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Dürre: Rumänien beantragt bei EU-Kommission Entschädigungen für Landwirte

Die anhaltende Dürre in Rumänien hat zur Beeinträchtigung der landwirtschaftlichen Ernten geführt. Außerdem wurde das Trinkwasser in Hunderten von Ortschaften rationiert.

foto: garten-gg / pixabay.com
foto: garten-gg / pixabay.com

und , 13.08.2024, 15:02

Die vergangenen zwei Jahre mit Rekordtemperaturen und unzureichenden Niederschlägen wurden in Rumänien von einer chronischen Dürre überlagert, was die verheerenden Auswirkungen auf das tägliche Leben der Menschen und die Wirtschaft noch verstärkt hat. In mehr als 400 Orten des Landes ist die Wasserversorgung noch immer eingeschränkt. Am stärksten betroffen sind die östlichen Landkreise Botoșani, Iași, Vrancea, Neamț und Bacău. Aber auch in den südlichen Landkreisen Giurgiu und Gorj gibt es große Probleme.

Die Vertreter der Wasserwerke appellieren weiterhin an die Bevölkerung, das Wasser rationell zu nutzen, da der Füllungsgrad in den 40 Reservoirs 78 % beträgt. In etwa 120 Ortschaften des oben genannten Kreises Botoșani erhalten die Menschen auch nachts kein Wasser, weil der Verbrauch höher als üblich ist und in den Speichern kein optimaler Stand aufgebaut werden kann. Den Nutzern wird empfohlen, für die Zeit des Ausfalls einen Mindestvorrat an Wasser anzulegen. In anderen Städten des Landkreises, die nicht über zentrale Wasserversorgungssysteme verfügen, sind die Brunnen versiegt, und die Menschen berichten, dass sie Wasser aus drei bis vier Kilometern Entfernung holen müssen. Experten empfehlen, Trinkwasser nur für diesen Zweck zu verwenden und nach Möglichkeit Alternativen für andere Tätigkeiten im Haushalt zu nutzen.

Andererseits hat die anhaltende Dürre zu ernsten Problemen für die landwirtschaftlichen Kulturen geführt. Im Juli dieses Jahres hatte Landwirtschaftsminister Florin Barbu den EU-Kommissar Janusz Wojciechowski darüber informiert, dass weite Teile Rumäniens von der Dürre betroffen sind. Er forderte die Europäische Kommission kürzlich auf, Landwirte, die erhebliche Schäden erlitten haben, dringend zu entschädigen. Weite Teile Rumäniens sind von der Dürre betroffen, und die Einkommensverluste der Landwirte gefährden die wirtschaftliche Lebensfähigkeit der Betriebe und die Sicherheitsinteressen des Landes. „Die erheblichen Schäden, die durch die ungünstigen klimatischen Bedingungen verursacht wurden, erfordern eine dringende Entschädigung auf der Grundlage einer Sondermaßnahme, um zur Lösung der spezifischen Probleme beizutragen, die sich aus diesen Ereignissen ergeben“, heißt es im Schreiben des Ministers für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, Florin Barbu, an die EU-Kommission.

Nach Angaben des Ministeriums müssten den Landwirten die geschätzten Gesamtkosten von bis zu 75,2 Millionen Euro für die im Herbst 2023 gepflanzten Kulturen dringend erstattet werden. Was das laufende Jahr betrifft, so haben der akute Mangel an Niederschlägen und die in den meisten Teilen des Landes überdurchschnittlich hohen Temperaturen insbesondere in den Tieflandgebieten die im Frühjahr angebauten Kulturen, insbesondere Mais und Sonnenblumen, auf landesweit etwa 2 Mio. Hektar so stark beeinträchtigt, dass sie gefährdet sind. Die Verluste werden nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums auf über 200 € pro Hektar geschätzt.

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