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Die Woche 31.10. – 06.11.2015 im Überblick

Die wichtigsten Ereignisse der vergangenen Woche

Die Woche 31.10. – 06.11.2015 im Überblick
Die Woche 31.10. – 06.11.2015 im Überblick

, 07.11.2015, 17:01

Tragödie in einem Bukarester Klub tötet über 30 Menschen



Rumänien wurde in Schockzustand nach der Tragödie von Freitagnacht, letze Woche, im Rockklub Colectiv, in Bukarest vesetzt. Hunderte Jugendliche die an einem Konzert der Gruppe Goodbye to Gravity” teilgenommen haben, sind Opfer eines Brandes geworden. Die Ursache waren Feuerwerke, die in der Show zum Einsatz gekommen sind. Das Konzert endete tragisch, nachdem die Schalldämmung der Wände auf einem Mast in Brand gesetzt wurde. Der Brand weitete sich dann schnell auf die Decke aus. Hunderte Menschen, viel mehr als die zugelassene Höchstkapazität des Klubs, wurden unter den glühenden Materialbrocken gefangen, die von der Decke fielen. Der dicke Rauch und die giftigen Gase, die infolge der Verbrennung der Schalldämmung entstanden sind, und die fehlenden Notausgänge verwandelten den Klub in eine Todesfalle. Nur wenige kamen unvesehrt davon. Eine Gro‎ßzahl an Einsatzteams wurde mobilsiert. Die wurden von Passanten und von den Assistentinnen einer benachbarten Entbindungsstation, aber auch von den Menschen unterstützt, denen es gelungen war aus dem Klub raus zu fliehen. Zahlreiche Opfer wurden auf der Stra‎ße vor dem Klub wiederbelebt. Diese wurden auf mehere Krankenhäuser verteilt. Eltern suchten vezweifelt nach ihren Kindern nach dem Konzert. Zu diesen zählen auch Minderjährige, obwohl deren Eintritt in solche Klubs verboten ist.



Nach der Tragödie sollen Ma‎ßnahmen getroffen werden



Die Katastrophe im Bukarester Klub, bei dem am Freitagabend, letzte Woche, 30 Menschen ums Leben gekommen sind, offenbart gravierende Gesetzeslücken und wirft Fragen über die Verfahren zur Erteilung der Betriebsgenehmigung in der Gastronomie auf. Jetzt versuchen die Behörden, härter durchzugreifen. Staatspräsident Klaus Iohannis forderte die zuständigen Stellen auf, mit maximaler Wirksamkeit, Härte und Zügigkeit zu ermitteln. Allerdings müssen auch die notwendigen Ma‎ßnahmen getroffen werden, damit solche Tragödien sich nicht wiederholen:



Wir dürfen die Unfähigkeit und Ineffizienz von Behörden nicht mehr dulden, wir dürfen nicht mehr zulassen, dass Korruption so weit fortschreitet, dass sie Menschen umbringt. Wir alle müssen unserer Rolle als aktiver und an der Gesellschaft mitwirkender Bürger gerecht werden, als Menschen, die zusamen agieren können, weil die Gesellschaft und das Land in dem sie leben etwas angeht.“



Der damals noch amtierende Premierministrer Victor Ponta forderte, dass so schnell wie möglich ein Ma‎ßnahmenplan zur Vorbeugung solcher Ereignisse vorgelegt wird — Beamte der Kommunalverwaltung kontrollieren bereits Restaurants, Klubs, Diskotheken Bars oder Einkaufsmalls im ganzen Land auf Einhaltung der Sicherheitsvorschriften. Dabei wird besonders auf Prävention geachtet — geprüft wird vor allem, ob die notwedigen Betriebsgenehmigungen und Atteste für Veranstaltungen mit pyrotechnischen Einlagen rechtmä‎ßig ausgestellt sind. Die Katastrophe im Bukarester Club Colectiv wirft gravierende Fragen über die Zulassung solcher Einrichtungen auf. Mehrere Zeugen haben bereits ausgesagt, dass die Schalldämpfung nicht aus feuerfesten Stoffen bestand und niemand da war, der die Evakuierung betreut — so wie das Gesetz eigentlich vorschreibt. Unterdessen ermittelt die Antikorruptionsbehörde im Falle der Ausstellung der Betriebsgenehmigungen des Colectiv Klubs.



Regierung tritt unter dem Druck der Stra‎ße zurück



Gut 20.000 Menschen hatten am Dienstagabend bei einem Protestmarsch im Stadtzentrum von Bukarest den Rücktritt von Ministerpräsident Victor Ponta und Innenminister Gabriel Oprea gefordert, sowie den des Bürgermeisters des 4. Bezirks, in dem die Tragödie stattfand. Die drei galten nach Ansicht vieler Protesteilnehmer als Exponenten der für die Katastrophe schuldigen politischen Klasse. Und die Anstrengungen der Demonstranten sollten gleich am nächsten Morgen mit einem Teilerfolg belohnt werden: Der Ministerpräsident legte sein Amt nieder und kündigte damit der gesamten Regierung. Es wäre ein Fehler gewesen, den Unmut der Menschen zu ignorieren, sagte Ponta, dessen Rücktrittsgeste kurze Zeit später von dem Bürgermeister des 4. Bezirks wiederholt wurde. Dennoch kehrten die Zehntausenden Antisystem–Demonstranten am Mittwochabend in Bukarest und anderen Städten auf die Stra‎ßen zurück. Sie würden so lange weitermachen, bis die gesamte Politik reformiert sei, lautete der Tenor. Wir sind keine Zahlen, wir sind lebendig, wir sind so lebendig, denn der Tag, an dem wir aufgeben, ist der Tag an dem wir sterben!“ — stand auf vielen Plakaten. Ein Zitat aus einem der Songs von Goodbye to Gravity, der Heavy-Metal-Band, die am Abend des tödlichen Feuers im Klub Colectiv konzertierte. Seit Donnerstag diskutiert Staatspräsident Klaus Iohannis der Reihe nach mit den Parteien aber zum ersten Mal auch mit Vertretern der Zivilgesellschaft und sucht nach eine neuen Regierungskonstellation. Die Härte der Proteste hat die Politiker aus dem Konzept gebracht — niemand scheint im Moment die hei‎ße Kartoffel der Regierung annehmen zu wollen. An die Langlebigkeit des Interimspremiers und Bildungsministers Sorin Câmpeanu glaubt niemand so richtig. Die Sozial-Demokratische Partei, wichtigste Partei der Regierungskoalition, setzt sich für die Festlegung eines Pakets von Wirtschafts-, Sozial und Politikma‎ßnahmen ein, das demnächst umgesetzt werden und auf die gro‎ßen Anfragen der Gesellschaft antworten soll. Aus der Opposition, glaubt die wichtigste Partei, die National-Liberale Partei, dass die beste Lösung, die der vorgezogenen Wahlen sei.

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