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Geschlechtergerechtigkeit: Erklärung zum entschlossenen Handeln

Frauen im öffentlichen Leben und in der Politik sind besonders gefährdet durch Einschüchterung, Hassrede und sexuelle Belästigung.

Geschlechtergerechtigkeit: Erklärung zum entschlossenen Handeln
Geschlechtergerechtigkeit: Erklärung zum entschlossenen Handeln

, 09.03.2023, 14:28


Die Eskalation von sexueller Belästigung, Einschüchterung und Hassreden gegen Frauen und Mädchen erfordert sofortiges und entschlossenes Handeln. Diese Erklärung wurde von mehr als 20 Botschaften in Bukarest und der Vertretung der Europäischen Kommission in Rumänien am 8. März, dem Internationalen Frauentag, unterzeichnet. Wir feiern die Erfolge, die auf dem Weg zu einer wirklichen Gleichstellung der Geschlechter erzielt wurden, und die Fortschritte, die bisher bei der Sicherung der Rechte von Frauen und Mädchen auf der ganzen Welt erzielt wurden. Gleichzeitig müssen wir anerkennen, dass noch viel zu tun bleibt, um sicherzustellen, dass Frauen und Mädchen ihre Rechte uneingeschränkt wahrnehmen können“, so die Unterzeichner. In dem Dokument hei‎ßt es weiter, dass eine wesentliche Voraussetzung für die Verwirklichung der Gleichstellung der Geschlechter, die uneingeschränkte, gleichberechtigte, wirksame und sinnvolle Teilhabe von Frauen an allen Bereichen des privaten und öffentlichen Lebens sowie die Mitwirkung an Entscheidungsprozessen ist“. Die Unterzeichner betonen auch, dass Frauen und Mädchen das Recht auf ein Leben ohne Gewalt und Diskriminierung haben.



Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist jedoch die am häufigsten vorkommende Menschenrechtsverletzung. Jede dritte Frau hat mindestens einmal in ihrem Leben körperliche und/oder sexuelle Gewalt erlebt. Eine Tatsache, die seit mehr als einem Jahrzehnt unverändert geblieben ist. (…) Es muss sichergestellt werden, dass Opfer und Überlebende sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt Zugang zur Justiz und zu umfassenden Unterstützungsdiensten haben“, hei‎ßt es in der Erklärung.



Die Tatsache, dass Frauen in den nationalen Parlamenten und Regierungen, auch in Rumänien, unterrepräsentiert sind, ist nicht gut für die Demokratie, meint die Gleichstellungskommissarin Helena Dalli aus Malta. Sie war Anfang dieser Woche zu einem offiziellen Besuch in Bukarest und nahm an der Konferenz Stärkere Frauen in Rumänien“ teil. Es ist wichtig, dass alle Frauen wirtschaftlich und finanziell unabhängig sind. Wir müssen die Arbeit und den Beitrag der Frauen anerkennen und wertschätzen und ihnen ermöglichen, Beruf und Privatleben zu vereinen.“ Sie stellte fest, dass in Rumänien 46 % der Frauen im Vergleich zu 25 % der Männer Kinder, ältere oder behinderte Menschen in der Familie betreuen. Helena Dalli betonte, dass eine gleichberechtigte Aufgabenteilung Männern und Frauen helfen würde, gleiche Chancen auf Arbeit und Wachstum zu haben, ohne das Familienleben zu opfern. Die Kommissarin wies auch darauf hin, dass Frauen derzeit im Durchschnitt 30 % weniger pro Stunde verdienen als Männer. Sie verwies auch auf die hohe Rate von Teenagerschwangerschaften in Rumänien, die ein Umfeld der Armut fördern, sowie auf die Diskriminierung der Roma sowohl in Bezug auf ihre ethnische Herkunft als auch auf ihr Geschlecht. Die Kommissarin bezeichnete die Situation der Roma in vielen Gemeinden der EU als skandalös“ und inakzeptabel“. Sie sagte, dass die Verletzung der Rechte von LGBTIQ-Personen dem Geist der EU widerspreche und dass EU-Gelder nicht an lokale Behörden in Gebieten gehen sollten, in denen diese Menschen ausgeschlossen sind“.

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