Sie ist 89 Jahre alt, steht noch immer auf der Bühne, lacht viel, widerspricht gern – und denkt nicht im Geringsten daran, sich in die Rolle der „Grande Dame“ zurückzuziehen. Die Sängerin Marina Voica gehört seit Jahrzehnten zur rumänischen Musikgeschichte, doch der Film Fluturi de noapte interessiert sich weniger für Legendenbildung als für den Menschen hinter der öffentlichen Figur. Regisseur Andrei Răuțu hat sie über mehrere Jahre begleitet und dabei ein sehr persönliches Porträt gedreht – eines, das auch von Erinnerung erzählt, vom Älterwerden und davon, wie viel Gegenwart in einem langen Leben steckt.
Der Rechtsstaat in Rumänien steht erneut im Fokus der Europäischen Union. In Bukarest war jetzt der EU-Kommissar für Demokratie und Justiz zu Gesprächen vor Ort. Dabei ging es auch um ein Thema, das innenpolitisch seit Monaten für Streit sorgt: die Reform der Sonderpensionen im Justizsystem.
Die Reform der Sonderrenten für Richter und Staatsanwälte in Rumänien verzögert sich weiter. Das Verfassungsgericht hat seine Entscheidung erneut vertagt – und das könnte das Land teuer zu stehen kommen.
Bei einem Arbeitsbesuch in London hat Außenministerin Oana Țoiu über wirtschaftliche Zusammenarbeit, Sicherheit und die europäische Perspektive Rumäniens gesprochen. Im Mittelpunkt standen Investitionen, Handel und die strategische Partnerschaft zwischen beiden Ländern.
In der vergangenen Woche haben wir den Film „Milchzähne“ vorgestellt. In der heutigen Ausgabe sprechen wir mit dem Regisseur Andrei Epure über seinen neuen Film „Lass mich nicht sterben“. Der Film feierte seine Weltpremiere beim Festival von Locarno, in der Sektion für neue Stimmen des Kinos.
Mit Dinți de lapte legt der rumänische Regisseur Mihai Mincan einen der eindrucksvollsten Filme des Jahres vor. Angesiedelt im Jahr 1989 und erzählt aus der Perspektive eines Kindes, verzichtet der Film auf politische Anklage und konzentriert sich auf Angst, Erinnerung und Wahrnehmung.
Die Europäische Union lockert ihre Pläne für den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor. Statt eines vollständigen Verkaufsverbots ab 2035 sollen Benzin- und Dieselautos unter bestimmten Bedingungen weiter zugelassen bleiben. Die EU-Kommission spricht von mehr Flexibilität für die Autoindustrie – Kritiker sehen einen Rückschritt bei den Klimazielen.
Eine Stadt im Westen Rumäniens, nahe der Grenze zu Ungarn und beim wichtigen Straßen- und Eisenbahn-Grenzübergang Nădlac: Arad. Ein Ort, der im Winter besonders viel Freude macht – auch dank der „Weihnachtsmann-Straßenbahn“, die Besucher durch die Stadt fährt.
In Temeschwar, im Westen Rumäniens, war bis Anfang November die Ausstellung „Atlasul Singurătății“ – „Der Atlas der Einsamkeit“ zu sehen. Das Projekt ist derzeit auf Tour und hat inzwischen auch die Hauptstadt erreicht. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Jugendliche und junge Erwachsene der Generation Z Einsamkeit erleben – in einer Welt, die eigentlich permanent vernetzt ist.
Die rumänische Bevölkerung schrumpft – und zwar deutlich. Das zeigt eine neue Langzeitprognose des Nationalen Statistikamts. Die Fachleute haben berechnet, wie sich die Bevölkerungszahl bis zum Jahr 2080 entwickeln könnte – in einem pessimistischen, einem mittleren und einem optimistischen Szenario.
Ein kuratorisches Jahr geht zu Ende – und mit ihm ein ungewöhnliches Kunstprojekt, das textile Installationen und poetische Formen zusammenbringt: Die Celula de Artă in Bukarest schließt die Saison 2025 mit der Ausstellung „Full Season“ ab. Präsentiert werden Arbeiten jener Künstlerinnen und Künstler, die die Galeria Verticală über das Jahr hinweg geprägt haben. In einer Zeit des Übergangs – zwischen Licht und Dunkelheit, Abschluss und Neubeginn – lädt die Schau ein zu Introspektion und Sensibilität. Über Konzept, Auswahl und Wirkung dieser Ausstellung hat Ion Puican mit Anca Spiridon, Kultur-PR und Kuratorin von „Full Season“, gesprochen.
In Rumänien gilt die Verkehrsinfrastruktur seit Jahren als Achillesferse – nicht nur wirtschaftlich, sondern auch sicherheitspolitisch. Im aktuellen, angespannten europäischen Umfeld spielt sie eine Schlüsselrolle in den Verteidigungsplänen der EU. Umso wichtiger sind die Fortschritte beim Ausbau des rumänischen Autobahnnetzes. Jetzt wurde ein weiterer Abschnitt der A7 – der sogenannten Moldau-Autobahn – freigegeben. Ein Überblick.
Rumänien bleibt ein zentraler Pfeiler an der Ostflanke der NATO – das hat der ranghöchste US-Kommandeur in Europa und Afrika, General Christopher Donahue, bei einem Besuch der amerikanischen Truppen in der Basis Mihail Kogălniceanu bekräftigt. Es geht dabei nicht nur um politische Signale, sondern auch um neue militärische Fähigkeiten: Rumänien soll in Kürze ein modernes System zur Abwehr von Drohnen erhalten. Der Besuch kam zudem zu einem heiklen Zeitpunkt: Genau an diesem Tag wurde erneut eine russische Drohne tief im rumänischen Luftraum registriert.
Die rumänische Migration zählt zu den stärksten sozialen Bewegungen Europas. Seit Jahrzehnten verlassen Millionen Menschen das Land – aus wirtschaftlichen, politischen oder sozialen Gründen. Heute lebt fast ein Viertel der rumänischen Bevölkerung im Ausland. Was bedeutet das für ein Land, das ohnehin mit demografischem Rückgang kämpft? Und welche Lösungen gibt es?
Rumäniens Nationalteam steht kurz vor den entscheidenden Spielen der WM-Playoffs 2026. Nach der Auslosung wartet als Halbfinalgegner die Türkei – auswärts. Die Ausgangslage ist schwierig, aber alles andere als aussichtslos.