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Europäische Woche der Abfallvermeidung: Wiederverwertung und Recycling

Die Menschheit produziert Unmengen an Abfall, die vermieden werden könnten. Aus diesem Grund rief die Kommission die Europäische Woche zur Abfallvermeidung“ ins Leben.

Europäische Woche der Abfallvermeidung: Wiederverwertung und Recycling
Europäische Woche der Abfallvermeidung: Wiederverwertung und Recycling

, 28.11.2016, 18:08

In Rumänien werden jedes Jahr mehr als zwei Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Die Europäische Kommission geht von insgesamt 100 Millionen Tonnen Lebensmitteln aus, die EU-weit verschwendet werden. Ein Nebeneffekt ist das hohe Ausma‎ß an weggeworfenen Abfällen. Aus diesem Grund rief die Kommission die Europäische Woche zur Abfallvermeidung“ ins Leben, die im Zeitraum 21.-27. November stattfand. Hierzu haben Behörden, Unternehmen und die Zivilgesellschaft Aktionen zur Förderung eines reduzierten Konsums, der Wiederverwertung und des Recyclings gestartet. Die Aktionen fanden europaweit statt, natürlich ging ein Teil davon in Rumänien über die Bühne. In Klausenburg etwa, wo der Verband Sozialkreis“ eine ganze Reihe von Veranstaltungen organisierte. Dem Publikum seien dabei Alternativen zum modernen Konsumverhalten angeboten worden, sagt Diana Călin vom Sozialkreis“.



Wir wollten die Alarmglocken läuten, angesichts der infolge der Verschwendung entstandenen Herausforderungen. Wir haben uns vorgenommen, die Abfälle, den Müll, als wertvolle Ressourcen darzustellen, die ganz einfach am falschen Ort sind, wenn wir sie als Müll bezeichnen. Gleichzeitig haben wir einen nachhaltigen Konsum gefördert, einen Verbrauch, der die Verschwendung reduziert. Und wenn das nicht durch die Art und Weise des Konsums gelingt, muss wenigstens ein Recycling stattfinden. Dann haben wir auf die Einladung der Europäischen Kommission geantwortet und Klausenburg auf die Karte der »Europäischen Woche zur Abfallvermeidung« gesetzt. Wie gro‎ß ist die Verschwendung überhaupt? Leider sehr gro‎ß. Die kapitalistische Gesellschaft, in der wir leben, verleitet uns zur Verschwendung, es werden Bedürfnisse erzeugt, die wir eigentlich nicht haben. Es ist äu‎ßerst wichtig, dass wir als Verbraucher uns dessen bewusst werden, dass wir unser Konsumverhalten an reelle Bedürfnisse anpassen und nicht an eine Laune, die von der Wirtschaft erzeugt wird. Leider ist das aktuelle wirtschaftliche Modell linear. Es wird produziert, konsumiert und weggeworfen. Wir wollen die Linie in einen Kreis verwandeln, deshalb fördern und unterstützen wir die Modelle der Kreislaufwirtschaft.“




Der Klausenburger Verband Sozialkreis“ hat für jeden Tag der Europäischen Woche zur Abfallvermeidung jeweils eine Veranstaltung vorbereitet. Die Schwerpunkte waren zum Beispiel Der Kompost und der Kreislauf pflanzlicher Stoffe“, eine Werkstatt zur Fertigung von Einkaufstaschen aus wiederverwerteten T-Shirts“, Die Abfälle aus der Baubranche-Müll oder wertvolle Ressourcen“, Systeme zur Vermeidung der Lebensmittelverschwendung“. Bei letzterem Thema ging es etwa um die Gründung von Lebensmittelbanken, die Lagerbestände mit fast abgelaufenen Produkten verwalten würden. Die Lebensmittel, deren Gültigkeitsdauer sich dem Ende nähert, würden hilfsbedürftigen Menschen verteilt werden.



Rumänien hat indes als drittes EU-Land nach Frankreich und Italien ein Gesetz gegen die Lebensmittelverschwendung verabschiedet. Dabei werden den Lebensmitteleinzelhandel Auflagen zur Lagerung von Lebensmitteln in Zusammenhang mit der Mindesthaltbarkeitsdauer auferlegt. Nach der Veröffentlichung des Gesetzes im Amtsblatt wird das Ministerium für Landwirtschaft sechs Monate für die Erarbeitung der Anwendungsnormen zur Verfügung haben.

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