Die Umweltaktion „Gemeinsam machen wir sauber“
Über 100 Freiwillige haben bei der mittlerweile zehnten Ausgabe der Umweltaktion „Gemeinsam machen wir sauber“ kräftig mit angepackt. Initiiert wurde das Ganze von Radio România Târgu Mureș als vorgezogene Aktion zum Tag der Erde. Das Ziel: Die Ufer des Flusses Mureș in und um die Stadt von Müll zu befreien. Neu war in diesem Jahr, dass die Helfer auch das Waldgebiet auf dem beliebten Ausflugsziel Platoul Cornești aufgeräumt haben.
Daniel Onea und Adina Olaru, 04.05.2026, 17:44
Über 100 Freiwillige haben bei der mittlerweile zehnten Ausgabe der Umweltaktion „Gemeinsam machen wir sauber“ kräftig mit angepackt. Initiiert wurde das Ganze von Radio România Târgu Mureș als vorgezogene Aktion zum Tag der Erde. Das Ziel: Die Ufer des Flusses Mureș in und um die Stadt von Müll zu befreien. Neu war in diesem Jahr, dass die Helfer auch das Waldgebiet auf dem beliebten Ausflugsziel Platoul Cornești aufgeräumt haben.
In nur wenigen Stunden kamen rund sechs Tonnen Abfall zusammen – tatkräftig unterstützt von Partnern wie der Bergrettung und dem Katastrophenschutz. Was da am Flussufer alles auftauchte, ist erschreckend: Bauschutt, alte Möbelstücke, ausrangierte Kleidung und natürlich Hunderte von Plastikflaschen.
Dabei geht es längst nicht nur um einen schönen Anblick, sondern um ein für die Gemeinschaft lebenswichtiges Thema. Szasz Attila, der Koordinator der Kampagne und Chefredakteur von Radio România Târgu Mureș, betont, wie wichtig es ist, das lokale Ökosystem zu schützen – gerade weil dort immer mehr Freizeitmöglichkeiten entstehen.
„Eigentlich weiß fast jeder Bürger, dass das Trinkwasser der Stadt aus dem Fluss Mureș stammt. Allein deshalb sollten wir diesem Gebiet und unserer gesamten Umwelt viel mehr Aufmerksamkeit schenken. Wir können natürlich nicht jeden Wald und jeden Fluss in unserem Sendegebiet komplett reinigen. Unser Hauptziel ist es, auf das Problem der Umweltverschmutzung aufmerksam zu machen. Die Natur leidet, die Flüsse sind verdreckt und die Ufer sehen unschön aus. Dabei könnten diese Gebiete wunderbare Orte für unsere Freizeit sein. Ein gutes Beispiel ist der neue Radweg, der gerade zwischen Târgu Mureș und Sângeorgiu de Mureș gebaut wird. Etwa zehn Kilometer davon können schon genutzt werden. Die Strecke ist traumhaft schön und schlängelt sich direkt am Fluss entlang. Doch leider wird die Idylle durch den Müll völlig zerstört. Die Gegend ist voll mit weggeworfenen Plastiktüten, Bauschutt und kaputten Möbeln – Dinge, die dort einfach absolut nichts zu suchen haben.“
Einen kleinen Lichtblick gibt es dennoch: Vergleicht man die Aktion mit den ersten Ausgaben, bei denen noch über 20 Tonnen Müll gesammelt wurden, zeigt die aktuelle Menge von sechs Tonnen, dass sich in den Köpfen der Menschen langsam etwas bewegt. Die Zahlen sinken, doch von einer wirklich sauberen Natur ist man noch weit entfernt, erklärt Szasz Attila.
„Über die Jahre hinweg haben wir wirklich eine Verbesserung gesehen. Wenn wir uns die Zahlen anschauen, wird die gesammelte Müllmenge von Jahr zu Jahr kleiner. Aber seien wir ehrlich: Auch zwei oder drei Tonnen Müll sind immer noch eine enorme Menge. Es gibt Orte auf der Welt, da findet man nicht mal einen unachtsam weggeworfenen Zigarettenstummel auf dem Boden. Und genau das sollte eigentlich unser ultimatives Ziel sein.“
Bis dieses Ideal absoluter Sauberkeit erreicht ist, braucht es noch viel Aufklärung, Zeit und vor allem Hartnäckigkeit. Bis dahin bleiben solche Bürgerinitiativen ein unverzichtbares Werkzeug für eine gesunde Umwelt. Und sie machen ganz deutlich: Der Schutz unserer Natur liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen.