Nachrichten 24.07.2026
Die wichtigsten Meldungen des Tages
Newsroom und Sorin Georgescu, 24.07.2026, 17:00
Drohne abgeschossen: Erstmals hat die rumänische Luftwaffe eine Drohne abgeschossen, die in den rumänischen Luftraum eingedrungen war. Das bestätigte Präsident Nicușor Dan. Demnach wurde die Drohne gegen 11 Uhr über unbewohntem Gebiet im Kreis Buzău zerstört. Spezialisten untersuchen nun den Vorfall. In der Vergangenheit war der rumänische Luftraum bereits mehrfach von Drohnen verletzt worden. Ende Mai war eine russische Drohne in Galați in ein Wohnhaus eingeschlagen und hatte zwei Menschen verletzt.
Schiffszwischenfall: Vor der rumänischen Schwarzmeerküste hat sich erneut ein Zwischenfall auf einem Frachtschiff ereignet. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde wurde ein unter liberianischer Flagge fahrendes Kohleschiff auf dem Weg von den USA in die Ukraine vermutlich durch eine Seedrohne oder eine Seemine beschädigt. Verletzt wurde niemand, die Besatzung musste nicht evakuiert werden. Erst vor wenigen Tagen war ein weiteres Frachtschiff vor der rumänischen Küste schwer beschädigt worden. Dabei starb ein Besatzungsmitglied, zwei weitere wurden verletzt.
Kraftstoffversorgung: Rumänien muss trotz unterbrochener Öllieferungen aus Kasachstan nicht mit Versorgungsengpässen rechnen. Das erklärte Übergangsministerpräsident Ilie Bolojan. Der Energiekonzern Rompetrol suche nach alternativen Transportwegen. Hintergrund ist die vorübergehende Sperrung der kaspischen Pipeline infolge der Spannungen im Schwarzmeerraum. Gleichzeitig steigen die Kraftstoffpreise weiter. In Rumänien verteuerte sich Benzin innerhalb eines Monats um mehr als vier Prozent, Diesel um rund sieben Prozent.
Besoldungsgesetz: Das neue Besoldungsgesetz für den öffentlichen Dienst könnte Anfang August im Parlament debattiert werden. Übergangsministerpräsident Ilie Bolojan erklärte, die Gespräche über den Gesetzentwurf seien noch nicht abgeschlossen. Ziel sei eine einheitliche und gerechtere Bezahlung im öffentlichen Dienst; Gehaltskürzungen werde es nicht geben. Sollte das Gesetz scheitern, drohen Rumänien der Verlust von rund 770 Millionen Euro aus dem EU-Aufbauplan sowie eine Verschärfung der bestehenden Lohnunterschiede.
Indischer Staatsbesuch: Rumänien und Indien wollen ihre Wirtschaftsbeziehungen deutlich ausbauen. Beim rumänisch-indischen Wirtschaftsforum in Bukarest erklärte Präsident Nicușor Dan, das bilaterale Handelsvolumen solle in den kommenden Jahren verdoppelt werden. Chancen für eine engere Zusammenarbeit sieht er vor allem in den Bereichen Energie, IT, Forschung und Verteidigungsindustrie. Die indische Präsidentin Droupadi Murmu setzt ihren Staatsbesuch heute mit Gesprächen mit der rumänischen Staatsspitze fort.
Waldbrände: Die schweren Waldbrände in Südeuropa halten an. Frankreich erhält zusätzliche Unterstützung der Europäischen Union im Kampf gegen ein Großfeuer an der Atlantikküste. In Spanien gilt im Raum Madrid und in der Provinz Ávila der Notstand; Zehntausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Nach Angaben des Europäischen Waldbrand-Informationssystems gehört 2026 bereits jetzt zu den schlimmsten Brandjahren der vergangenen zwei Jahrzehnte.
Fußball – durchwachsene Ergebnisse für die rumänischen Fußballvereine in der Qualifikation zur Conference League: CFR Cluj kam beim armenischen Vertreter FC Alașkert zu einem 1:1. Universitatea Cluj erreichte gegen SK Brann Bergen ebenfalls ein Unentschieden – 2:2. FCSB verlor in Bukarest gegen den lettischen Klub FK Auda mit 2:3. Die Rückspiele finden Ende kommender Woche statt. Bereits am Mittwoch unterlag Universitatea Craiova in der Qualifikation zur Champions League auswärts Levski Sofia mit 0:1.
Wetter: In weiten Teilen Rumäniens gilt heute eine gelbe Wetterwarnung vor Gewittern und Starkregen. Betroffen sind Gebiete im Norden, in der Landesmitte und im Süden. Örtlich werden Niederschlagsmengen von bis zu 50 Litern pro Quadratmeter erwartet. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 19 und 28 Grad, in Bukarest wurden gegen Mittag 25 Grad gemessen.