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27 Jahre unabhängige Moldaurepublik

Am 27 August 1991 erschien ein neuer Staat auf der Karte Europas: die Moldau. Sie entstand auf einem Teil der früher Rumänien gehörenden Gebiete, die 1940 mit Zwang von der UdSSR einverleibt worden waren.

27 Jahre unabhängige Moldaurepublik
27 Jahre unabhängige Moldaurepublik

, 27.08.2018, 14:19


Rumänien, damals ebenfalls eine frischgebackene Demokratie, die gerade den Kommunismus abgestreift hatte, war das erste Land, das die Moldau anerkannte. 27 Jahre später macht sich Rumänien als Mitglied der NATO und der EU für seinen östlichen, sprachlich und kulturell ebenfalls rumänisch geprägten Nachbarn stark. Chişinău hat sich nämlich Europa auf die Fahne geschrieben, und Rumänien wird versuchen, die Integration während seiner Ratspräsidentschaft der EU im ersten Halbjahr 2019 zu unterstützen.




Die fast drei Jahrzehnte Unabhängigkeit brachten keinen Wohlstand und sozialen Frieden. 1992 spaltete sich das von Moskau unterstützte Transnistrien ab, ein Bürgerkrieg folgte, in dem mehrere Hundert Menschen ums Leben kamen. Die Situation ist heute noch unklar. Akute Wirtschaftskrisen brachten der Moldau den unschönen Ruf des ärmsten Landes Europas ein und führten zu massiver Auswanderung. Aufgrund von politischen Unruhen und Protesten kam es zu häufigen Machtwechseln, die Unsicherheit in der Verwaltung stifteten.




Der europäische Weg, auf den sich das Land nach 2009 eingeschrieben hatte, brachte jedoch eine Reihe von Erfolgen – ein Freihandelsabkomen mit der EU und die Befreiung von der Visumspflicht.




Doch die Hochzeit in den Beziehungen mit Brüssel sollte nicht lange währen. 2014 verschwand eine Milliarde Dollar spurlos aus dem maroden moldauischen Bankensystem; die Reformen gerieten ins Stocken und 2016 wurde ein Präsident gewählt, der sich offen zu Russland bekennt. Die westlichen Partner erklärten sich besorgt, als die Moldau ihr Walhsystem umkrempelte und schüttelten den Kopf, als Gerichte das Wahlergebnis für die vorgelegten Kommunalwahlen in der Haupstadt kippten und den neu gewählte oppositionelle Stadtherrn Andrei Năstase um seinen Sieg brachten.



Die Rückstände im Aufbau des Rechtsstaats, der Demokratie und einer gesunden Marktwirtschaft schwächen das osteuropäische Land und bestätigen die Ängste um seine Zukunft. Das wissen die Anhänger der prowestlichen Opposition nur zu gut. Tausende von ihnen beteilgten sich am Sonntag an einem Protest gegen die Regierung in Chişinău, der von einem neuen, nach der Annulierung der Wahlen in der Hauptstadt gegründeten Bündis organisiert wurde. Die Teilnehmer verurteilten die Korruption der Machthaber und verlangten den Rücktritt der Regierung, der sie die Schuld an der Verschlechterung der politischen und ökonomischen Lage sowie für die Isolierung der Moldau in Europa geben.


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