RRI Live!

Hören Sie Radio Rumänien International Live

IWF revidiert Wachstumsprognose Rumäniens nach oben

Eine Delegation der Finanzinstitution hielt sich für eine Woche in Bukarest auf. Themenschwerpunkte bei Gesprächen mit den rumänischen Behörden bildeten die aktuelle Wirtschaftslage und der Staatshaushalt für das kommende Jahr.

IWF revidiert Wachstumsprognose Rumäniens nach oben
IWF revidiert Wachstumsprognose Rumäniens nach oben

, 22.10.2015, 15:55

Laut dem sozial-demokratischen Premier Victor Ponta, sei Bukarest seinen Pflichten gegenüber den internationalen Kreditgebern: dem IWF, der Europäischen Kommission und der Weltbank nachgekommen. Eine Delegation des IWF, geleitet von Andrea Schaechter hielt sich vor kurzem für eine Woche in Bukarest auf. Bei Gesprächen mit den rumänischen Behörden, revidierte die IWF-Delegation die Wachstumsprognose für die rumänische Wirtschaft nach oben. Der BIP soll dieses Jahr demnach um 3,4% und 2016 um 3,9% wachsen.



Das letzte Kreditabkommen vorbeugender Art Rumäniens mit dem IWF war neulich abgelaufen. Finanzminister Eugen Teodorovici hatte infolgedessen angekündigt, dass die Regierung im kommenden Jahr ein weiteres vorbeugendes Abkommen mit dem IWF und der EU-Kommission eingehen könne. Nach dem Treffen der IWF-Delegation mit dem Haushaltsausschuss, erklärte dennoch der Liberale Gheorghe Ialomiţianu aus der Opposition, dass nach Aussage der IWF-Vertreter ein derzeitiges Abkommen ausgeschlossen sei: Derzeit kann Rumänien ein weiteres Abkommen mit dem IWF nicht abschließen.



Die Regierung des Landes hat viel an Glaubwürdigkeit verloren, weil sie den bisherigen Pflichten gegenüber der internationalen Finanzinstitution nicht nachgekommen ist. Laut eigener Aussage der Regierungsvertreter, will das rumänische Kabinett nicht alle Empfehlungen des IWF und der Europäischen Kommission erfüllen, der IWF kann seinerseits die Handlungen der Bukarester Regierung nicht billigen, weil er seine eigene Verantwortung trägt.



Der sozial-demokrate Viorel Ştefan streitet diese kategorische Aussage des internationalen Kreditgebers des Landes ab, er räumt jedoch ein, dass die Verhandlungen zu einem neuen Darlehensabkommen nicht reibungslos laufen würden: Die Regierung spricht von einem flexiblen Abkommen, das eigentlich kein Darlehen, sondern eher eine technische Unterstützung seitens der internationalen Finanzinstitution für Rumänien vorsieht. Was eigentlich für uns von Vorteil sein kann, denn eine gute Note vom IWF bekanntlich auch ein gutes Image des jeweiligen Landes auf den internationalen Kapitalmärkten und den Zugang zu einer besseren Finanzierung mit sich bringt. Wir müssen zudem gestehen, dass die Notwendigkeit der Strukturreformen bleibt. Seit 25 Jahren sind wir mit dieser Notwendigkeit konfrontiert, die staatlischen Unternehmen zu reformieren.



Der Bukarester Regierung werden gleichermaßen auch die schwierige Umsetzung der Reformen im öffentlichen Bereich zur Last gelegt. Besorgniserregend bleiben zudem die Steuersituation und der Haushalt der Jahre 2016 und 2017. Rumänien sieht sich diesbezüglich dem Risiko ausgesetzt, die Defizitgrenze nicht einzuhalten. In einer Mitteilung der IWF-Missionschefin in Rumänien Andrea Schaechter schätzt der Kreditgeber Rumäniens das Haushaltsdefizit im Jahr 2016 auf fast 3% des Bruttoindlandsprodukts. 2017 soll, den Schätzungen der IWF-Mission zufolge, das Defizit über der oberen Grenze liegen. Dies sei haupsächlich auf die massive Steuerreduzierung und auf die Gehaltserhöhungen zurückzuführen. Für das kommende Jahr legt die internationale Finazinstitution die obere Defizitgrenze auf 1,5% fest. Die makroökonomischen Indikatoren Rumäniens hätten laut der IWF-Mission einen positiven Trend verzeichnet und ihre Unterstützung spiele vor dem Hintergrund der globalen Risiken eine entscheidende Rolle, so die IWF-Mission in Rumänien.


Foto: geralt / pixabay.com
RRI Aktuell Donnerstag, 26 Februar 2026

Rumänien verzeichnet höchste Inflation in der EU

Rumänien weist weiterhin die höchste Inflationsrate in der EU auf. Laut Eurostat stiegen die Preise im Januar 2026 um 8,5 %, während die Inflation...

Rumänien verzeichnet höchste Inflation in der EU
Foto: Diana Vyshniakova / unsplash.com
RRI Aktuell Mittwoch, 25 Februar 2026

Vier Jahre Krieg in der Ukraine – Reaktionen aus Rumänien

Präsident Nicușor Dan und Premierminister Ilie Bolojan würdigten vier Jahre nach der russischen Invasion in der Ukraine den Mut und die...

Vier Jahre Krieg in der Ukraine – Reaktionen aus Rumänien
Guvernul Bolojan / Foto: gov.ro
RRI Aktuell Mittwoch, 25 Februar 2026

Regierung beschließt Verwaltungsreform

Effizientere Rathäuser, Dezentralisierung, weniger Bürokratie und eine strengere Steuererhebung: Die Regierung hat am Dienstagabend per...

Regierung beschließt Verwaltungsreform
Foto: LukasJohnns / pixabay,com
RRI Aktuell Dienstag, 24 Februar 2026

Vier Jahre Krieg in der Ukraine

Angesichts der festgefahrenen Frontlinien und der Rückkehr von Donald Trump ins Amt des US-Präsidenten hat sich der Schwerpunkt zuletzt auf...

Vier Jahre Krieg in der Ukraine
RRI Aktuell Montag, 23 Februar 2026

Rumänien Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2028

Vom 11. bis 15. Oktober 2028 wird sich das Land bei der 80. Ausgabe der Buchmesse in Frankfurt am Main präsentieren – mit seiner Literatur und...

Rumänien Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2028
RRI Aktuell Montag, 23 Februar 2026

Rumänisch-amerikanische Sicherheitszusammenarbeit

Der rumänische Innenminister und stellvertretende Ministerpräsident Cătălin Predoiu traf sich am Freitag in Washington mit der...

Rumänisch-amerikanische Sicherheitszusammenarbeit
RRI Aktuell Freitag, 20 Februar 2026

Nationale Antikorruptionsbehörde DNA zieht positive Bilanz für 2025

Voineag, dessen Mandat am 31. März endet, sagte, dass der Prozess der Stärkung der mächtigsten Antikorruptionsstruktur Rumäniens wahrscheinlich...

Nationale Antikorruptionsbehörde DNA zieht positive Bilanz für 2025
RRI Aktuell Donnerstag, 19 Februar 2026

Nach monatelangem Tauziehen: Verfassungsgericht bestätigt Reform der Sonderrenten

Nach mehr als zwei Monaten und fünf Vertagungen hat das rumänische Verfassungsgericht das Reformprojekt der Regierung Bolojan bestätigt. Die neuen...

Nach monatelangem Tauziehen: Verfassungsgericht bestätigt Reform der Sonderrenten

Partner

Muzeul Național al Țăranului Român Muzeul Național al Țăranului Român
Liga Studentilor Romani din Strainatate - LSRS Liga Studentilor Romani din Strainatate - LSRS
Modernism | The Leading Romanian Art Magazine Online Modernism | The Leading Romanian Art Magazine Online
Institului European din România Institului European din România
Institutul Francez din România – Bucureşti Institutul Francez din România – Bucureşti
Muzeul Național de Artă al României Muzeul Național de Artă al României
Le petit Journal Le petit Journal
Radio Prague International Radio Prague International
Muzeul Național de Istorie a României Muzeul Național de Istorie a României
ARCUB ARCUB
Radio Canada International Radio Canada International
Muzeul Național al Satului „Dimitrie Gusti” Muzeul Național al Satului „Dimitrie Gusti”
SWI swissinfo.ch SWI swissinfo.ch
UBB Radio ONLINE UBB Radio ONLINE
Strona główna - English Section - polskieradio.pl Strona główna - English Section - polskieradio.pl
creart - Centrul de Creație Artă și Tradiție al Municipiului Bucuresti creart - Centrul de Creație Artă și Tradiție al Municipiului Bucuresti
italradio italradio
Institutul Confucius Institutul Confucius
BUCPRESS - știri din Cernăuți BUCPRESS - știri din Cernăuți

Mitgliedschaften

Euranet Plus Euranet Plus
AIB | the trade association for international broadcasters AIB | the trade association for international broadcasters
Digital Radio Mondiale Digital Radio Mondiale
News and current affairs from Germany and around the world News and current affairs from Germany and around the world
Comunità radiotelevisiva italofona Comunità radiotelevisiva italofona

Provider

RADIOCOM RADIOCOM
Zeno Media - The Everything Audio Company Zeno Media - The Everything Audio Company