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Das städtische Umweltfestival

Bukarest war vor Kurzem Gastgeber von „New Urban Habits“ – einem großen Festival, bei dem sich alles um nachhaltige Stadtentwicklung drehte. Ins Leben gerufen wurde das Ganze von „Urbanize Hub“, dem wichtigsten Zentrum für urbane Innovation hier in Mittel- und Osteuropa.

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und , 13.07.2026, 17:30

Bukarest war vor Kurzem Gastgeber von „New Urban Habits“ – einem großen Festival, bei dem sich alles um nachhaltige Stadtentwicklung drehte. Ins Leben gerufen wurde das Ganze von „Urbanize Hub“, dem wichtigsten Zentrum für urbane Innovation hier in Mittel- und Osteuropa.

Experten aus Stadtplanung, Architektur und Nachhaltigkeit kamen zusammen, um darüber zu sprechen, wie wir widerstandsfähigere Nachbarschaften schaffen können. Das große Ziel: Ein echter, konstruktiver Dialog zwischen Stadtverwaltung, Wirtschaft und natürlich uns, den Bürgern.

Klar, Investitionen in die lokale Infrastruktur sind das Fundament jeder Modernisierung. Aber echte städtische Erneuerung klappt eben nur, wenn die Menschen vor Ort auch mitziehen. Grațian Mihăilescu, der Gründer von Urbanize Hub, hat uns erklärt, warum der Weg zur „grünen Stadt“ vor allem eins braucht – bürgerschaftliches Bewusstsein:

„Die Idee zu diesem Festival entstand aus einer echten Notwendigkeit heraus. Es reicht einfach nicht, wenn Bürgermeister versuchen, neue Lösungen umzusetzen, neue Busse kaufen oder die Stadt mit Fördermitteln umbauen – all das verpufft, wenn die Aufklärung der Bürger fehlt. Der Titel ‚New Urban Habits‘ – also ‚Neue städtische Gewohnheiten‘ – ist ganz bewusst englisch, wegen unserer internationalen Gäste. Aber er trifft genau das Thema: Es geht darum, wie wir Bürger mit unserer Stadt umgehen müssen, damit sie durch unser tägliches Handeln überhaupt nachhaltiger werden kann.“

Das Festival, das übrigens auch europaweit Beachtung findet, wirft einen weiten Blick auf unsere aktuellen Herausforderungen. Die Macher haben das Programm ganz bewusst für alle geöffnet. Keine trockene Theorie, sondern ein zugängliches Format – um ein echtes Umdenken in ganz Rumänien anzustoßen:

„Wir versuchen, die Zukunft der Stadt aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Es geht nicht nur um Architektur und Stadtplanung, sondern zum Beispiel auch um alternative Mobilität. Das Festival stand auf der Agenda der ‚European Green Week‘ und wurde so von der EU-Kommission unterstützt. Trotzdem ist es kein elitäres Treffen, das nur für Experten, Planer oder NGO-Aktivisten gedacht ist. Es ist interdisziplinär und für alle da, ganz egal, welchen Abschluss oder Beruf man hat. Jeder, der verstehen will, wie sich unsere Städte entwickeln sollten, ist willkommen. Und dieser Ansatz beschränkt sich nicht nur auf Bukarest. Es ist unheimlich wichtig, dass wir alle gemeinsam begreifen, wie sich rumänische Städte generell wandeln müssen.“

Und was gab es da konkret zu erleben? Zum Beispiel Workshops gegen Lebensmittelverschwendung, wo man lernen konnte, wie man aus Resten, die sonst schnell im Müll landen, noch richtig üppige Mahlzeiten zaubert. Es gab eine virtuelle Fahrradtour durch Kopenhagen und eine Masterclass mit dem ehemaligen Chefarchitekten von Barcelona. Da ging es darum, wie wir unsere Straßen und Fußgängerzonen völlig neu denken können. Neben all diesen Ideen kamen auch soziale Aktionen nicht zu kurz – etwa ein Häkel-Workshop zusammen mit den Senioren der Organisation „Niciodată Singur“ (Niemals allein). Und wer gerne in die Zukunft blickt, konnte sich in visionären Ausstellungen inspirieren lassen, die zeigten, wie das Ufer der Dâmbovița wieder richtig aufblühen könnte.

Papagalul Micul Alexandru (Foto: Alex Preusser / unsplash.com

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