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Finanzminister: Rumänien muss Reformtempo beibehalten

Rumänien hat nach Angaben der Regierung wichtige Fortschritte bei der Stabilisierung der Staatsfinanzen erzielt. Sinkende Haushalts-, Handels- und Leistungsbilanzdefizite senden nach Darstellung des Finanzministeriums positive Signale an die internationalen Ratingagenturen. Gleichzeitig warnen die Behörden jedoch davor, dass die kommenden Monate entscheidend für die Bewertung der Kreditwürdigkeit des Landes sein werden.

Foto: pixabay.com@geralt
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und , 12.05.2026, 15:06

Rumänien müsse die Haushaltsdisziplin und das Reformtempo beibehalten, um eine Verschlechterung des Länderratings zu vermeiden. Zu diesem Schluss seien die Gespräche gekommen, die der amtierende Finanzminister Alexandru Nazare in den vergangenen Tagen mit der Ratingagentur Standard & Poor’s sowie mit weiteren internationalen Bewertungsagenturen geführt habe.

In einem Facebook-Beitrag erklärte Nazare, die internationalen Finanzpartner beobachteten vor allem die Kontinuität der Wirtschaftspolitik sowie die Fähigkeit der rumänischen Behörden, die im nationalen Aufbau- und Resilienzplan sowie im mittelfristigen Fiskalplan zugesagten Reformen fortzuführen.

Nach Angaben des Ministers hätten die rumänischen Behörden gegenüber den Ratingagenturen bewusst auf Transparenz gesetzt, damit diesen sämtliche relevanten Daten zur Verfügung stünden. Die Verringerung des Haushaltsdefizits sowie die Verbesserung der Handels- und Leistungsbilanz würden deshalb ein positives Signal aussenden.

Nazare zufolge habe die von Ministerpräsident Ilie Bolojan geführte Regierung im ersten Quartal des Jahres eine bemerkenswerte Entwicklung erreicht: Das Haushaltsdefizit habe nur bei rund einem Prozent des Bruttoinlandsprodukts gelegen und damit weniger als halb so hoch wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Der Minister verwies darauf, dass die aktuellen Zahlen die Argumentation der Regierung gegenüber den Ratingagenturen stützten. So sei das Handelsbilanzdefizit in den ersten beiden Monaten des Jahres von 5,5 Milliarden Euro auf 4,6 Milliarden Euro zurückgegangen – ein Rückgang um 17 Prozent beziehungsweise fast 950 Millionen Euro. Auch das Leistungsbilanzdefizit habe sich verbessert: Es sank von 3,7 Milliarden auf 3,2 Milliarden Euro, was einem Minus von rund 12 Prozent beziehungsweise fast 500 Millionen Euro entspreche.

Nazare hob hervor, dass dies einen deutlichen Gegensatz zur Entwicklung des Jahres 2025 darstelle. Damals sei das Handelsbilanzdefizit in den ersten beiden Monaten des Jahres um 41 Prozent gestiegen, das Leistungsbilanzdefizit sogar um 26 Prozent.

Diese Daten bestätigten nach Einschätzung des Ministers, dass Rumänien erhebliche Fortschritte erzielt habe und sich die fiskalische Entwicklung in die richtige Richtung bewege.

Gleichzeitig warnte Nazare davor, dass insbesondere die Monate Juli, August und Oktober kritisch würden. Dann veröffentlichten die Ratingagenturen Fitch, Moody’s und Standard & Poor’s ihre regelmäßigen Bewertungen. Deren Entscheidungen könnten erhebliche Auswirkungen auf die Kosten haben, zu denen sich Rumänien an den internationalen Finanzmärkten verschuldet.

Der Finanzminister erklärte weiter, die Agenturen könnten bei einer möglichen Verschlechterung der Lage oder bei neuen besorgniserregenden Daten auch außerordentliche Sitzungen ihrer Entscheidungsgremien einberufen. Ziel der derzeitigen Übergangsregierung sei es deshalb, genau solche zusätzlichen Prüfverfahren zu vermeiden.

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