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Nach zwei Jahrhunderten: Der Elch ist zurück in Rumänien

Nach einer Abwesenheit von über zweihundert Jahren ist er nun ganz offiziell zurück in den rumänischen Wäldern: der Elch. Genauer gesagt handelt es sich um vier Tiere – ein Männchen und drei Weibchen –, die vor kurzem im Naturpark Vânători Neamț eingetroffen sind. Sie stammen aus spezialisierten Zentren in Deutschland, Frankreich und der Schweiz und wurden im Vorfeld streng ausgewählt, um eine bestmögliche und sichere Eingewöhnung zu garantieren.

foto: pixabay@IndigoBunting
foto: pixabay@IndigoBunting

und , 11.05.2026, 17:12

Nach einer Abwesenheit von über zweihundert Jahren ist er nun ganz offiziell zurück in den rumänischen Wäldern: der Elch. Genauer gesagt handelt es sich um vier Tiere – ein Männchen und drei Weibchen –, die vor kurzem im Naturpark Vânători Neamț eingetroffen sind. Sie stammen aus spezialisierten Zentren in Deutschland, Frankreich und der Schweiz und wurden im Vorfeld streng ausgewählt, um eine bestmögliche und sichere Eingewöhnung zu garantieren.

Bis ins frühe 19. Jahrhundert hinein war der Elch, der in alten historischen Schriften oft auch unter dem Namen „Plotun“ erwähnt wird, ein ganz gewohnter Anblick in der heimischen Tierwelt. Das aktuelle Projekt zur Wiederansiedlung dieser Art hat ein klares Ziel: Es geht um den Erhalt der europäischen Artenvielfalt und darum, die natürlichen Lebensräume wieder in ihren ursprünglichen Zustand zu versetzen. Aktuell befinden sich die Tiere noch in einer einmonatigen Quarantäne, in der sie von Fachleuten ständig beobachtet werden. Wenn alles gut verläuft, dürfen die vier Elche bald in ein 180 Hektar großes Freigehege umziehen. Touristen werden dann die Möglichkeit haben, die Tiere zu beobachten – allerdings ausschließlich aus einer sicheren Entfernung.

Dieser massive Pflanzenfresser wird in Fachkreisen gerne auch als „Ökosystem-Ingenieur“ bezeichnet. Er nimmt direkten Einfluss auf die Waldlandschaft und schafft völlig neue Mikrolebensräume für Pflanzen, Insekten und Vögel. Sebastian Cătănoiu, der Direktor des Naturparks Vânători Neamț, erklärt, welch essenzielle Rolle die Rückkehr dieser Art für Rumänien spielt:

„Bisher gab es nirgendwo in Rumänien Elche, weder in Gefangenschaft noch in Halbfreiheit, weshalb dieser Schritt einfach notwendig war. Der Elch erfüllt im Ökosystem eine absolut einzigartige Funktion. Als großer Pflanzenfresser ernährt er sich vor allem von Sträuchern und den Trieben verschiedener Holzarten. Auf diese Weise hält der Elch auf ganz natürliche Weise das Gleichgewicht zwischen dichten

Der Elch gilt als der größte Vertreter aus der Familie der Hirsche. Er besticht durch seine imposante Statur, ist perfekt an kaltes Klima angepasst und gilt übrigens auch als hervorragender Schwimmer. Anders als bei anderen Wiederkäuern besteht seine Ernährung zu einem großen Teil aus jungen Trieben und der weichen Rinde von Bäumen wie Weiden oder Pappeln. In Gefangenschaft wird dieser Speiseplan noch mit Äpfeln und Karotten ergänzt. Experten warnen jedoch ausdrücklich: Auch wenn Elche oft einen sehr friedlichen und gutmütigen Eindruck machen, bleiben es extrem starke und unberechenbare Wildtiere. Ein direkter Kontakt mit Menschen muss daher unbedingt vermieden werden.

Das Projekt im Landkreis Neamț ist eine absolute Premiere für den Erhalt der Artenvielfalt im modernen Rumänien. Gleichzeitig bietet es der Wissenschaft die seltene Gelegenheit, das Verhalten der Tiere aus nächster Nähe zu studieren. Diese Initiative ist ein weiterer großer Schritt für den nationalen Tierschutz – und sie knüpft nahtlos an ein Erfolgsmodell an, das bereits vor 14 Jahren im selben Naturpark mit der erfolgreichen Wiederansiedlung des Wisents begonnen hat.

Împreună Curățăm / Sursa foto: fb.com Radiomures

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