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Nachrichten 09.01.2026

Die wichtigsten Meldungen des Tages

Nachrichten 09.01.2026
Nachrichten 09.01.2026

und , 09.01.2026, 17:42

Mercosur: Eine Mehrheit der EU-Staaten hat am Freitag in Brüssel dem Freihandelsabkommen mit dem Mercosur zugestimmt. Das geschah trotz massiver Proteste von Landwirten und trotz des Widerstands Frankreichs, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Mit dem grünen Licht aus Brüssel könnte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bereits am Montag nach Paraguay reisen, um das Abkommen mit den lateinamerikanischen Partnern zu unterzeichnen. Entscheidend für die erforderliche qualifizierte Mehrheit war die Unterstützung Italiens. Frankreich stimmte gegen das Abkommen und kündigte an, den Widerstand im Europäischen Parlament fortzusetzen. Dort beginnt in den kommenden Wochen das Ratifizierungsverfahren. Die Abstimmung gilt als offen, da nationale Interessen eine wichtige Rolle spielen dürften. Das seit 1999 verhandelte Abkommen schafft eine der größten Freihandelszonen der Welt. Beteiligt sind die EU sowie Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay – zusammen mehr als 700 Millionen Verbraucher. In mehreren EU-Ländern sorgt das Abkommen für Unmut bei Landwirten. Sie befürchten, dass der Abbau von Zöllen den Import billiger Agrarprodukte erleichtert.

 

Ukraine: Das russische Verteidigungsministerium meldet einen massiven Angriff auf die Ukraine in der Nacht zum 9. Januar. Er sei eine Reaktion auf einen mutmaßlichen ukrainischen Angriff auf die russische Präsidentenresidenz in der Region Nowgorod gewesen. Eingesetzt worden seien hochpräzise Langstreckenwaffen von Land und von See, darunter Oreschnik-Raketen, sowie Drohnen. Ziel seien unter anderem Produktionsstätten für Drohnen gewesen. In Kiew kamen nach Angaben der Behörden mindestens vier Menschen ums Leben. Dutzende weitere wurden verletzt. Die Polizei meldete Schäden an mehreren Wohngebäuden durch Drohnentreffer. Bürgermeister Witali Klitschko erklärte, unter den Todesopfern sei ein Arzt. Zudem seien vier Rettungskräfte verletzt worden. Wichtige Infrastrukturen seien beschädigt. In mehreren Stadtteilen fiel Strom und Wasser aus.

 

Iran: In Iran dauern die Proteste weiter an. Am Donnerstag gingen die Menschen den zwölften Tag in Folge auf die Straße, die größte Kundgebung fand in Teheran statt. Die Behörden sperrten landesweit den Zugang zum Internet und zu Mobiltelefondiensten. Die Proteste hatten am 28. Dezember im Großen Basar von Teheran begonnen und breiteten sich laut BBC auf mehr als 50 Städte aus. Auslöser waren die schwere Wirtschaftskrise und die starke Abwertung der Landeswährung Rial. Inzwischen richten sich viele Parolen offen gegen die Regierung. Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei drohte den Demonstranten. Er warf ihnen vor, ausländische Söldner im Dienst von US-Präsident Donald Trump zu sein. Trump solle sich um die Probleme in seinem eigenen Land kümmern, sagte Chamenei laut Reuters. Im Ausland ansässige iranische NGOs berichten von 34 bis 45 getöteten Demonstranten. Darunter befänden auch Kinder. Mehr als 2 000 Menschen seien nach Zusammenstößen mit Sicherheitskräften festgenommen worden, so Reuters.

 

Wirtschaft: Die rumänische Wirtschaft ist in den ersten neun Monaten des Jahres gewachsen. Das zeigen revidierte Zahlen des Nationalen Statistikamtes. Demnach legte die Wirtschaftsleistung von Januar bis Ende September um 0,9 Prozent zu. Das Bruttoinlandsprodukt erreichte 1.416 Milliarden Lei (283,2 Mrd. Euro). Das entspricht einem Anstieg von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zuwächse gab es unter anderem in der Landwirtschaft, der Forstwirtschaft und der Fischerei. Ihr Beitrag stieg um 0,6 Prozent. Auch der Groß- und Einzelhandel, Kfz-Reparaturen sowie das Hotel- und Gaststättengewerbe verzeichneten ähnliche Entwicklungen.

 

Unwetter: Der rumänische Katastrophneschutz meldet weiterhin zahlreiche Einsätze wegen des Winterwetters. In den vergangenen 24 Stunden waren Feuerwehrkräfte landesweit im Dauereinsatz. Sie unterstützten Behörden und Bevölkerung bei der Bewältigung wetterbedingter Notlagen. Starker Wind, Schneefall und Schneestürme betrafen 32 Ortschaften in 15 Landkreisen sowie die Hauptstadt Bukarest. Feuerwehr und andere Einheiten des Innenministeriums pumpten Wasser aus Häusern und Kellern. Zudem beseitigten sie 18 umgestürzte Bäume und zwei beschädigte Strommasten. Am Freitagmorgen waren noch fünf Ortschaften in zwei Kreisen ohne Strom. Rund tausend Haushalte waren weiterhin betroffen.

 

Eishockey: Die rumänische U-20-Nationalmannschaft hat bei der Eishockey-Weltmeisterschaft der Division II, Gruppe A, eine Niederlage hinnehmen müssen. Das Team verlor am Donnerstagabend in Bukarest gegen Großbritannien mit 1:2. In den weiteren Spielen besiegte Kroatien China, Südkorea setzte sich gegen Spanien durch. In der Tabelle führt Südkorea mit zwölf Punkten. Es folgen Großbritannien mit neun Punkten und Rumänien mit sechs. Dahinter liegen Kroatien, China und Spanien. Die letzten Spiele des Turniers finden am Samstag statt. Dann trifft Rumänien auf Südkorea.

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