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Nachrichten 04.01.2026

Die wichtigsten Meldungen des Tages

Nachrichten 04.01.2026
Nachrichten 04.01.2026

, 04.01.2026, 17:00

Das Außenministerium in Bukarest teilt mit, dass es die Lage in Venezuela in enger Zusammenarbeit mit den Partnern Rumäniens in der Europäischen Union aufmerksam verfolgt. In dem südamerikanischen Land lebt eine Gemeinschaft mit rumänischen Wurzeln. Die Sicherheit der Staatsbürger hat dabei oberste Priorität. Aus diesem Grund stehen die rumänischen diplomatischen und konsularischen Vertretungen in Lateinamerika sowie die Konsularabteilung des Ministeriums bereit, im Bedarfsfall Unterstützung zu leisten – mit Unterstützung der Ständigen Vertretung der Europäischen Union. Das Außenministerium erinnert daran, dass die Europäische Union mit Zustimmung Rumäniens mehrere Sanktionspakete gegen das undemokratische Regime in Caracas verhängt hat, auch infolge der stark manipulierten Präsidentschaftswahlen im Juli vergangenen Jahres. Die Europäische Union und Rumänien erkennen Nicolás Maduro nicht als legitimen Präsidenten Venezuelas an. Seine strafrechtliche Verfolgung könne das Ausmaß des Drogenhandels eindämmen und den Venezolanerinnen und Venezolanern die Chance auf eine gute und prosperierende Zukunft zurückgeben, erklärte die rumänische Außenministerin Oana Țoiu. Die Stellungnahmen erfolgen, nachdem die Vereinigten Staaten am Samstag groß angelegte Angriffe auf Venezuela durchgeführt haben. Der autoritäre linke Machthaber Nicolás Maduro sowie seine Ehefrau Cilia Flores, die der Beteiligung am Drogenhandel beschuldigt werden, wurden festgenommen und per Flugzeug außer Landes gebracht, um sich vor der US-Justiz zu verantworten.

 

Mehrere Flüge haben am Samstagabend am Internationalen Flughafen Henri Coandă in Bukarest erhebliche Verspätungen verzeichnet oder wurden annulliert. Hauptursache der Störungen waren ungünstige Wetterbedingungen in mehreren westeuropäischen Ländern, darunter Frankreich, die Niederlande, Italien und Deutschland. Mindestens ein Flug, eine Verbindung nach Amsterdam, wurde gestrichen. Ein weiterer Flug nach Tel Aviv startete nicht wie ursprünglich geplant und wurde auf den heutigen Tag verschoben. Besonders auffällig war auch der Flug nach Hurghada, der aufgrund eines technischen Problems am Flugzeug mit einer Verspätung von rund zehn Stunden zu kämpfen hatte. Passagiere werden gebeten, den Status ihrer Flüge direkt bei den Fluggesellschaften zu überprüfen und die aktuellen Informationen auf den Anzeigetafeln des Flughafens zu verfolgen.

 

Der Präsident Rumäniens, Nicușor Dan, wird am Dienstag in Paris an dem Treffen der Staats- und Regierungschefs der sogenannten „Koalition der Willigen“ teilnehmen, das der Lage im benachbarten, von russischen Truppen angegriffenen Ukraine gewidmet ist. Das teilt die Präsidialverwaltung in Bukarest mit. Die europäischen Verbündeten der Ukraine waren bereits am Samstag in Kiew zusammengekommen, um Details der jüngsten Version eines Plans zur Beendigung des Konflikts mit Russland zu erörtern. Sicherheitsberater aus 15 Ländern, darunter Frankreich, Deutschland und Kanada, sowie Vertreter der Europäischen Union und der NATO nahmen an diesem ersten Treffen des Jahres in der ukrainischen Hauptstadt teil. Seit November haben sich die diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des blutigsten Konflikts in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg deutlich intensiviert. Die Gespräche stehen unter der Koordination von US-Präsident Donald Trump, dessen Administration getrennte Verhandlungen mit Russland und der Ukraine geführt hat. In seiner Neujahrsansprache für 2026 erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, ein Abkommen sei „zu 90 Prozent fertig“. Zugleich warnte er, dass die verbleibenden zehn Prozent über „das Schicksal des Friedens“ entscheiden würden, da die Zukunft der von Russland besetzten Gebiete weiterhin eine Schlüsselfrage bleibe.

 

Rund vier von zehn Rumäninnen und Rumänen glauben, dass das Jahr 2026 für sie persönlich besser sein wird. Auf gesellschaftlicher Ebene überwiegt jedoch der Pessimismus: Fast die Hälfte ist der Meinung, dass das neue Jahr für Rumänien schlechter ausfallen wird als 2025. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts IRES, die zwischen dem 4. und 17. Dezember 2025 durchgeführt wurde. Als größte Sorgen nennen die Befragten die Inflation, die politische Lage sowie die eigene Gesundheit. Gleichzeitig erwarten sie von den Behörden vor allem Maßnahmen zur Senkung der Preise, zur Erhöhung der Löhne und zur Bekämpfung der Korruption. Das Vertrauen in die Fähigkeit der Regierung, die großen wirtschaftlichen Ungleichgewichte zu bewältigen, bleibt äußerst gering. Drei Viertel der Befragten geben an, wenig oder gar kein Vertrauen darin zu haben, dass das Haushaltsdefizit in den kommenden zwei Jahren reduziert werden kann. Auf geopolitischer Ebene wird der Krieg in der Ukraine eher als langfristiges Risiko denn als eine Krise kurz vor der Lösung wahrgenommen. Die Mehrheit der Rumänen geht davon aus, dass der Konflikt auch 2026 andauern wird, und jeder Fünfte fürchtet eine Ausweitung des Krieges auf Europa.

 

Das Außenministerium in Bukarest teilt im Zusammenhang mit dem Brand, der in der Neujahrsnacht im schweizerischen Ferienort Crans-Montana ausgebrochen ist, mit, dass der zunächst als vermisst geltende rumänische Staatsbürger nach Angaben der zuständigen Schweizer Behörden verstorben ist. Die rumänische Botschaft in Bern steht in Kontakt mit der Familie des Verstorbenen und leistet konsularische Unterstützung. Gleichzeitig hält das Konsularteam der Botschaft engen Kontakt zu den zuständigen Schweizer Behörden. Das Außenministerium spricht der trauernden Familie sein Beileid aus. Das Ministerium erinnert rumänische Staatsbürger daran, dass sie konsularische Hilfe über die Telefonnummern der rumänischen Botschaft in Bern in Anspruch nehmen können: das Callcenter ist unter +41 31 351 05 46 und +41 31 351 05 47 erreichbar. Die Anrufe werden an das Kontakt- und Unterstützungszentrum für rumänische Staatsbürger im Ausland weitergeleitet und rund um die Uhr entgegengenommen. Für Notfälle mit dringendem Charakter steht zudem die Notrufnummer der diplomatischen Vertretung zur Verfügung: +41 76 387 50 05.

 

In Rumänien bleibt das Wetter im Zeitraum vom 4. bis 5. Januar überwiegend trüb. In den meisten Landesteilen werden Niederschläge gemeldet – im Süden vor allem in Form von Regen, in den übrigen Regionen überwiegend als Schnee. Örtlich kann es zudem zu Glatteisbildung kommen. Die Tageshöchsttemperaturen liegen landesweit zwischen minus 2 und plus 15 Grad Celsius. In Bukarest gehen die Temperaturen im Vergleich zum Samstag zurück. Der Himmel ist meist stark bewölkt, am Morgen sowie erneut am Abend und in der Nacht fällt Regen. Der Wind weht schwach bis mäßig. Die Höchsttemperatur erreicht sechs bis sieben Grad, die Tiefstwerte liegen um den Gefrierpunkt.

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