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Rumänien baute Luftbrücke nach Israel

Gesellschaft und Politik haben der Situation im Nahen Osten nie gleichgültig gegenübergestanden.

, 16.10.2023, 13:27

Hunderttausende von Juden rumänischer Herkunft oder deren Nachkommen leben in Israel. Einige haben sogar die rumänische Staatsbürgerschaft behalten. In der arabischen Welt, vom Maghreb bis zum levantinischen Raum, einschlie‎ßlich der palästinensischen Gebiete im Westjordanland und im Gazastreifen, gibt es viele gemischte Familien, die in der Regel von arabischen Studenten gegründet wurden, die rumänische Frauen heirateten und nach dem Studium wieder nach Palästina gingen.


Ende der 1960er Jahre war das kommunistische Regime in Bukarest das einzige hinter dem ehemaligen Eisernen Vorhang, das die diplomatischen Beziehungen zu Israel nicht abbrach, obwohl der Diktator Nicolae Ceausescu stets die gerechte Sache des palästinensischen Volkes beschwor und fast brüderliche Beziehungen zu dessen historischem Führer Jassir Arafat unterhielt. Getrieben von ziemlich lächerlichen Ambitionen, eine Schlüsselrolle auf der internationalen Bühne zu spielen, gab sich Ceaușescu eine Zeit lang sogar der Illusion hin, er sei derjenige, der Frieden zwischen Juden und Arabern vermitteln würde.


Die neue Explosion der Gewalt in Israel und im Gazastreifen hat die Rumänen entsetzt und die politischen Entscheidungsträger in Bukarest gezwungen, schnell zu reagieren, um den Schutz ihrer eigenen Bürger zu gewährleisten, die Gefahr laufen, ins Kreuzfeuer der Kriegsparteien zu geraten. Premierminister Marcel Ciolacu erklärte, dass die Behörden mit fast allen der etwa 350 Rumänen im Gazastreifen in Kontakt stünden und dass noch niemand die palästinensische Enklave verlassen habe, die von der israelischen Armee mit einer immer luftdichteren Blockade belegt ist. Ciolacu erklärte, es bestehe derzeit kein Grund zur Sorge um ihr Leben, aber dass sie hoffentlich so schnell wie möglich Rumänien erreichen würden. Bezüglich der Hilfe für ukrainische Flüchtlinge in Israel sagte Marcel Ciolacu, dass Rumänien 3.000 dieser Bürger aufgenommen habe, von denen die meisten auf der Durchreise in andere Länder seien. Der Premierminister sagte, dass es sich um eine Anfrage der europäischen Foren handele und dass der rumänische Staat nichts ausgegeben habe. Der Regierungschef sagte auch, dass nur 48 Personen darum gebeten hätten, auf rumänischem Staatsgebiet bleiben zu dürfen. In der vergangenen Woche kehrten indes über 2000 rumänische Staatsbürger aus Israel zurück. 22 Flüge seien organisiert worden, um sie zurückzubringen, die sowohl von der staatlichen Fluggesellschaft TAROM als auch von privaten Unternehmen durchgeführt wurden. Seit Donnerstag hat TAROM seine regulären Flüge von und nach Tel Aviv vorübergehend eingestellt, erklärte aber, dass sie auf Anfrage der Krisenzelle des Au‎ßenministeriums weiterhin Sonderflüge durchführen werde. Das Unternehmen stehe nach eigenen Angaben weiterhin in engem Kontakt mit den staatlichen Behörden, um die aktuelle Situation zu bewältigen. TAROM ist eine der wenigen Fluggesellschaften, die ihre Flüge nach Tel Aviv nach den Terroranschlägen der islamistischen Organisation Hamas auf Israel nicht gestrichen hatte. Sie hatte im Gegenteil beschlossen, die Anzahl der Flüge auf der Strecke Tel Aviv-Bukarest zwischen dem 7. und 10. Oktober, als die Massaker in vollem Gange waren, zu verdoppeln.

Foto: jarmoluk / pixabay.com
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