RRI Live!

Hören Sie Radio Rumänien International Live

Lage am europäischen Energiemarkt weiter angespannt

Die Energiepreise, drohende weitere Preissteigerungen und die Frage, ob die europäischen Staaten ihren Strombedarf im Winter decken können, standen am Donnerstag im Mittelpunkt eines Treffens der EU-Energieminister in Luxemburg. Die Gespräche fanden vor dem Hintergrund einer schwierigen internationalen Lage statt, die von geopolitischen Spannungen und dem Druck auf die Brennstoffmärkte geprägt ist.

Gaze-Energie-magnascan-pixabay-com
Gaze-Energie-magnascan-pixabay-com

, 30.10.2026, 10:58

Die Europäische Kommission warnt, dass die Energieversorgung in der EU zwar derzeit nicht gefährdet sei, die Kosten für Haushalte und Unternehmen jedoch immer schwerer zu tragen seien. Ein Grund zur Sorge ist die Entwicklung auf dem Erdgasmarkt. Dort ist der Großhandelspreis auf mehr als 100 Euro pro Megawattstunde gestiegen. Das ist der höchste Stand seit Dezember 2022, als Europa mit den Folgen der gekürzten russischen Gaslieferungen zu kämpfen hatte.

EU-Energiekommissar Dan Jørgensen zufolge ist die Lage zumindest bei der Versorgung inzwischen besser, weil die Union ihren Gasverbrauch um fast 20 Prozent gesenkt hat und Europa heute über mehr Lieferquellen verfügt. Andererseits sei die aktuelle Krise schwerwiegender, weil sie auch Erdöl und Erdölerzeugnisse betreffe. „Es nützt nichts, wenn wir über ausreichende Mengen verfügen, aber das Benzin für Autos oder das Gas zum Heizen von Wohnungen teuer ist. Es spielt keine Rolle, ob wir genug haben, wenn die Preise hoch sind und sich viele Menschen das nicht leisten können“, erklärte der Kommissar.

Jørgensen zufolge hatten im vergangenen Winter 50 Millionen Europäer Schwierigkeiten, die Heizkosten zu bezahlen. Diese Zahl könnte nun steigen. Zu den Ursachen zählen auch die Folgen des Konflikts im Nahen Osten und die Unsicherheit über die internationale Versorgung.

Vor diesem Hintergrund haben die europäischen Energieminister Maßnahmen erörtert, die den Druck auf die Stromrechnungen verringern und zur Stabilisierung der Brennstoffmärkte beitragen sollen. Brüssel will zugleich die Preisgestaltung transparenter und effizienter machen, damit die Kosten für den Energietransport und die Verteilung besser kontrolliert werden können. Der Vorschlag sieht auch steuerliche Maßnahmen vor: Strom soll künftig geringer besteuert werden als Erdgas.

Die Minister, darunter auch der rumänische Vertreter Dumitru Chisăliță, unterstützten grundsätzlich das Ziel, die Gesamtkosten des Energiesystems zu senken. Zugleich forderten sie mehr Spielraum, damit jeder Mitgliedstaat die Methode zur Berechnung der Netzentgelte an die eigenen Bedingungen anpassen kann.

Während auf europäischer Ebene nach Lösungen gesucht wird, um die Preise zu senken und die Energieversorgung sicherer zu machen, muss Rumänien zusätzlich eine Lage bewältigen, die das nationale Energiesystem weiter unter Druck setzen könnte. Der Nationale Ausschuss für Notfallsituationen hat beschlossen, den Alarmzustand für den Betrieb des Kernkraftwerks Cernavodă wegen des weiterhin niedrigen Wasserstands der Donau um weitere 30 Tage zu verlängern.

Damit können die beiden Reaktorblöcke des Kraftwerks, die rund 20 Prozent des rumänischen Strombedarfs deckten und seit dem Sommer abgeschaltet sind, auch im November nicht wieder in Betrieb genommen werden. Das verschärft die Lage für Rumänien, insbesondere mit Blick auf die bevorstehende kalte Jahreszeit.

Trilaterala România-Bulgaria-Turcia / Sursa foto: fb.com Ștefan Radu Oprea
RRI Aktuell Donnerstag, 29 Oktober 2026

Rumänien, Bulgarien und die Türkei wollen die Sicherheit im Schwarzen Meer stärken

Rumänien, Bulgarien und die Türkei wollen die Sicherheit der Schifffahrt im Schwarzen Meer stärken. Die Verteidigungsminister der drei Länder haben si…

Rumänien, Bulgarien und die Türkei wollen die Sicherheit im Schwarzen Meer stärken
(Photographer: Alain ROLLAND
Copyright: © European Union 2026 - Source : EP)
RRI Aktuell Donnerstag, 29 Oktober 2026

Flugkraftstoff und Pipelines für Europa

Ein schwieriger Winter steht bevor, und aufgrund der aktuellen globalen Krise werden die Preise auch 2027 hoch bleiben. Daher muss die Europäische Uni…

Flugkraftstoff und Pipelines für Europa
Luca Niculescu și Vasile Tofan / Foto: gov.ro
RRI Aktuell Mittwoch, 28 Oktober 2026

Neuer rumänischer Premierminister auf Staatsbesuch in Chișinău

Die heutige Republik Moldau, die auf einem Teil der 1940 – infolge eines Ultimatums der stalinistischen Sowjetunion – annektierten Gebiete im Osten Ru…

Neuer rumänischer Premierminister auf Staatsbesuch in Chișinău
DIICOT
RRI Aktuell Dienstag, 27 Oktober 2026

Russischer Sabotagefall in Rumänien

Die rumänische Anti-Mafia- und Anti-Terror-Staatsanwaltschaft (DIICOT) und der rumänische Geheimdienst gaben bekannt, dass sie die kriminellen Aktivit…

Russischer Sabotagefall in Rumänien
RRI Aktuell Montag, 26 Oktober 2026

Notimpfung für Schafe und Ziegen angelaufen

Die ersten Tiere wurden in den südöstlichen Kreisen Constanța und Tulcea geimpft – einen Tag früher als ursprünglich geplant. Grund dafür ist die Lief…

Notimpfung für Schafe und Ziegen angelaufen
RRI Aktuell Freitag, 23 Oktober 2026

Wachsende Sorge wegen Gewalt an Schulen

Frust und Wut entladen sich immer häufiger in Gewalttaten. In einer Gesellschaft, in der politische und soziale Spannungen zunehmen, ist Rumänien kein…

Wachsende Sorge wegen Gewalt an Schulen
RRI Aktuell Freitag, 23 Oktober 2026

Schwarzes Meer im Fokus des Obersten Verteidigungsrates und des Europaparlaments

Der neue rumänische Ministerpräsident Luca Niculescu und mehrere Minister seines gerade vereidigten Kabinetts haben am Donnerstag erstmals an einer Si…

Schwarzes Meer im Fokus des Obersten Verteidigungsrates und des Europaparlaments
RRI Aktuell Donnerstag, 22 Oktober 2026

Rumänien hat weiterhin das höchste Haushaltsdefizit in der EU

Rumänien hat auch im vergangenen Jahr das höchste Haushaltsdefizit in der Europäischen Union verzeichnet. Nach Angaben des Europäischen Statistikamtes…

Rumänien hat weiterhin das höchste Haushaltsdefizit in der EU

Partner

Muzeul Național al Țăranului Român Muzeul Național al Țăranului Român
Liga Studentilor Romani din Strainatate - LSRS Liga Studentilor Romani din Strainatate - LSRS
Modernism | The Leading Romanian Art Magazine Online Modernism | The Leading Romanian Art Magazine Online
Institului European din România Institului European din România
Institutul Francez din România – Bucureşti Institutul Francez din România – Bucureşti
Muzeul Național de Artă al României Muzeul Național de Artă al României
Le petit Journal Le petit Journal
Radio Prague International Radio Prague International
Muzeul Național de Istorie a României Muzeul Național de Istorie a României
ARCUB ARCUB
Radio Canada International Radio Canada International
Muzeul Național al Satului „Dimitrie Gusti” Muzeul Național al Satului „Dimitrie Gusti”
SWI swissinfo.ch SWI swissinfo.ch
UBB Radio ONLINE UBB Radio ONLINE
Strona główna - English Section - polskieradio.pl Strona główna - English Section - polskieradio.pl
creart - Centrul de Creație Artă și Tradiție al Municipiului Bucuresti creart - Centrul de Creație Artă și Tradiție al Municipiului Bucuresti
italradio italradio
Institutul Confucius Institutul Confucius
BUCPRESS - știri din Cernăuți BUCPRESS - știri din Cernăuți

Mitgliedschaften

Euranet Plus Euranet Plus
AIB | the trade association for international broadcasters AIB | the trade association for international broadcasters
Digital Radio Mondiale Digital Radio Mondiale
News and current affairs from Germany and around the world News and current affairs from Germany and around the world
Comunità radiotelevisiva italofona Comunità radiotelevisiva italofona

Provider

RADIOCOM RADIOCOM
Zeno Media - The Everything Audio Company Zeno Media - The Everything Audio Company