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Rumänische Landwirtschaft von der Dürre stark betroffen

Die Dürre ist europaweit schon auf einem extremen Niveau angekommen und Rumänien bildet auch keine Ausnahme.

Rumänische Landwirtschaft von der Dürre stark betroffen
Rumänische Landwirtschaft von der Dürre stark betroffen

, 09.08.2022, 16:56

Frankreich ist in höchster Alarmbereitschaft. Italien meldet Schäden in Höhe von mehreren Milliarden Euro in der Landwirtschaft. Die Niederlande, Deutschland, Polen, Ungarn, Slowenien und Kroatien stehen vor der Schwierigkeit, Futtermittel bereitzustellen. In Spanien liegen die in den Stauseen gespeicherten Wassermengen derzeit um mehr als ein Drittel unter dem Zehnjahresdurchschnitt. In Portugal liegt die Wassermenge in den Reservoirs für Wasserkraftwerke nur noch halb so hoch wie im Durchschnitt der letzten sieben Jahre. Nicht zu vergessen die Brände in den südeuropäischen Ländern! Sie alle haben eine gemeinsame Ursache – übermä‎ßige Hitze und gro‎ße Trockenheit.



Rumänien bildet auch keine Ausnahme. Fast 243 000 Hektar in 30 Landkreisen, d. h. drei Viertel des Landes, sind von der Dürre betroffen. Die jüngsten Daten, die vom Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung zentralisiert wurden, zeigen, dass die betroffene Fläche im Vergleich zum Ende der letzten Woche deutlich zunimmt. Damals hatten 28 Landkreisen mitteilten, dass etwa 230.000 Hektar von Wassermangel betroffen sind. Am stärksten betroffen sind Weizen und Triticale, eine Kreuzung aus Weizen und Roggen: die betroffene Fläche stieg auf 133.000 Hektar. Es folgen die Anbauflächen von Gerste, Sorghum, Hafer und Roggen – 20.000 Hektar, Raps – 24.000 Hektar und Mais – 40.000. Die Landwirte sind verzweifelt und sagen, dass die Verluste enorm sein werden. Landwirtschaftsminister Petre Daea hat ihnen einen Leitfaden mit bewährten Praktiken versprochen, der in Zusammenarbeit mit der Akademie für Agrarwissenschaften und den besten Fachleuten Rumäniens entwickelt wurde, denn seiner Meinung nach kann die Dürre nicht nur durch Bewässerung, sondern auch durch den Einsatz angewandter Technologien und die Wahl der richtigen Sorten bekämpft werden.



Was die Bewässerung betrifft, so soll Rumänien bis 2027 über 2,6 Millionen Hektar bewässerbare Fläche verfügen, für die 1,5 Milliarden Euro aus dem Staatshaushalt bereitgestellt werden, so Ressortminister Daea. Die Umsetzung des kürzlich von der Regierung genehmigten Programms zur Sanierung des Bewässerungssystems müsse Tag für Tag und ohne Unterbrechung erfolgen, fügte der Minister hinzu. Daea appellierte auch an die Verantwortung: Die Zerstörungen der letzten Jahre seien nicht zu übersehen. Die Waldvegetation, die den gesamten Abschnitt der Bewässerungskanäle eingenommen hat, die beschädigten Kanäle oder die zerstörten Druckstationen sind Beweise für Rücksichtslosigkeit und Untätigkeit. Die Sanierungsarbeiten haben begonnen, aber es ist wichtig, das Vorhandene zu bewahren und nicht zu zerstören, betonte der Landwirtschaftsminister. Erwähnenswert ist, dass die Weizenernte in Rumänien abgeschlossen ist, die gesamte Produktion eingelagert ist und die gewonnene Menge den Verbrauchsbedarf des Landes decken wird, wobei auch die Möglichkeit zum Export besteht.


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