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COVID-19: neue Einschränkungen auf lokaler Ebene

In mehreren rumänischen Städten sind vor dem Hintergrund des jüngsten Anstiegs der Zahl der COVID-19-Infektionen neue Beschränkungen in Kraft getreten.

COVID-19: neue Einschränkungen auf lokaler Ebene
COVID-19: neue Einschränkungen auf lokaler Ebene

, 07.10.2020, 14:00

Nachdem in Rumänien eine neue Welle von fast 3.000 täglichen Infektionen und neue Rekorde bei der Zahl der Todesfälle an einem einzigen Tag sowie Fälle auf der Intensivstation verzeichnet wurden, kündigte das Nationale Komitee für Notfallsituationen neue Beschränkungen an, um die Ausbreitung des neuen Coronavirus zu verhindern. Dies sind jedoch lokale Beschränkungen, die je nach Ansteckungsrate angewendet werden. An Orten, an denen die Infektionsrate in den letzten 14 Tagen 3 pro tausend Einwohner überschritten hat, wird eine Quarantäne verhängt, und Restaurants und Cafés werden geschlossen.



Es wird auch erwogen, den Betrieb für Wirtschaftsteilnehmer, die sich nicht an die Vorschriften halten, zu schlie‎ßen oder aufzuheben, während öffentliche und private Einrichtungen Heimarbeit einführen müssen oder, falls dies nicht möglich ist, flexible Arbeitszeiten für das Personal in Gebieten mit einer Ansteckungsrate von mehr als 1,5 pro tausend Einwohner eingeführt werden sollten. Die Behörden haben angekündigt, dass die Kontrollen verstärkt werden, aber sie warten auch auf die Mitwirkung der Bevölkerung, der geraten wird, Masken zu tragen, sozialen Abstand zu halten, Hände und Oberflächen zu desinfizieren, was zu einer Verringerung der Ansteckungsgefahr mit Krankheiten führen soll.



In Bukarest, wo die Zahl der alle 24 Stunden festgestellten Infektionen die höchste des Landes ist, wurden weitere Ma‎ßnahmen ergriffen. Dazu gehören die Schlie‎ßung von Restaurants und Cafeterien, das Verbot, private Veranstaltungen in Eventhallen abzuhalten, die Pflicht zum Tragen einer Schutzmaske in der Nähe von Unterrichtseinrichtungen, über eine Entfernung von bis zu 100 m, sowie verschärfte Kontrollen von öffentlichen Verkehrsmitteln, Märkten, Messen und Hallenbädern. Auch alle Aufführungssäle, Kinos und Theater der Hauptstadt sind erneut geschlossen worden. Die Behörden erklären, dass all diese Ma‎ßnahmen mindestens für die nächsten sieben Tage oder während des Zeitraums gelten, in dem die Infektionsrate über 1,5 pro tausend Einwohner bleiben wird.



Gesundheitsminister Nelu Tătaru hat angekündigt, dass derzeit fast ein Viertel der Intensivpflegeplätze im ganzen Land besetzt ist, während in Bukarest die Besetzung nahe der maximalen Kapazität liegt. Ebenfalls ab Mittwoch ist vor dem Hintergrund der alarmierenden Zunahme von COVID-19-Infektionen die Entscheidung in Kraft getreten, Personen, die aus Ländern mit hohem epidemiologischen Risiko nach Rumänien kommen, für 14 Tage unter Quarantäne zu stellen. Die vom Nationalen Rat für Notsituationen aktualisierte Liste umfasst 49 Staaten, darunter Spanien, Frankreich, Gro‎ßbritannien, die Niederlande, Belgien, Ungarn und Moldawien. Die Behörden haben jedoch auch einige Ausnahmen festgelegt. Personen, die beabsichtigen, bis zu drei Tage in Rumänien zu verbringen, und ein negatives Ergebnis eines COVID-19-Tests vorweisen, der nicht mehr als 48 Stunden vor der Ankunft im Land durchgeführt wurde, müssen nicht in Quarantäne gehalten werden. Darüber hinaus können Personen die Quarantäne am zehnten Tag verlassen, wenn am achten Tag ein COVID-19-Test durchgeführt wird und das Ergebnis negativ ist.

Photo: RRI
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