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Vier Millionen Rumänen gegen Corona geimpft

Laut Schätzungen der Behörden könnte Rumänien im August die kollektive Immunitätschwelle erreichen.

Vier Millionen Rumänen gegen Corona geimpft
Vier Millionen Rumänen gegen Corona geimpft

, 19.05.2021, 15:37


In Rumänien wurden über 4 Millionen Menschen mit mindestens einer Dosis der in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoffe von Pfizer/BioNTech, Moderna, AstraZeneca und Johnson&Johnson gegen Corona geimpft. Der Leiter der nationalen Impfkampagne, Valeriu Gheorghiţă, sagte, dass das Land im August die kollektive Immunität-Schwelle erreichen könnte, das heißt ca. 50 % der Bevölkerung entweder geimpft sein würden oder eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus überstanden hätten. Die Behörden wollen die Impfkampagne beschleunigen, um bis Ende Mai 5 Millionen Geimpfte zu erreichen, bis Juli 6 Millionen und bis August 7 Millionen. Valeriu Gheorghiţă sagte auch, dass die epidemiologische Situation im Lande derzeit gut ist. Dieser günstige Trend müsse jedoch konsolidiert werden, um das Risiko eines Rückfalls nach der allmählichen und progressiven Lockerung der Einschränkungen zu vermeiden.




Rumänien beschleunigte in letzter Zeit den Impfrhythmus, indem es die Terminpflicht aufhob und Impfung auf anderen Wegen, wie Impfmarathons in Großstädten, Drive-In-Impfzentren, mobile Kliniken bei den großen Arbeitgebern, Impfkarawanen in weniger zugänglichen Gebieten organisierte. Auch Impfungen in den Praxen der Hausärzte nahmen zu. Täglich werden zurzeit ca. 100.000 Menschen geimpft. Jeder, der möchte, kann sich ohne Termin, in jedem Zentrum, nur anhand seines Ausweises, impfen lassen. Dieser einfache und effektive Weg hat auch viele Rumänen, die im Ausland leben veranlasst, nach Hause zu kommen, um sich impfen zu lassen.




Wir müssen die Impfstoffe zu dem den Menschen bringen, forderte Präsident Klaus Iohannis am Dienstag: Von dem Erfolg der Impfung hängt die vollständige Wiedereröffnung aller sozialen und wirtschaftlichen Bereiche und der Aufbau eines post-pandemischen Rumäniens ab. Bürgermeister und andere lokale Behörden, unabhängig von ihrer politischen Zugehörigkeit, müssen aktiv an der Impfkampagne involviert werden. Den bisherigen Erfolg erzielten wir überwiegend in städtischen Gebieten. Jetzt ist es wichtig, vermehrt in die ländlichen Gebiete zu gehen, wo der Zugang zu einem Impfzentrum oft schwierig ist. Die Menschen müssen informiert werden. In kleinen Städten und Dörfern müssen wir sogar von Tür zu Tür gehen, um den Menschen zu erklären, wie wichtig es ist, sich impfen zu lassen.




Das Staatsoberhaupt warnte, dass eine mögliche Gefahr darin besteht, dass einige Menschen beim Abklingen der Epidemie das Gefühl haben könnten, das Schlimmste sei überstanden und sie keinen Sinn mehr darin sehen könnten, sich impfen zu lassen. Dies ist ein falsches Gefühl der Sicherheit. Solange der größte Teil von uns nicht geimpft ist, kann die Pandemie nicht enden und das Risiko für die Ungeimpften, einen schweren Krankheitsverlauf zu bekommen, bleibt hoch, warnte Klaus Iohannis.

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