70 Jahre rumänische Präsenz in der UNESCO
Die Veranstaltungsreihe zum 70-jährigen Jubiläum Rumäniens in der UNESCO hat begonnen – und zwar unter einem klaren Motto: „Die Vergangenheit feiern, gemeinsam die Zukunft gestalten“. Im Mittelpunkt steht dabei der unschätzbare Reichtum unseres Naturerbes.
Daniel Onea und Adina Olaru, 13.04.2026, 20:45
Die Veranstaltungsreihe zum 70-jährigen Jubiläum Rumäniens in der UNESCO hat begonnen – und zwar unter einem klaren Motto: „Die Vergangenheit feiern, gemeinsam die Zukunft gestalten“. Im Mittelpunkt steht dabei der unschätzbare Reichtum unseres Naturerbes.
Um gleich zu Beginn ein Zeichen für den Umweltschutz zu setzen, machte die Ausstellung „Stone Made Objects“ den Auftakt. Sie nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf eine faszinierende Reise durch die Geschichte unseres Planeten. Gezeigt werden geologische Fundstücke und ihre Geschichten aus über 30 europäischen Geoparks – Seite an Seite mit Exponaten aus sechs rumänischen Gebieten. Die Steine und Objekte aus Regionen wie dem Hațeg-Land, dem Buzău-Gebiet, Carpaterra oder der Dobrudscha sind dabei nicht nur Ausstellungsstücke. Sie sind eine direkte Einladung an uns alle, unsere geologische Vielfalt aktiv zu schützen und zu schätzen.
Bei der Eröffnung war auch Ligia Deca dabei, die Generalsekretärin der rumänischen UNESCO-Nationalkommission. Sie betonte, dass der Naturschutz – aber auch andere wichtige Beiträge Rumäniens – in der Öffentlichkeit noch viel stärker sichtbar gemacht werden müssen.
„Wir glauben, dass der Reichtum unseres Welterbes und der Beitrag Rumäniens zur globalen Politik noch immer zu wenig bekannt sind. Denken Sie zum Beispiel an unsere Empfehlungen zur Ethik bei Künstlicher Intelligenz und Neurotechnologien, an internationale Geoparks, Biosphärenreservate oder auch an das Netzwerk der UNESCO-Schulen und -Lehrstühle. In diesem Jahr freuen wir uns sehr, einen umfangreichen Jubiläumskalender präsentieren zu können – mit nationalen Events zu jedem großen Thema.
Dabei zählen wir auf starke Partnerschaften: mit den Ministerien für Bildung, Umwelt, Kultur und Wirtschaft – aber auch mit renommierten Medien wie Radio România und dem Fernsehen TVR, das zufällig ebenfalls seinen 70. Geburtstag feiert. Unser Ziel ist es, die UNESCO für alle Zielgruppen greifbar zu machen und eine gemeinsame Strategie zu entwickeln. So können wir die Kreativität und das einzigartige Potenzial Rumäniens auf dieser internationalen Bühne noch besser nutzen.“
Wie wichtig dieses Jubiläum ist – gerade wenn es um strategische Entscheidungen für Naturschutzgebiete, Umweltbildung und weltweite Zusammenarbeit geht –, das unterstrich auch Andrei Luca. Er ist Direktor für Kulturdiplomatie, Bildung und Wissenschaft im Außenministerium.
„Wir hatten eine sehr erfolgreiche Präsidentschaft in der Generalversammlung und wurden letztes Jahr in den Exekutivrat gewählt. Von dieser Position aus werden wir beim kommenden Treffen im Mai gemeinsam mit den anderen Mitgliedsstaaten wichtige Entscheidungen treffen. Ich bin fest davon überzeugt, dass dieses Jubiläumsprogramm sein Ziel erreichen wird: nämlich die Gesellschaft näher an die zentralen Themen der UNESCO heranzuführen.“
Denn Geoparks, Biosphärenreservate und Umweltschutzinitiativen sind eben weit mehr als nur Punkte auf einer internationalen Liste. Es sind lebenswichtige Ökosysteme. Orte, an denen lokale Gemeinschaften lernen, im Einklang mit der Natur zu leben und ihr Erbe nachhaltig in die Zukunft zu tragen.