Rumänien reagiert auf Machtwechsel in Budapest
Der rumänische Präsident Nicușor Dan hat dem ungarischen Oppositionsführer Péter Magyar zu seinem Wahlsieg am Sonntag gratuliert und betont, „das ungarische Volk habe mit einer klaren und starken Stimme gesprochenˮ. Rumänien und Ungarn seien Nachbarn, Partner und Mitglieder der EU und der NATO. Rumänien wolle ein neues Kapitel in den bilateralen Beziehungen aufschlagen.
Newsroom, 14.04.2026, 11:08
„Ich freue mich auf ein neues Kapitel, das auf gegenseitigem Respekt, offenem Dialog und unserem gemeinsamen Bekenntnis zu europäischen und euroatlantischen Werten aufbaut. Es gibt außergewöhnliche Chancen für eine Zusammenarbeit in den Bereichen regionale Sicherheit, wirtschaftliche Kooperation und das Wohlergehen unserer Völkerˮ, schrieb Dan auf X.
Auch Premier Ilie Bolojan hat Péter Magyar zum Wahlsieg gratuliert. Er erklärte, er freue sich auf eine weitere Stärkung der strategischen Partnerschaft mit Fokus auf wirtschaftliche und sektorale Zusammenarbeit. Priorität sei eine Kooperation, die das Leben der Bürger in beiden Ländern verbessert – in einer stärkeren, geeinteren und wettbewerbsfähigeren Europäischen Union.
Außenministerin Oana Țoiu hat den politischen Wechsel in Budapest ebenfalls begrüßt. Dieser zeige, dass „die Macht der Bürger, die sich durch ihre Stimme für eine bessere Zukunft einsetzen, souverän ist“. Sie führte ein Telefonat mit ihrer künftigen Amtskollegin Anita Orban. Im Mittelpunkt stand eine neue Ausrichtung der ungarischen Außenpolitik, basierend auf gegenseitigem Respekt und dem gemeinsamen Ziel, die Lebensqualität der Bürger zu verbessern.
Kelemen Hunor, Vorsitzender des Ungarnverbands in Rumänien, hat die Partei Tisza und Péter Magyar zum Wahlsieg beglückwünscht. Er verwies auf die Rekordwahlbeteiligung und erklärte, dass die Ungarn „diesseits und jenseits der Grenzen Ungarns“ zahlreich von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht hätten.
Mit dem Sieg der Oppositionspartei Tisza unter Péter Magyar endet die 16-jährige ununterbrochene Regierungszeit der Fidesz-Partei von Viktor Orbán. Tisza dürfte im Parlament eine Zweidrittelmehrheit erreichen. Péter Magyar hat eine neue Ära für Ungarn angekündigt – mit einem grundlegenden politischen Wandel. Zugleich forderte er den Präsidenten auf, das neue Parlament so schnell wie möglich einzuberufen, um die Übergangsphase kurz zu halten.