soll deren Weg über Griechenland und Mazedonien gesperrt werden. Rumänien scheint von der massiven Migration umgangen zu sein. Bisher wurden nur einige sporadische Fälle illegalen Grenzübergangs im Süden vezeichnet. Dennoch trifft Rumänien Maßnahmen, um gegen eine eventuelle Flüchtlingswelle gewappnet zu sein. Bukarest kann im Notfall im Rahmen einiger mehrjäriger Finanzierungsprogramme der Europäischen Union auf 98,5 Millionen Euro aus dem Fonds für Innensicherheit, 61 Millionen aus dem Fonds für Grenzen und Visa und 37 Millionen aus der polizeilichen Komponente zugreifen.

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