Poiana Braşov: Jahr für Jahr, der beliebteste Ort für Skiurlaub in Rumänien
Der Ferienort Poiana Brașov, der am Fuße des Massivs Postăvaru, im Herzen Rumäniens liegt, gilt als das modernste Skigebiet Rumäniens. Auf über 24 Pistenkilometern trifft hier europäische Infrastruktur auf unberührte Naturlandschaften. Doch das Reiseziel bietet weit mehr als Wintersport: Wanderwege und zahlreiche Sehenswürdigkeiten in der Umgebung ergänzen das touristische Angebot von Poiana Brașov.
Daniel Onea, 22.02.2026, 15:00
Doch bevor wir uns jedoch diesen Facetten widmen, werfen wir einen Blick auf die bewegte Geschichte des Ortes – im Gespräch mit Florin Balaș vom Touristischen Informationszentrum: „Poiana Brașov ist der bekannteste Kurort in den Karpaten. Poiana Brașov liegt rund zwölf Kilometer von der Altstadt Kronstadts entfernt, ist landesweit als ‚Sonnenwiese‘ bekannt und das beliebteste Reiseziel für Wintersport in Rumänien. Seine Geschichte reicht weit zurück: 1427 wurde der Ort erstmals urkundlich unter dem Namen ‚Polian‘ erwähnt und diente zunächst als Weidegebiet für die Hirten aus Brașov. Die Anfänge des Tourismus hier gehen auf das Jahr 1895 zurück, als das Gebiet zunehmend zur Erholung genutzt wurde. Auch die Wettkampftradition ist lang: Der erste Skiwettbewerb fand hier 1906 statt. Ab 1909 war Poiana Brașov Austragungsort des ersten nationalen Skiwettbewerbs. Eine Kopie des damaligen Veranstaltungsplakats ist heute im Tourismusinformationszentrum zu sehen.“
In den 1950er- und 1960er-Jahren wurde der Ferienort umfassend modernisiert. 1951 wurden hier die Weltuniversitätsspiele ausgetragen und in den 1960er-Jahren wurde eine moderne Zufahrtsstraße aus Brașov gebaut. Das gilt als entscheidender Meilenstein in der Geschichte des Ferienortes am Fuße von Postăvaru. Im Jahr 2026 zieht Poiana Brașov erneut alle Liebhaber des Bergsports an, sagt Florin Balaș. „Heute verbindet Poiana Brașov moderne Unterkunfts- und SPA-Angebote mit spektakulären Bergwanderwegen, die das ganze Jahr über zugänglich sind. Die touristische Infrastruktur ist sehr breit und umfasst Hotels, Seilbahnen und Einrichtungen für den Massentourismus. Besucher können zudem das Kloster ‚Sfântul Ioan Botezătorul‘ (das Kloster Johannes der Täufer) besichtigen – das einzige Gotteshaus des Ortes, errichtet im traditionellen Stil der Region Maramureș. Berühmt bleibt aber dieses Reiseziel vor allem für seine Wintersportmöglichkeiten: Das Skigebiet bietet optimale Bedingungen für alle Erfahrungsstufen. Insgesamt stehen zwölf Pisten zur Verfügung, ausgestattet mit modernen Anlagen wie Seilbahnen, Gondeln, Sesselliften sowie mit Schneekanonen. ‚Drumul Roșu‘ gilt mit rund 4,7 Kilometern als die längste Skipiste Rumäniens. Der Höhenunterschied zwischen dem Gipfel Postăvaru und der Talstation beträgt nahezu 800 Meter. Zudem ist auf zwei Pisten – Lupului Inferior und Stadion – Nachtskifahren möglich“.
Auch die Dienstleistungen sind hervorragend: Skischulen, Ausrüstungsverleihe und ein professioneller Bergrettungsdienst stehen bereit. Der Zugang zu den Pisten erfolgt über flexible Ski-Pass-Karten, erhältlich für wenige Stunden oder mehrere Tage; sie können auch online aufgeladen werden. Das Tourismusinformationszentrum stellt Besuchern Kartenmaterial des Skigebiets und des Ortes zur Verfügung – sowohl direkt vor Ort als auch über Seilbahnbetreiber und Hoteliers. Abseits der Pisten präsentiert sich das Freizeitangebot vielfältig: Après-Ski-Partys im Tal und in den Berghütten, Paragliding-Flüge, ATV-Touren, Reitausflüge sowie zahlreiche Aktivitäten für Kinder. Und wer mehr Zeit mitbringt, findet in der Umgebung zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Für Gäste, die einen längeren Aufenthalt planen, hält die Umgebung zahlreiche Attraktionen bereit. Nur etwa 15 Autominuten entfernt liegt das historische Zentrum von Brașov mit Piața Sfatului, Biserica Neagră – dem größten gotischen Bauwerk Südosteuropas –, den Weißen und Schwarzen Türmen, der Festung Cetățuia, sowie der Ersten Rumänischen Schule und zahlreichen Museen.
Im Kreis Brașov, rund zwölf Kilometer entfernt, können Besucher Râșnov oder das berühmte Schloß Bran besichtigen. In der Nähe von Zărnești befindet sich zudem das weltweit größte Braunbären-Reservat, Libearty Bear Sanctuary. Die Liste ließe sich fortsetzen mit den Burgen von Rupea und Feldioara, den siebenbürgisch-sächsischen Wehrkirchen – darunter den UNESCO-Welterbestätten in Prejmer und Viscri. Wanderfreunde finden Routen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade in den Gebirgszügen Postăvaru, Piatra Mare, Piatra Craiului oder Bucegi. Für Adrenalinsüchtige gibt es Seilrutsche am Canionul Șapte Scări.“ Der Veranstaltungskalender in Poiana Brasov und Umgebungen ist reich gefüllt und das passiert das ganze Jahr über, nicht nur im Winter, sagt unser Gesprächspartner:
„Im Frühjahr steht das traditionelle Fest Junii Brașovului (Die Junggesellen von Brașov) im Mittelpunkt, während Sommerfestivals wie Rockstadt Extreme Fest zahlreiche Touristen aus ganz Europa nach Ghimbav-Râşnov anzieht. Darüber hinaus bereitet sich Brașov darauf vor, erneut das Europäische Olympische Jugendfestival auszurichten. Behörden und lokale Betreiber verfolgen das Ziel, die Attraktivität des Ortes ganzjährig zu sichern. Geplant sind unter anderem die Erweiterung des Bikeparks, ein neuer Abenteuerpark sowie eine Alpine-Coaster-Anlage. Wir laden Sie nach Poiana Brașov ein – ein Reiseziel, an dem das Skigebiet auf die Eleganz moderner Wellnesszentren trifft und mittelalterliche Geschichte nur wenige Schritte entfernt liegt. Poiana Brașov steht in der Tat für Exzellenz im Bergtourismus. Nicht zuletzt empfehle ich für ein spektakuläres Panorama die Auffahrt mit der Gondelbahn bis auf 1.799 Meter Höhe: Vom Gipfel eröffnet sich ein 360-Grad-Blick über die umliegenden Berge und Täler.“