RRI Live!

Hören Sie Radio Rumänien International Live

Mindestlohn erst ab Jahresmitte 2026 erhöht

Die Anhebung des Mindestlohns erst zur Jahresmitte des kommenden Jahres sorgt in Rumänien sowohl bei Arbeitnehmern als auch bei Arbeitgeberverbänden für Unzufriedenheit.

Foto: Emil Kalibradov / unsplash.com
Foto: Emil Kalibradov / unsplash.com

, 19.12.2025, 17:32

Die Arbeitnehmer fordern, dass die Maßnahme ab dem ersten Tag des Jahres 2026 umgesetzt wird. Sie argumentieren, dass Preise und Steuern gestiegen seien, während sich die Arbeitsbedingungen zunehmend verschlechterten. Rund 4.000 Gewerkschafter aus vier Dachverbänden protestierten am Donnerstag in Bukarest. Die Demonstrierenden forderten Präsident Nicușor Dan darauf, den Konflikt zwischen den Gewerkschaften und der Regierung zu vermitteln. Der Unmut bezieht sich nicht nur auf Entscheidungen zum Mindestlohn, sondern auch auf weitere Maßnahmen, die in letzter Zeit getroffen wurden oder für das kommende Jahr angekündigt sind.

 

 

Der Generalsekretär des Gewerkschaftsbundes Cartel Alfa, Mihai Bărbulescu: „Es handelt sich nicht um Maßnahmen, die diskutiert und analysiert wurden, um diese Situation zu optimieren. Sie werden ausschließlich von den Arbeitnehmern, insbesondere von den Bürgern, getragen. Und wir sehen, dass unser Leben von Tag zu Tag in eine klare, sichtbare Schieflage gerät. Diese Situation können wir nicht akzeptieren, denn in einer demokratischen Ordnung müssen staatliche Institutionen durch Dialog funktionieren – sowohl auf der Ebene der Ministerialkommissionen als auch im nationalen tripartiten Rahmen. Dort müssen die Maßnahmen beschlossen werden, die das Land aus der Krise führen sollen. Die von Premierminister Bolojan durchgesetzten Maßnahmen haben jedoch weder das Land aus der Krise geführt noch die finanzielle und haushaltspolitische Lage Rumäniens verbessert.“

 

Die Führungen des Gewerkschaftsverbandes, die zu den Protesten aufgerufen haben, warnen, dass es bei ausbleibenden Reaktionen der Behörden sogar zu einem Generalstreik kommen könnte. Zugleich betonen sie, dass ein solcher Schritt angesichts der wirtschaftlichen Lage des Landes nicht wünschenswert sei. Auf der anderen Seite kritisieren die Vertreter der Arbeitgeberverbände die Art und Weise, wie Entscheidungen getroffen werden, die Auswirkungen auf die Wirtschaft haben.
Der Präsident des Nationalen Rats der kleinen und mittleren Unternehmen in Rumänien, Florin Jianu, erklärt, dass der Mindestlohn im kommenden Jahr auf dem aktuellen Niveau hätte beibehalten werden müssen, und hält es für einen Mangel an Respekt, dass die Entscheidung zur Erhöhung in der Koalition getroffen wurde und nicht bei Gesprächen im Nationalen Rat für Sozialen Dialog.

 

 

Er ist der Ansicht, dass die Argumente für die Beibehaltung des derzeitigen Mindestlohns mit der realen wirtschaftlichen Lage zusammenhängen. Florin Jianu „Wir haben uns auf die Analysen gestützt, die wir durchgeführt haben, darauf, was sich derzeit in der Wirtschaft abspielt, auf die erhöhten Steuern und Abgaben, auf die Art und Weise, wie die KMU betroffen sind und im nächsten Jahr betroffen sein werden, auf den Mangel an Wettbewerbsfähigkeit, sowie darauf, dass Unternehmen schließen – derzeit haben wir 136.000 geschlossene Firmen, mehr als im gesamten Vorjahr, und die Daten reichen nur bis Oktober; wir haben mehr geschlossene als neu eröffnete Unternehmen, wir haben eine Überbesteuerung von Kraftstoffen, eine erhöhte Mehrwertsteuer, hohe Energiepreise, sowie neue Steuern und Abgaben, die ab dem 1. Januar in Kraft treten. Daher sollten in diesem Land nicht politische Entscheidungen oder politisches Feilschen den Vorrang haben.“

 

Обмеження торгової націнки на основні продукти харчування
RRI Aktuell Freitag, 17 April 2026

Sorgen über steigende Lebensmittelpreise

Laut Angaben des Nationalen Statistikinstituts hat sich das Tempo der Preissteigerungen in Rumänien im März beschleunigt. Rumänien ist nach wie...

Sorgen über steigende Lebensmittelpreise
Foto: kschneider2991 / pixabay.com
RRI Aktuell Mittwoch, 15 April 2026

Inflation steigt in Rumänien

Obwohl es der Regierung in Bukarest gelungen ist, das Haushaltsdefizit – nach wie vor das größte in der Europäischen Union – auch durch...

Inflation steigt in Rumänien
Foto: Voicu Horațiu / unsplash.com
RRI Aktuell Mittwoch, 15 April 2026

Umfragen und Stimmungslage

Fast 40 % der Rumänen glauben, dass das aktuelle politische System so mangelhaft ist, dass es unbedingt ersetzt werden muss. Laut einer Umfrage der...

Umfragen und Stimmungslage
Peter Magyar (Foto: facebook.com/peter.magyar.102)
RRI Aktuell Dienstag, 14 April 2026

Rumänien reagiert auf Machtwechsel in Budapest

„Ich freue mich auf ein neues Kapitel, das auf gegenseitigem Respekt, offenem Dialog und unserem gemeinsamen Bekenntnis zu europäischen und...

Rumänien reagiert auf Machtwechsel in Budapest
RRI Aktuell Mittwoch, 08 April 2026

Mircea Lucescu: Tod eines „Visionärs des Fußballs“

Geboren 1945 in Bukarest, war Lucescu zwischen 1981 und 1986 Trainer der rumänischen Fußballnationalmannschaft. In dieser Zeit gelang ihm die...

Mircea Lucescu: Tod eines „Visionärs des Fußballs“
RRI Aktuell Dienstag, 07 April 2026

Rumänien senkt Mineralölsteuer auf Diesel

Nach der Deckelung der Handelsspanne bei Benzin und Diesel hat die Regierung in Bukarest beschlossen, die Mineralölsteuer auf Diesel zu senken –...

Rumänien senkt Mineralölsteuer auf Diesel
RRI Aktuell Montag, 06 April 2026

NATO-Mitgliedschaft bleibt Grundpfeiler der Sicherheit Rumäniens

In einer für die Allianz sensiblen Phase – in der der Präsident der Vereinigten Staaten, ihr wichtigster militärischer und finanzieller...

NATO-Mitgliedschaft bleibt Grundpfeiler der Sicherheit Rumäniens
RRI Aktuell Donnerstag, 02 April 2026

Vizepremier Oana Gheorghiu: „Rumäniens Wirtschaftsmodell muss reformiert werden“

Rumänien hat in den vergangenen 20 Jahren deutliche Fortschritte gemacht. Doch das bisherige Wachstumsmodell stößt an seine Grenzen. Es basiert...

Vizepremier Oana Gheorghiu: „Rumäniens Wirtschaftsmodell muss reformiert werden“

Partner

Muzeul Național al Țăranului Român Muzeul Național al Țăranului Român
Liga Studentilor Romani din Strainatate - LSRS Liga Studentilor Romani din Strainatate - LSRS
Modernism | The Leading Romanian Art Magazine Online Modernism | The Leading Romanian Art Magazine Online
Institului European din România Institului European din România
Institutul Francez din România – Bucureşti Institutul Francez din România – Bucureşti
Muzeul Național de Artă al României Muzeul Național de Artă al României
Le petit Journal Le petit Journal
Radio Prague International Radio Prague International
Muzeul Național de Istorie a României Muzeul Național de Istorie a României
ARCUB ARCUB
Radio Canada International Radio Canada International
Muzeul Național al Satului „Dimitrie Gusti” Muzeul Național al Satului „Dimitrie Gusti”
SWI swissinfo.ch SWI swissinfo.ch
UBB Radio ONLINE UBB Radio ONLINE
Strona główna - English Section - polskieradio.pl Strona główna - English Section - polskieradio.pl
creart - Centrul de Creație Artă și Tradiție al Municipiului Bucuresti creart - Centrul de Creație Artă și Tradiție al Municipiului Bucuresti
italradio italradio
Institutul Confucius Institutul Confucius
BUCPRESS - știri din Cernăuți BUCPRESS - știri din Cernăuți

Mitgliedschaften

Euranet Plus Euranet Plus
AIB | the trade association for international broadcasters AIB | the trade association for international broadcasters
Digital Radio Mondiale Digital Radio Mondiale
News and current affairs from Germany and around the world News and current affairs from Germany and around the world
Comunità radiotelevisiva italofona Comunità radiotelevisiva italofona

Provider

RADIOCOM RADIOCOM
Zeno Media - The Everything Audio Company Zeno Media - The Everything Audio Company