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Vereitelter Sabotageakt in Rumänien

Ein weiterer von Russland gesteuerter Sabotageversuch auf rumänischem Staatsgebiet ist gescheitert.

SRI
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, 22.10.2025, 23:42

Als Mitglied der NATO und der Europäischen Union sowie Nachbarstaat der von russischen Truppen überfallenen Ukraine hat sich Rumänien seit Beginn des am 24. Februar 2022 ausgelösten Krieges solidarisch an deren Seite gestellt – und damit das Risiko auf sich genommen, Ziel feindlicher, von Moskau befohlener Aktionen zu werden.

Der rumänische Inlandsgeheimdienst SRI teilte mit, dass er in Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnern einen neuen Sabotageakt der Russischen Föderation auf rumänischem Territorium der auf ein Unternehmen in Bukarest abzielte, vereitelt habe. Gemeinsam mit der Antimafia- und Anti-Terror-Staatsanwaltschaft DIICOT, den Innen- und Verteidigungsministerien „sowie mit ausländischen Partnerdiensten“ habe der SRI die Ausführung einer Sabotageaktion verhindert, „an der zwei ukrainische Staatsbürger beteiligt waren, die unter der direkten Koordination von Vertretern der russischen Geheimdienste standen. Ihr Ziel war es, durch Brandstiftung einen Sitz der Firma Nova Post (das größte private ukrainische Kurierunternehmen – Red.) in der Hauptstadt Bukarest zu zerstören.“

Laut einer von den Medien übernommenen Mitteilung identifizierte und überwachte der SRI am 14. und 15. Oktober zwei ukrainische Staatsbürger, die aus Polen kommend nach Bukarest eingereist waren und dort beim Sitz von Nova Post zwei Pakete abgaben, die handgefertigte, fernzündbare Brandsätze enthielten – getarnt als Kopfhörer und Autoteile – sowie GPS-Tracking-Komponenten. Wäre es zu einem Brand im Gebäude im Zentrum Bukarests gekommen, hätte sich das Feuer leicht auf die umliegenden Häuser ausbreiten können, wodurch das Leben zahlreicher Menschen und Sachwerte in der Umgebung in ernsthafte Gefahr geraten wären.

Durch den Einsatz eigener Teams und spezialisierter Ressourcen gelang es dem SRI, die Brandsätze sofort zu identifizieren, zu entschärfen und eine beabsichtigte oder versehentliche Zündung zu verhindern. Derzeit führen die Justizbehörden zusammen mit Polizei- und Sicherheitsstrukturen Rumäniens Ermittlungen – auch im Rahmen internationaler Kooperation – zu den Handlungen der beiden ukrainischen Staatsbürger durch, die laut DIICOT 21 beziehungsweise 24 Jahre alt sind.

Die gewonnenen Erkenntnisse bestätigen laut SRI-Sprecher Ovidiu Marincea, dass die beiden einer größeren Sabotagenetzstruktur angehören, die von russischen Geheimdiensten kontrolliert wird und auf Länder in Osteuropa wie Rumänien, Polen oder die Republik Moldau abzielt.

In Bukarest halten die meisten Stimmen in den Medien den neuen Versuch Moskaus, ein als feindlich eingestuftes Land anzugreifen, für keineswegs überraschend. Einige Journalisten heben jedoch hervor, wie leicht es den Russen gelingt, Agenten gerade aus den Reihen ihrer vermeintlichen Feinde – der Ukrainer – zu rekrutieren, jener Menschen also, von denen westliche Entscheidungsträger behaupten, sie bis zu einem sogenannten Sieg unterstützen zu wollen, dessen Definition niemand genau kennt.

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