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Mitarbeiter des Gesundheitssystems äußern ihre Unzufriedenheit

Beschäftigte des Gesundheitswesens diskutieren mit Regierungsvertretern ihre Forderungen nach finanziellen Anreizen, Schutzausrüstung und zusätzlichem Personal.

Mitarbeiter des Gesundheitssystems äußern ihre Unzufriedenheit
Mitarbeiter des Gesundheitssystems äußern ihre Unzufriedenheit

, 11.11.2020, 11:18

An vorderster Front im Kampf gegen das neue Coronavirus haben Beschäftigte des Gesundheitswesens in Rumänien wiederholt ihre Unzufriedenheit mit Gehältern und Arbeitsbedingungen zum Ausdruck gebracht. Die Gewerkschafter der SANITAS-Föderation gingen am Dienstag auf die Stra‎ße und protestierten vor dem Regierungssitz gegen die mangelnde Reaktion der Behörden auf die bei der Exekutive eingereichten Forderungen auf finanzielle, personelle und logistische Unterstützung.



Vor einer Woche veranstalteten Dutzende von Gewerkschaftern aus dem Gesundheits- und Sozialwesen eine Protestkundgebung, die als Erschöpfungs-Kundgebung“ bezeichnet wurde, da sie mit den, wie sie es nannten, inkohärenten Krisenstrategien“ der Behörden bei der Bekämpfung der Pandemie unzufrieden waren. Am Dienstag hatten die Führer des SANITAS-Verbandes ein Treffen mit Regierungsvertretern, denen sie ihre Forderungen vortrugen.



Iulian Pope, Erster Vizepräsident des Sanitas-Verbandes: Die Hauptforderung steht nach wie vor in Zusammenhang mit der mangelnden Sorge der Regierung um die Situation des medizinischen Personals, und ich spreche hier von der körperlichen und psychischen Erschöpfung des medizinischen Personals, das seit März an vorderster Front steht, ich spreche vom Einfrieren von Arbeitsplätzen, ich spreche vom Mangel an adäquatem und ausreichendem Schutzmaterial während dieser Zeit und von einer Vorhersehbarkeit, die die Regierung dem medizinischen Personal im Moment nicht bietet. Natürlich gibt es auch Gehaltsforderungen“



Nach Gesprächen mit den Führern der SANITAS-Föderation versicherten die Regierungsvertreter, dass sie Rechtsnormen ausarbeiten würden, wonach eine 30%ige Erhöhung und der Epidemiebonus, der zwischen 50 und 85% liegt, dem gesamten Personal im Gesundheits- und Sozialwesen gewährt wird, das mit Patienten arbeitet, bei denen eine Covid-19-Infektion bestätigt wurde.



Im Gegenzug sagten die Führer der Ambulanzgewerkschaften den Warnstreik ab, der am Mittwoch hätte beginnen sollen, nachdem sie am Dienstag mit Premierminister Ludovic Orban und mit den Ministern für Gesundheit und öffentliche Finanzen über ihre Forderungen gesprochen hatten.



Gheorghe Chiş, Präsident des nationalen Gewerkschaftsbundes Ambulanta“: Seit dem 15. August hat das Ambulanzpersonal keinen einzigen Leu als Anreiz oder Bonus für die Arbeit unter pandemischen Bedingungen erhalten. Andere Gesundheitseinheiten haben jedoch davon profitiert, und wir haben diese Frage diskutiert. Wir hoffen, dass die Gesetzgebung ab dem 1. November umgesetzt wird und dass für das operative Personal der Ambulanzdienste eine Erhöhung um 25% gewährt wird. Ein weiteres heikles Thema, das angesprochen wurde, war die Frage eines Krankenpflegergehalts. Ambulanzschwestern und -pfleger werden nicht entsprechend der von ihnen ausgeübten Tätigkeit bezahlt“.



Die Gewerkschafter erreichten, dass den Ambulanzdiensten eine Lohnerhöhung von 25% und ein Personalzuschuss von 1.000 zusätzlichen medizinischen Mitarbeitern für die Zeit der Pandemie zugesagt wurden. Die neuen Stellen werden infolge eines Wettbewerbs für unbegrenzte Zeit besetzt und auf alle Landkreise gleichmä‎ßig verteilt.

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