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Iran droht nun auch Rumänien

Das Außenministerium in Bukarest hat am Montag schnell auf die Warnungen aus Iran reagiert und erklärt, Rumänien sei kein Teil des Konflikts im Nahen Osten; oberste Priorität habe der diplomatische Einsatz zur Deeskalation. Iran hatte Rumänien zuvor gewarnt, dass es politische und rechtliche Konsquenzen geben könnte, nachdem Bukarest den Vereinigten Staaten erlaubt habe, Stützpunkte auf seinem Territorium für Operationen gegen Iran zu nutzen. „Wenn Rumänien den Vereinigten Staaten seine Stützpunkte zur Verfügung stellt, käme das einer Beteiligung an der militärischen Aggression gegen Iran gleich“, erklärte der Sprecher des iranischen Außenministeriums. Ein solcher Schritt sei nach internationalem Recht inakzeptabel und ziehe internationale Verantwortung für Rumänien nach sich.

, 17.03.2026, 11:11

Nach Einschätzung erfahrener Diplomaten muss Rumänien für seine Beziehungen zu Verbündeten – darunter strategische Partner wie die Vereinigten Staaten – jedoch keine Rechenschaft ablegen. Das Außenministerium in Bukarest betonte, das bilaterale Zugangsabkommen von 2006 gebe den USA einen rechtlich garantierten Rahmen, militärische Stützpunkte in Rumänien dauerhaft zu nutzen. Seit mehr als zehn Jahren beherberge das Land zudem Raketenabwehrkapazitäten gegen Bedrohungen von außerhalb des euroatlantischen Raums. Das Raketensystem im Süden Rumäniens habe rein defensiven Charakter und werde ausschließlich zur Selbstverteidigung gemäß der UN-Charta eingesetzt.

Zugleich verurteilt die rumänische Diplomatie die aus ihrer Sicht völlig ungerechtfertigten Angriffe Irans auf Staaten in der Golfregion und dankt diesen, dass sie auch rumänische Staatsbürger in ihren Ländern geschützt haben. „Wir fordern Iran auf, diese Angriffe einzustellen, die Menschenleben gefährden und die Sicherheitslage sowie die Weltwirtschaft verschlechtern“, teilte das Außenministerium weiter mit.

Die Stellungnahmen aus Teheran folgen auf den Beschluss des rumänischen Parlaments in der vergangenen Woche, die Entscheidung des Obersten Rates für Landesverteidigung zur vorübergehenden Stationierung amerikanischer Verteidigungstechnik und Truppen in Rumänien zu billigen – im Kontext der Krise im Nahen Osten. Dies geschah trotz alarmistischer Proteste der populistischen und ultranationalistischen Opposition, die eine Verwicklung in den Krieg befürchtet.

Laut Entscheidung des Rates sollen Tankflugzeuge sowie Überwachungs- und Satellitenkommunikationstechnik verlegt werden. Die amerikanischen Kräfte – rund 400 bis 500 Soldaten – werden auf zwei Militärstützpunkte verteilt, einen nahe dem Schwarzen Meer und einen im Zentrum des Landes.

In Brüssel äußerten die EU-Außenminister, darunter auch Rumäniens Chefdiplomatin Oana Ţoiu, ihre Sorge über die eskalierenden Aktionen Irans mit Folgen für die gesamte Region und weltweit. Vorrang habe die Sicherheit der europäischen Bürger und der Schutz der Zivilbevölkerung. Mit Unterstützung der EU wurden bislang 89 Flüge durchgeführt, darunter fünf Evakuierungsflüge auf Ersuchen Rumäniens und Polens.

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