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Lehrkräfte protestieren gegen niedrige Löhne

Tausende Lehrkräfte sind am Mittwoch in Bukarest auf die Straße gegangen. Die Regierung zeigt sich bereit zu Diskussionen, kündigt jedoch an, dass es im Staatshaushalt keine zusätzlichen Finanzmittel für Lohnerhöhungen gebe.

Lehrkräfte protestieren gegen niedrige Löhne
Lehrkräfte protestieren gegen niedrige Löhne

, 02.06.2016, 15:30

Die Bildung ist in Rumänien unterfinanziert und nicht selten führt diese Situation zu Problemen, die die politische Klasse seit Jahren nicht lösen kann. Die schlechte Lage des rumänischen Bildungswesens lässt sich unmittelbar auf die Chancen der Kinder auswirken. Der Premier Dacian Cioloş will laut eigener Aussage eine solide Basis für ein leistungsorientiertes Schulsystem, für Chancengerechtigkeit und den Zugang aller Kinder zu einem hohen medizinischen Versorgungsniveau schaffen. Ich möchte, dass Rumänien zu einem Land wird, in dem für Eltern ein Kind großzuziehen vor allem bedeutet, das Kind dabei zu unterstützen, den besten Weg im Leben zu finden und seine Befähigungen zu fördern, anstatt sich um morgen Sorgen zu machen, sagt der rumänische Premier.



Um Lohnunterschiede im öffentlichen Sektor und einschließlich im Bildungswesen aufzuheben, will das Kabinett des Premiers Cioloş ein neues einheitliches Lohnabrechnungschema für Staatsbedienstete per Eilverfahren verabschieden. Die Initiative löste die starke Unzufriedenheit rumänischer Lehrkräfte aus. Tausende Lehrer haben am Mittwoch vor Regierungssitz protestiert. Später zogen die Demonstranten in einem Protestmarsch zum Sitz des Präsidialamtes, um die Unterstützung des Staatschefs Klaus Iohannis, ebenfalls Lehrer von Beruf, anzufordern.



Die Lehrkräfte hatten für 2016 eine Lohnerhöhung um mindestens 10% gefordert, das Arbeitsministerium verprach jedoch, dass ihre Löhne ab dem 1. August um 5% wachsen werden. Selbst wenn das Arbeitsministerium den Lehrkräften bessere Lohnerhöhungen versprechen möchte, verfügt dieses Jahr die Regierung nicht über ausreichende Finanzmittel als bereits geplant, sagt der Arbeitsminister Dragoş Pâslaru: Wir sind uns der Probleme bewusst, die es im Bildungswesen gibt. Wir kümmern uns darum und die Regierung hat die Fähigkeit, Probleme mit begrenzten Ressourcen zu bewirtschaften. Wir glauben, dass diese Eilverordnung, die die großen Lohnunterschiede im öffentlichen System beseitigen soll, nur den ersten Schritt darstellt; anschließend müssten wir das Gesetz über die einheitliche Entlohnung verabschieden. Dragoş Pîslaru plant für die kommenden Tage eine letzte Verhandlungsrunde mit den Gewerkschaften im Bildungswesen.

Foto: Agerpres
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