Nachrichten 07.01.2026
Die wichtigsten Meldungen des Tages
Newsroom und Florin Lungu, 07.01.2026, 13:29
Die Europäische Kommission erkennt die Legitimität der venezolanischen Interimspräsidentin Delcy Rodríguez nicht an. Laut der außenpolitischen Sprecherin der Kommission, Anita Hipper, beruht das Mandat der Regierung in Caracas auf einem Wahlprozess, der den Willen des Volkes nach demokratischem Wandel nicht berücksichtigt. Die Zukunft des Landes müsse aus einem Dialog resultieren, der zu einem demokratischen Übergang führe und alle politischen Akteure einbeziehe, die sich der Demokratie verpflichtet fühlten, einschließlich der Oppositionsführer. Die Position der Europäischen Kommission steht im Widerspruch zu der des Weißen Hauses, das erklärt, die derzeitige Interimspräsidentin Venezuelas kooperiere gut mit den Vereinigten Staaten. Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte hingegen fordert die internationale Gemeinschaft auf, anzuerkennen, dass die US-Intervention in Venezuela einen Verstoß gegen das Völkerrecht darstelle. Nach der überraschenden Operation der USA, bei der der venezolanische Präsident Nicolás Maduro gestürzt wurde, sieht er sich nun in den Vereinigten Staaten vier Anklagen gegenüber, darunter Drogenhandel und Terrorismus.
Die USA prüfen verschiedene Möglichkeiten, Grönland zu erwerben, und schließen den Einsatz militärischer Gewalt nicht aus, wie das Weiße Haus mitteilte. Grönland, strategisch günstig gelegen und mit bedeutenden Bodenschätzen ausgestattet, gehört zum Königreich Dänemark, einem NATO-Verbündeten der USA. Kurz nach der Operation gegen Venezuela erklärte US-Präsident Donald Trump, Washington brauche Grönland für die nationale Sicherheit und die Frage der Insel werde innerhalb von zwei Monaten geklärt sein. Grönland und Dänemark wiesen die amerikanischen Ansprüche entschieden zurück. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen warnte, ein Angriff auf Grönland würde das Ende der NATO bedeuten. Sechs europäische Mächte, darunter Frankreich, Deutschland und das Vereinigte Königreich, haben eine gemeinsame Erklärung zur Unterstützung Dänemarks unterzeichnet und betont, dass Souveränität, territoriale Integrität und die Unverletzlichkeit der Grenzen in der UN-Charta verankerte Prinzipien sind und Grönlands Zukunft nur von Grönland und Dänemark entschieden werden kann.
Der rumänische Bergsteiger Adrian Ahrițculesei hat den Mount Vinson (4.892 Meter), den höchsten Berg der Antarktis, im Rahmen der „Seven Summits“-Tour bestiegen, bei der er die sieben höchsten Gipfel der Welt bezwingen will. Der Mount Vinson ist der sechste Gipfel, den der Bergsteiger bezwungen hat; ihm fehlt nur noch der höchste Berg Nordamerikas, der Mount McKinley (6.194 Meter) in Alaska. Adrian Ahrițculesei (42 Jahre, Optiker) kann auf mehrere Erfolge im Bergsteigen zurückblicken, darunter die Besteigung des Mount Everest im Mai 2024 und die Begehung des „7-Vulkan-Rundwegs“ im Januar 2023, der die höchsten Vulkane der Erde verbindet.
Am 15. Januar, dem Nationalen Tag der Kultur, startet Radio Rumänien eine neue Version der kostenlosen Plattform eteatru.ro, der größten On-Demand-Sammlung von Hörspielen des Landes. Dank einer modernisierten digitalen Benutzeroberfläche haben Nutzer nun Zugriff auf Tausende von Produktionen aus dem Nationalen Hörspielarchiv – von Klassikern und legendären Stücken bis hin zu zeitgenössischen Produktionen. Das neue eteatru.ro bietet zudem eine kinderfreundliche Oberfläche mit den schönsten Geschichten und Hörspielen für junge Hörer. Nutzer können ein persönliches Konto erstellen, ihre Lieblingssendungen speichern und jederzeit weiterhören. Die erste Hörspielsendung von Radio Rumänien wurde am 18. Februar 1929 ausgestrahlt. Im Laufe der Jahrzehnte hat das Nationale Hörspielarchiv ein umfangreiches Tonarchiv aufgebaut, das bedeutende Werke des rumänischen und internationalen Theaters, renommierte Regisseure und einige der wichtigsten Stimmen des rumänischen Theaters vereint.
Orthodoxe und katholische Christen feiern am Mittwoch den Heiligen Johannes den Täufer, den letzten Propheten des Alten Testaments. Rund zwei Millionen Rumänen begehen ihren Namenstag; viele tragen die Namen Ion, Ioana oder Ableitungen davon. Auch Christen des Alten Ritus feiern an diesem Tag Weihnachten oder die Geburt des Herrn. In der Orthodoxie, insbesondere in der Mönchsgemeinschaft des Berges Athos, den russischen, serbischen und ukrainischen Kirchen sowie den orthodoxen Christen im Heiligen Land, wird weiterhin der Julianische Kalender verwendet, der dem Gregorianischen Kalender 13 Tage hinterher folgt.