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Rumänien verzeichnet höchste Inflation in der EU

Rumänien verzeichnete im Januar mit 8,5 % die höchste jährliche Inflationsrate in der Europäischen Union.

Foto: geralt / pixabay.com
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und , 26.02.2026, 11:31

Rumänien weist weiterhin die höchste Inflationsrate in der EU auf. Laut Eurostat stiegen die Preise im Januar 2026 um 8,5 %, während die Inflation auf EU-Ebene auf 2 % sank. Die EU-Mitgliedstaaten mit den niedrigsten jährlichen Inflationsraten waren im vergangenen Monat Frankreich (0,4 %), Dänemark (0,6 %), Finnland und Italien (jeweils 1 %). Am anderen Ende der Skala standen Rumänien (8,5 %), die Slowakei (4,3 %) und Estland (3,8 %). Im Vergleich zum Jahresende ging die jährliche Inflation in den meisten Mitgliedstaaten zurück.

Den Daten zufolge sinkt die Inflation in Europa zwar weiter, doch das Tempo der Preissteigerungen in Rumänien ist weiterhin mehr als viermal so hoch wie der EU-Durchschnitt. Mit dieser hohen Inflation bleibt Rumänien in der Union hinsichtlich der Preissteigerungen an erster Stelle. Im Vergleich zu Dezember 2025 sank die jährliche Inflationsrate in 23 Mitgliedstaaten, blieb in einem stabil und stieg in drei. Besonders auffällig in Rumänien sind die Preissteigerungen im Stromsektor, die nach dem Wegfall der Subventionen zur Deckelung der Strompreise um 59,33 % zunahmen. Die vom Nationalen Statistikinstitut (INS) veröffentlichten Daten weisen jedoch für Rumänien eine höhere jährliche Inflationsrate von rund 9,6 % im Januar 2026 aus, verglichen mit 9,69 % im Dezember 2025.

Die Differenz zwischen den von Eurostat und dem INS veröffentlichten Wert ergibt sich aus den unterschiedlichen Berechnungsmethoden der beiden Institutionen. Die von Eurostat veröffentlichte Rate basiert auf dem Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), einem statistischen Indikator, der in der EU zur vergleichbaren Messung der Inflation zwischen den Mitgliedstaaten verwendet wird und nach einer einheitlichen Methodik berechnet wird. Er spiegelt die Preisentwicklung von Endverbrauchergütern und Dienstleistungen wider und wird von der Europäischen Zentralbank zur Beurteilung der Preisstabilität herangezogen. Im Gegensatz dazu berechnet das Nationale Statistikinstitut Rumäniens (INS) die Inflation anhand des Verbraucherpreisindex (VPI). Dieser misst die allgemeine Preisentwicklung von Waren und Dienstleistungen und dient als Grundlage für die nationale Politik, beispielsweise für Renten- oder Gehaltserhöhungen. Der VPI ist für Regierungen und die Zentralbank von zentraler Bedeutung.

Die Unterschiede zwischen den beiden Methoden liegen hauptsächlich in der unterschiedlichen Gewichtung der Produkte und Dienstleistungen im Warenkorb. In Rumänien haben diese ein höheres Gewicht bei der Inflationsberechnung und verzeichneten in letzter Zeit deutliche Preissteigerungen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass beide Methoden im Kontext ihrer jeweiligen Methodik korrekt sind. Eurostat legt Wert auf die europäische Vergleichbarkeit, während das INS die spezifischen nationalen Gegebenheiten berücksichtigt.

Die Rumänische Nationalbank (BNR) hat ihre Inflationsprognose für Ende 2026 von zuvor 3,7 % auf 3,9 % nach oben korrigiert. Laut im Februar vom Gouverneur der BNR, Mugur Isărescu, vorgelegten Daten schätzt die Zentralbank, dass die jährliche Inflationsrate bis Ende 2027 auf 2,7 % sinken wird.

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