Nachrichten 17.02.2026
Die wichtigsten Meldungen des Tages
Newsroom, 17.02.2026, 18:08
Russische, ukrainische und amerikanische Unterhändler sind am Dienstag in Genf in der Schweiz zu einer neuen Verhandlungsrunde zusammengekommen. Ziel ist es, den seit vier Jahren andauernden Krieg in der Ukraine zu beenden. Zuvor hatten bereits zwei Treffen in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattgefunden – jedoch ohne entscheidenden Durchbruch, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Die Gespräche basieren auf einem amerikanischen Plan, der vor einigen Monaten vorgestellt wurde. Im Mittelpunkt steht dabei die Möglichkeit territorialer Zugeständnisse Kiews im Austausch für westliche Sicherheitsgarantien. Wie AFP weiter meldet, stocken die Verhandlungen insbesondere bei der Frage nach der Zukunft des Donbass, dem wichtigsten Industriezentrum im Osten der Ukraine. Moskau fordert den Rückzug ukrainischer Truppen aus den von ihnen kontrollierten Gebieten in der Region Donezk – eine Forderung, die Kiew bislang strikt zurückweist.
Präsident Nicuşor Dan ist der Ansicht, dass es im Interesse Rumäniens liegt, am Friedensrat in Washington am 19. Februar als Beobachter teilzunehmen. In einem Interview bei Radio România erklärte das Staatsoberhaupt, die Organisation verfüge über eine Charta, die bereits von den Mitgliedstaaten unterzeichnet worden sei. Darin gebe es Bestimmungen, die im Widerspruch zu internationalen Verpflichtungen stünden, die Rumänien eingegangen ist. „Die Mitglieder dieser Organisation beabsichtigen, gemeinsam Sanktionen zu verhängen. Rumänien jedoch hat gegenüber der Europäischen Union Verpflichtungen in Bezug auf Sanktionen, die es gegen ein Land oder einen Wirtschaftsteilnehmer verhängen könnte“, betonte der Präsident. Nicuşor Dan stellte klar, dass bei dem Friedensrat am Donnerstag ausschließlich über Gaza gesprochen werde. „Wir sind an einem internationalen Kontext des Friedens in allen Regionen der Welt interessiert. Zugleich ist es für uns sehr wichtig, unsere privilegierte Partnerschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika aufrechtzuerhalten – sie ist eine zentrale Säule der Sicherheit Rumäniens. Deshalb beteiligen wir uns an dieser Initiative der Vereinigten Staaten, die derzeit darauf abzielt, eine für die Weltwirtschaft bedeutende Region im Nahen Osten zu stabilisieren“, erklärte Nicuşor Dan.
Rumänien steht vor der schwersten Impfkrise der vergangenen Jahrzehnte. Die Impfquote für die MMR-Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln ist drastisch gesunken – besonders bei der zweiten Dosis, die Kindern im Alter von fünf Jahren verabreicht wird. Darauf macht die Organisation Rettet die Kinder România aufmerksam. Auch bei der ersten Dosis liegt die Impfbereitschaft inzwischen unter 50 Prozent. Studien zufolge sind die Hauptursachen mangelnde Information und Falschbehauptungen, die über soziale Netzwerke verbreitet werden. Hinzu kommen übermäßige Bürokratie, fehlende materielle Ressourcen, die Abschaffung der Impfaktionen in Schulen sowie mangelnde Transportmöglichkeiten. Rumänien liegt innerhalb der Europäischen Union mit großem Abstand auf Platz eins bei der Zahl der Masernfälle. Die Krankheit hat landesweit im Zeitraum 2023 bis 2025 auch Dutzende Todesopfer gefordert. Laut Gesundheitsminister Alexandru Rogobete kann „Desinformation über die Masernimpfung nur durch eine umfassende, korrekte und kontinuierliche Aufklärung bekämpft werden, damit die Menschen deren Nutzen verstehen können“.