Nachrichten 24.10.2026
Die wichtigsten Meldungen des Tages
Newsroom, 24.10.2026, 17:01
Rumänien stellt in der Nacht von Samstag auf Sonntag auf Winterzeit um. Um 4 Uhr werden die Uhren auf 3 Uhr zurückgestellt. Damit hat der 25. Oktober in diesem Jahr 25 Stunden und ist der längste Tag des Jahres. Die Rumänische Eisenbahngesellschaft hat mitgeteilt, dass die Zeitumstellung keine Auswirkungen auf den Zugfahrplan haben wird. Da auch in den Nachbarländern Rumäniens die Uhren am selben Tag umgestellt werden, sollen internationale Züge die Grenzbahnhöfe weiterhin nach dem geltenden Fahrplan passieren. Die Zeitumstellung wurde im vergangenen Jahrhundert in Europa eingeführt, um Strom zu sparen. Das Europäische Parlament stimmte 2019 für die Abschaffung der Zeitumstellung. Eine endgültige Entscheidung steht allerdings bis heute aus. In Rumänien wurde die Sommerzeit erstmals im Jahr 1932 eingeführt.
Anlässlich des Tages der rumänischen Armee finden am Sonntag, dem 25. Oktober, in den wichtigsten Garnisonsstädten des Landes militärische und religiöse Gedenkfeiern statt. Die Zeremonien werden auch an den Standorten abgehalten, an denen rumänische Soldaten stationiert sind, sowie in den Einsatzgebieten. Darüber hinaus sind Gedenkveranstaltungen in den Staaten geplant, in denen Rumänien Verteidigungsattachés akkreditiert hat, sowie in den Hauptstädten der Länder, in denen das Land ständige Vertretungen unterhält. Ähnliche Gedenkfeiern finden auch auf Friedhöfen und an Denkmälern für rumänische Soldaten in Österreich, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Tschechien, der Republik Moldau und Ungarn statt. Am 25. Oktober 1944 befreite die rumänische Armee im Zweiten Weltkrieg den Norden Siebenbürgens vollständig. Das Gebiet hatte bis dahin unter ungarischer Besatzung gestanden. In den damaligen Feldzügen wurden rund 540.000 Soldaten an die Front entsandt. Mehr als 90.000 von ihnen verloren ihr Leben, knapp 60.000 galten als vermisst und über 330.000 wurden im Kampf verwundet. Nach der Befreiung des rumänischen Staatsgebiets setzte die rumänische Armee ihren Kampf an der Seite der alliierten Truppen in Ungarn, der Tschechoslowakei und Österreich fort. Mit weiteren Opfern und großen Entbehrungen trug sie zum entscheidenden Sieg vom 9. Mai 1945 bei, der das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa markierte, erinnern Historiker.
Die rumänische Regierung hat den Start einer Impfkampagne gegen die Pest und die Pocken bei kleinen Wiederkäuern angekündigt. Die Krankheiten hatten zu einem Exportstopp geführt. Die ersten 300.000 von insgesamt mehr als einer Million Impfdosen, die von der Europäischen Union gespendet wurden, sind bereits in Rumänien eingetroffen. Die Entscheidung wurde von Schaf- und Ziegenzüchtern begrüßt. Sie warten nun darauf, dass die Impfkampagne landesweit tatsächlich beginnt. Vertreter der Branche betonten, dass sehr große Mengen an Impfstoff benötigt würden. Zugleich forderten sie die Behörden auf, umfassend darüber zu informieren, ob und welche Auswirkungen die Impfung auf die Qualität der tierischen Erzeugnisse haben könnte. Die Europäische Kommission hat den Export lebender Tiere und daraus gewonnener Produkte bis zum 31. Dezember dieses Jahres ausgesetzt. Die Einschränkungen beeinträchtigen den Handel und verursachen finanzielle Verluste für Schaf- und Ziegenzüchtern. Bereits im vergangenen Monat hatten die Züchter bei einer Kundgebung in der Nähe des Regierungssitzes mit Nachdruck die Wiederaufnahme der Exporte gefordert.
Das rumänische Außenministerium in Bukarest informiert rumänische Staatsbürger, die sich in Frankreich aufhalten, das Land durchqueren oder eine Reise dorthin planen, dass für Samstag, den 24. Oktober, in mehreren französischen Städten zahlreiche Demonstrationen und Protestaktionen angekündigt sind. Darüber hinaus sind mögliche Blockaden und gezielte Aktionen an Straßenkreuzungen, Kreisverkehren, Tankstellen, Eisenbahnknotenpunkten und Öllagern geplant. In diesem Zusammenhang muss mit Beeinträchtigungen des öffentlichen Nahverkehrs sowie des Straßen-, Bahn- und Flugverkehrs gerechnet werden. Unterdessen bereitet sich auch Italien auf neue Protestaktionen vor. Wie die Korrespondentin von Radio România in Rom berichtet, liegt der Schwerpunkt dabei auf Mailand. Nach den gewaltsamen Ausschreitungen am vergangenen Wochenende haben die Behörden dort mehr als 5.000 Sicherheitskräfte mobilisiert.
In Bulgarien finden am Sonntag Präsidentschaftswahlen statt. Als Favoritin gilt die amtierende Präsidentin Iliana Iotowa, eine ehemalige linke Journalistin. Sie wird von der Regierungspartei Bulgarien Progressiv unterstützt, die als russlandfreundlich gilt und von Ministerpräsident Rumen Radev geführt wird. Im benachbarten Serbien stehen am selben Tag vorgezogene Parlamentswahlen an. Eine neue, als Antikorruptionsbündnis bezeichnete Koalition, die von protestierenden Studierenden unterstützt wird, tritt gegen die Serbische Fortschrittspartei, kurz SNS, an. Die Partei wird von dem Populisten Aleksandar Vučić geführt, der die politische Bühne in Belgrad seit 14 Jahren dominiert. Kommentatoren stellen fest, dass Serbien unter Vučić seinem Ziel, der Europäischen Union beizutreten, bislang nur wenig nähergekommen ist. Auch in Brasilien, dem größten Land Lateinamerikas, fällt am Sonntag die Entscheidung bei der Stichwahl um das Präsidentenamt. Rund 158 Millionen Menschen sind zur Stimmabgabe aufgerufen. Die Umfragen sagen ein enges Rennen zwischen dem amtierenden Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva, einem 81-jährigen Veteranen der südamerikanischen Linken, und dem 45-jährigen Senator Flávio Bolsonaro vom rechten politischen Spektrum voraus. Er ist der Sohn des ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro. Beide Kandidaten kommen laut Umfragen auf jeweils rund 50 Prozent der Stimmen.
Das Wetter in Rumänien wird sich in den meisten Landesteilen leicht erwärmen. Im Nordosten und Osten ist der Himmel überwiegend bewölkt. Örtlich kann es zu leichtem Regen kommen. In den übrigen Regionen zeigt sich der Himmel wechselnd bewölkt. Der Wind weht schwach bis mäßig, im Südwesten mit zeitweise stärkeren Böen von bis zu 40 bis 50 Stundenkilometern. Die Tageshöchsttemperaturen liegen zwischen 12 und 21 Grad Celsius.