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Hörerpostsendung vom 10.02.2013

Hier können Sie die Hörerpostsendung der jeweils vergangenen Woche nachlesen bzw. nachhören. Heute mit Zuschriften und Fragen von unseren Hörern Ralf Urbanczyk, Dieter Feltes, Klaus Nindel u.a.m.

Hörerpostsendung vom 10.02.2013
Hörerpostsendung vom 10.02.2013

, 11.02.2013, 13:36

Liebe Freunde, herzlich willkommen zur Hörerpostsendung des Deutschen Dienstes von RRI. Ihr Postbote ist an gewohnter Zeit und Stelle für Sie im Bukarester Studio Nummer 11 da. Auch heute möchte ich zu Beginn ein paar kurze Worte über den geplanten neuen Internetauftritt unseres Senders sagen. Die Inbetriebnahme ist erneut verschoben worden, jetzt hei‎ßt es, dass die neue Homepage binnen weniger Wochen“ online gehen soll. Dem ist nur Folgendes hinzuzufügen: lieber etwas später und mit behobenen Problemen als überstürzt und mit fehlerhaften Funktionen.



Und jetzt zu Hörerzuschriften. Ralf Urbanczyk (aus Eisleben, Sachsen-Anhalt) fand das Thema eines unlängst gesendeten Beitrags in der Sendereihe Land und Leute“ interessant:



Im Programm „Land und Leute“ ging es um die Aufstellung eines Segments der ehemaligen Berliner Mauer in Temeswar. Dieses gegenseitige Erinnern an die Ereignisse von 1989 finde ich ich gut, denn wir ältere Semester haben alle diese Ereignisse im Jahr 1989 aus der jeweiligen Perspektive verfolgt und durch die Meldungen aus Rumänien oder andersrum aus der DDR auch irgendwie gegenseitig gezeigt, was damals möglich war. Dass diese Verbindung auch in den folgenden Jahren bis heute immer noch besteht, zeigt auf der einen Seite die Fotoausstellung „Rumänische Revolution 1989 in Bildern“ vom „Memorial der Revolution Timișoara“, die in den vergangenen Jahren mehr oder weniger umfangreich in verschiedenen Städten in Deutschland erfolgreich gezeigt wurde. Und jetzt kommt auf der anderen Seite eben ein Stück Berliner Mauer nach Temeswar. Ich hoffe, dass diese gemeinsame Kultur des Gedenkens und Erinnerns auch in Zukunft lebendig gehalten wird.



Vielen Dank für Ihre Zeilen, lieber Herr Urbanczyk. Ich finde es auch wichtig, dass die Vergangenheit und wichtige Ereignisse der Geschichte nicht vergessen werden. Da Sie von Temeswar sprachen, möchte auf eine weitere interessante Veranstaltung hinweisen. Im Jahre 2013 wird die 50 Jahre alte Freundschaft zwischen Frankreich und Deutschland, die die im Januar 1963 mit der Unterzeichnung des deutsch-französischen Vertrags besiegelt wurde, in vielen Ländern gefeiert. Aus diesem Anlass zeigt das Französische Institut und das Deutsche Kulturzentrum Temeswar (mit Unterstützung des Deutschen Konsulats Temeswar) die Ausstellung Deutschland und Frankreich — ein halbes Jahrhundert Freundschaft und Zusammenarbeit“.



Die Ausstellung umfasst je 26 Tafeln in deutscher und französischer Sprache mit der jeweiligen rumänischen Übersetzung und präsentiert mittels informativer Texte, Fotos, historischer Dokumente und Zitate die Entwicklung der deutsch-französischen Beziehungen und insbesondere das dichte Netzwerk der Zusammenarbeit. Die Ausstellung wurde am 22. Januar eröffnet und kann bis zum 20. Februar 2013 im Temescher Kreisratsgebäude besucht werden.



Herrn Dieter Feltes (aus Pyrbaum in der Oberpfalz, Bayern) dürfen wir dank der Kurzwelle auch in diesem Jahr zu unseren Stammhörern zählen:



Sehr geehrte Damen und Herren!



Auch in diesem Jahr, so habe ich mir vorgenommen, werde ich Ihnen schreiben und natürlich auch zuhören. Sie sind einer der wenigen Auslandssender, die noch auf der Kurzwelle zu empfangen sind. Und das finde ich schön. Ich hoffe, es bleibt noch lange so. Digitale Sendungen kann nicht jeder empfangen. Ich jedenfalls nicht. Manchmal höre ich Sie auch über das Internet, aber das ist selten, und zwar nur dann, wenn der Empfang auf Kurzwelle schlecht ist.



Vielen Dank für Ihre Zeilen, lieber Herr Feltes, wir hoffen auch, dass die Kurzwelle als Übertragungsweg einige Zeit noch beibehalten wird.



Doch auch Hörer, die uns digital empfangen können, müssen manchmal Probleme in Kauf nehmen. Im Januar schrieb uns Klaus Nindel aus Dresden über mögliche Schwierigkeiten mit folgenden Worten:



Ich habe einen Online-Empfangsbericht abgeschickt, der Ihrer Morgensendung galt. Empfangen habe ich die DRM-Frequenz. Sie werden sich vielleicht wundern, warum ich die Sendung nicht über Internet und Smartphone hörte (Sie wissen ja, dass das möglich gewesen wäre). Da kann ich nur sagen, dass das so etwas wie „DX-Hobby-Nostalgie“ ist. Leider muss ich aber folgendes über die DRM-Technik sagen: Gut gemeint, viel Forschung hineingesteckt, aber leider nur bedingt anwendbar! Und das liegt an der allgemeinen Überbewertung der Digitaltechnik in der Funkempfangstechnik. „Digital“ bedeutet eben „1 oder 0“, also z.B. „Empfang oder kein Empfang“, es gibt da nichts dazwischen. Das ist beim Fernsehempfang so (entweder bekomme ich eine ganz einwandfreie Bildsequenz oder ein „Standbild“) und so auch beim digitalen Radioempfang. Und so funktioniert Kurzwelle über Digitaltechnik (DRM) nur bei entsprechend sehr guten Ausbreitungs- und Empfangsbedingungen. Und die waren am Montag (14.1.2013) früh mit im Ergebnis vielen Hör-Lücken (Digital „0“) nur zum Teil gegeben. Und ich hätte daher als Gesamtbewertung des Empfangs eigentlich auch „0“ (für „ungenügend“) geben müssen…



Leider klappte es auch diese Woche nicht, vor wenigen Tagen erhielten wir eine weitere E-Mail von Klaus Nindel, in der er sogar den Ausfall der digitalen Sendung beklagte:



Nachdem ich heute früh (5.2. 2013, 7.00 Uhr UTC) vergeblich versucht habe, RRI auf 9450 Khz in DRM zu hören (es war kein Audio-Signal zu hören, obwohl der Sender in ausreichender Signalstärke bei mir ankam), konnte ich doch auf meinem PC als Senderkennung „SNR Tiganesti)“ sehen. Wenn ich schon kein „Hörerlebnis“ hatte, wollte ich wenigstens etwas Näheres über den Senderstandort erfahren. Von WIKIPEDIA konnte ich nur erfahren, dass es mehrere Orte mit diesem Namen gibt und bei YOUTUBE findet man viele Videos über eine gleichnamige Stadt mit interessanter Architektur und viel einheimischer „Volksmusik“. Ist diese Stadt nun identisch mit dem Senderstandort?



Vielen Dank für Ihr Feedback, das unseren Chefingenieur Ianculescu sicherlich interessieren wird, zumal er ein ausgesprochener Fan der digitalen Sendetechnik ist. Aber wie Sie schon sagten, keine Technik ist unfehlbar, und es stimmt auch, dass nicht viele Hörer mit DRM-Empfängern ausgerüstet sind, da diese noch verhältnismä‎ßig teuer sind.



Gerne kläre ich Sie über den Standort unserer Sender auf, denn es dürfte bestimmt auch andere Hörer interessieren.



Țigănești“ (richtig mit je einem Strichlein unter dem T und dem S und einem Halbkreis über dem A geschrieben, in der digitalen Anzeige Ihres Empfängers vermutlich ohne Sonderzeichen) ist tatsächlich der Name vieler Ortschaften. Er lie‎ße sich in etwa als Zigeunerdorf“ übersetzen, was nicht automatisch bedeutet, dass heute ausschlie‎ßlich Roma dort leben. Seit dem frühen Mittelalter waren die rumänischen Roma Leibeigene der Adeligen und Klöster und hatten oftmals eigene Siedlungen in der Nähe der jeweiligen Landesherren, woher der Name solcher Ortschaften herrühren dürfte.



RRI hat insgesamt 6 Sender an 3 Standorten: Țigănești (3), Galbeni (2) und Săftica (1) — die Links führen zu Googlemaps, damit Sie genauer sehen können, wo die Ortschaften liegen. Das Dorf Țigănești, wo die Sender sind, liegt nördlich von Bukarest. Dort gibt es tatsächlich auch ein Kloster, wo es bis Mitte des 19. Jh. auch Roma-Leibeigene gegeben haben dürfte.



Die Suchergebnisse auf Youtube haben indessen nicht unbedingt (meistens gar nicht) mit der Ortschaft zu tun. Țigănești ist auch die Pluralform de Adjektivs „țigănesc (m), țigănească (f)“ = „zigeunerisch, zigeunerartig“. Daher werden Ergebnisse angezeigt wie Ansambluri țigănești (= Zigeunerensembles). Die im verlinkten Video gespielte Musik hat übrigens mit Rumänien auch herzlich wenig zu tun, es ist ungarische Roma-Musik der Band Ternipe“. Wenn Sie also nach rumänischer Roma-Musik bei Youtube suchen möchten, geben Sie vielmehr den Begriff muzică țigănească“ ein, wobei zu den Treffern auch russische Roma-Musik, Balkanbeats und andere gemischte (und nicht selten umstrittene) Genres aus mehreren Ländern gehören. Für traditionelle alte Roma-Musik aus Rumänien (die mir persönlich besser gefällt) gibt man am besten den Suchbegriff muzică lăutărească veche“ (alte Spielmannsmusik) ein.



In Rumänien tut man sich übrigens mit der politisch korrekten Bezeichnung Roma“ noch schwer, allerdings sind sich auch diverse Roma-Vertreter im Lande nicht ganz einig, ob der Begriff țigan“ ausschlie‎ßlich beleidigend sei oder doch auch noch neutral verwendet werden könne. Daher werden im Rumänischen noch beide Wörter gebraucht, wobei die Reaktionen recht widersprüchlich sind. Einige Roma-Aktivisten, die das Wort Zigeuner“ (bzw. seine rumänische Entsprechung) als verpönt betrachten, unterstellen nicht selten jedem Menschen, der es gebraucht, rassistische (auch unbewusst“ rassistische) Intentionen. Das Wort Zigeuner“ sei nach dem Völkermord an den Roma und Sinti und nach jahrhundertelanger Diskriminierung einfach nicht mehr neutral zu gebrauchen, nur indem man sagt, man tue es. Gleichzeitig beteuern aber die Befürworter dieser Meinung, man wolle das Z-Wort“ nicht aus der Sprache verbannen. Ich muss zugeben, die Logik hinter dieser Argumentation kommt mir etwas abstrus vor und z.T. direkt von der Gedankenpolizei Orwells inspiriert. Ich verstehe allerdings die Sensibilität des Themas und der Gefühle und vermeide — so oft es geht — das ominöse Wort. (Hier ein Beispiel für die vorbehaltlose Verurteilung“ der exonymen Bezeichnung, hier und hier Beispiele für die Akzeptanz beider Termini oder widersprüchliche Auffassungen diverser Roma-Vertreter oder Aktivisten — Rumänischkenntnisse sind leider erforderlich, um alles zu verstehen. Auch in Deutschland hatte die Meinung eines deutschen Autors zum Thema zu Kontroversen geführt.)



Lupenreine Rassisten in Rumänien haben für ihren Teil eine äu‎ßerst verworrene Verschwörungstheorie entwickelt, nach der das Wort Roma“ und seine Ableitungen nicht existieren würden und blo‎ß erfunden worden seien, um die Rumänen durch die vage Ähnlichkeit der beiden Ethnonyme zu diffamieren. Es ist kaum zu glauben, wieviele Menschen in Rumänien an diese lachhaften Hirngespinste glauben und sofort ausrasten, wenn sie das Wort Roma“ hören oder lesen — selbst anständige und intelligente Menschen, die normalerweise nicht durch rassistische Parolen oder Verhaltensweisen auffallen. Das Thema ist kompliziert und es wird sicherlich noch Zeit brauchen, bis man einen gesellschaftlichen Konsens erreicht.



[Die komplette Posteingangsliste mit weiteren Auszügen aus Hörerzuschriften und Berichten über unterschiedliche Empgangsbedingungen können Sie in der Audiodatei hören.]



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