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Explosion: Ermittlungen und solidarische Unterstützung

Zwei folgenschwere Explosionen bei einer Flüssiggastankstelle erschütterten am Sonnabend Crevedia, eine Gemeinde in der Nähe von Bukarest.

Explosion: Ermittlungen und solidarische Unterstützung
Explosion: Ermittlungen und solidarische Unterstützung

, 28.08.2023, 13:24


Zwei nacheinander folgende Explosionen an einer Flüssiggastankstelle in Crevedia forderten am Samstag nach aktuellen Erkenntnissen 2 Menschenleben. Weitere 56 Personen erlitten teilweise schwere Verletzungen.




Seit Beginn dieser Woche werden alle Tankstellen für Kraftstoffe und Flüssiggas in Rumänien inspiziert. Laut Premierminister Marcel Ciolacu werden diejenigen, bei denen Risiken für die öffentliche Sicherheit festgestellt werden, geschlossen. Das, was in Crevedia passiert ist, sollte nicht noch einmal passieren!“ Die Flüssiggastankstelle in der Gemeinde, hätte bereits vor drei Jahren stillgelegt werden müssen, als sie ihre Brandschutzgenehmigung verloren hatte. Die Staatsanwaltschaft, die den Vorwurf einer fahrlässigen Zerstörung sowie einer anschlie‎ßender Katastrophe untersucht, führt die Ermittlungen unter Schwierigkeiten durch, da möglicherweise noch Gas aus den Tanks auf dem Gelände des Unternehmens austritt. Generalstaatsanwalt Alexandru Florența teilte mit, dass Durchsuchungen im Rathaus von Crevedia, an einem der Arbeitsplätze in Bukarest und in den Wohnungen der beiden Verwalter des Unternehmens in Gang gesetzt wurden. Die beiden Hauptuntersuchungslinien, sind zum einen die Feststellung der Tätigkeiten, die das Unternehmen über die Crevedia-Arbeitsstelle durchgeführt hat, nachdem die Schlie‎ßung dieser Arbeitsstelle erklärt wurde, da wir starke Hinweise auf nicht konforme Arbeiten haben. Wir schauen uns an, wie die Crevedia-Arbeitsstelle der Firma genehmigt wurde. Und wir schauen, was die Behörden nach dem Ende der Genehmigung und dem offiziellen Ende der Arbeitsstelle gemacht haben.“ Der Fall Crevedia wird auch von der Antikorruptionsbehörde wegen möglicher Verstö‎ße gegen die Amtsgewalt untersucht. Die Militärstaatsanwälte untersuchen die Art und Weise, wie der Einsatz aufgrund der gro‎ßen Anzahl an verletzten Rettern durchgeführt wurde.




Im Unglücksgebiet wurden drei der insgesamt sieben Häuser, die von den Kettenexplosionen und dem anschlie‎ßenden verheerendem Brand getroffen worden waren, beinahe komplett zerstört. Die zuständigen Behörden haben ihre Unterstützung für den Wiederaufbau zugesagt, sodass die Schadenshöhe in den kommenden Tagen beurteilt werden kann. Das Arbeitsministerium schlägt vor, den Betroffenen des Ereignisses vom Samstagabend Soforthilfe zu gewähren. Die wichtigste Aufgabe ist aber, die Verletzten oder traumatisierten Menschen zu behandeln. Am Sonntag öffneten die Zentren in der Hauptstadt und in 24 Landkreisen für diejenigen, die Blut für die Verletzten spenden wollten — meist Feuerwehrleute, aber auch Gendarmen und Polizisten, die von einer zweiten Explosion überrascht wurden. Sie sind in mehreren Krankenhäusern, vorrangig in Bukarest, untergebracht oder wurden zur medizinischen Versorgung nach Österreich, Deutschland, Belgien, Norwegen und Italien gebracht. Auch Frankreich, Israel und Bulgarien sind bereit, medizinische Hilfe für Rumänien zu leisten.

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