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Aktionsplan gegen Online-Mobbing

Die Europäische Kommission hat einen Aktionsplan gegen Cybermobbing zum Schutz junger Menschen im Internet ins Leben gerufen.

Foto: Thomas Park / unsplash.com
Foto: Thomas Park / unsplash.com

und , 11.02.2026, 13:06

Fast 80 % der rumänischen Kinder surfen ohne Einschränkungen im Internet. Laut einer soziologischen Studie von „Salvaţi Copiii România“ (Rettet die Kinder Rumänien) nimmt die mangelnde elterliche Kontrolle mit zunehmendem Alter zu. Über ein Drittel der 12- bis 14-Jährigen haben demnach öffentliche Profile in sozialen Netzwerken, was den häufigen Kontakt mit Unbekannten erleichtert. Fast die Hälfte wurde bereits von Fremden online kontaktiert, und ein Drittel berichtete von Mobbing oder unangenehmen Interaktionen. Mehr als zwei Drittel der Kinder waren traumatischen Inhalten ausgesetzt, die sie verängstigten.

Angesichts dieser Gefahren ignorieren die meisten die Situation, während nur ein kleiner Prozentsatz (5 %) den Mut hat, einen Erwachsenen um Hilfe zu bitten. Werbung für Substanzen, die Minderjährigen verboten sind (Alkohol, Nikotin oder Drogen), erreicht die meisten Kinder, insbesondere ältere Jugendliche. Der Online-Kauf solcher Produkte, der zwar nur von wenigen Kindern angegeben wird, verdeutlicht eine reale Gefährdung und Schwierigkeiten bei der Zugangskontrolle. Zudem sind 60 % der Kinder mit gefährlichen Angeboten konfrontiert, und einige von ihnen beteiligen sich aktiv an solchen riskanten Aktionen.

Aus diesem Grund ist die Organisation „Salvaţi Copiii România“ der Ansicht, dass die Online-Sicherheit von Minderjährigen höchste Priorität in der öffentlichen Politik haben muss. Die NGO empfiehlt dringende, kohärente und strukturierte legislative und administrative Maßnahmen für ein vollständiges und ausnahmsloses Verbot des Zugangs zu sozialen Netzwerken für Kinder unter 13 Jahren sowie einen bedingten Zugang für Minderjährige zwischen 13 und 15 Jahren, der nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Eltern möglich ist. Gleichzeitig – so die Organisation weiter – müssen soziale Plattformen Verantwortung für den Schutz von Minderjährigen im digitalen Raum übernehmen. Es bedarf wirksamer Sanktionen für diejenigen, die Minderjährigen die Erstellung von Konten ohne Verifizierung ermöglichen.

Die Online-Sicherheit von Kindern ist jedoch nicht nur ein nationales Thema! Als Beweis dafür hat die Brüsseler Exekutive einen Aktionsplan gegen Online-Belästigung bzw. Cybermobbing, wie es auch genannt wird, ins Leben gerufen. Zu den von der Kommission vorgeschlagenen Maßnahmen gehört die Entwicklung einer europäischen App, mit der Betroffene von Online-Belästigung Missbrauchsfälle schnell melden und spezialisierte Unterstützung erhalten können. Die App ermöglicht die sichere Speicherung von Beweismitteln und ist mit nationalen Hilfetelefonen der einzelnen Mitgliedstaaten verknüpft.

Der Plan sieht außerdem ein koordiniertes Vorgehen auf europäischer Ebene vor, um allen jungen Menschen denselben Schutz zu gewährleisten. Die Mitgliedstaaten arbeiten auf der Grundlage einer gemeinsamen Definition von Online-Belästigung und erheben vergleichbare Daten, um das Phänomen effektiver zu bekämpfen. Die Kommission wird die bestehenden Rechtsvorschriften stärken, insbesondere im Hinblick auf die Bekämpfung illegaler Inhalte und Falschinformationen, und gleichzeitig die Verantwortung von Online-Plattformen in den Fokus rücken. Ein weiterer wichtiger Pfeiler der Kommission ist die Prävention durch digitale Bildung, die Förderung verantwortungsvollen Online-Verhaltens und der Ausbau der Ressourcen für Schulen im Sinne eines sicheren Internets.

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