Nachrichten 19.09.2026
Die wichtigsten Meldungen des Tages
Newsroom, 19.09.2026, 17:00
Der designierte Ministerpräsident Siegfried Mureșan hat am Freitag einem privaten Fernsehsender erklärt, dass er an dem „vernünftigen“ Grundsatz festhalten wolle, mit öffentlichen Geldern weiterhin sorgfältig umzugehen. Gleichzeitig betonte Mureșan, dass Rumänien nach dieser schwierigen Phase in eine Phase des Wachstums eintreten werde. Er schließe daher eine Lockerung einiger Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung nicht aus, sobald sich Rumänien dies finanziell leisten könne. Ebenfalls am Freitag kündigte der designierte Ministerpräsident bei einer Presseerklärung an, dass nun gemeinsam mit der PNL, der USR und der UDMR mit der Ausarbeitung des Regierungsprogramms begonnen werde. Zu Beginn der kommenden Woche sollen die politischen Prioritäten vorgestellt werden. Mureșan unterstrich, Rumänien brauche „so schnell wie möglich eine seriöse und glaubwürdige Regierung“, die die Reformmaßnahmen, Projekte und Programme fortsetze, die im vergangenen Jahr auf den Weg gebracht worden seien. Die Ernennung des Liberalen Siegfried Mureșan zum Ministerpräsidenten soll am Montag offiziell erfolgen. Die drei Parteien, die ihn unterstützen, haben jedoch bereits mit den Vorbereitungen für die Bildung der neuen Regierung und die Ausarbeitung des Regierungsprogramms begonnen. Diese Arbeiten müssen innerhalb von zehn Tagen abgeschlossen werden. Für seine Bestätigung benötigt Siegfried Mureșan die Unterstützung von 233 Abgeordneten. Die drei ihn unterstützenden Parteien verfügen gemeinsam über 170 Parlamentssitze. Die oppositionelle PSD forderte den designierten Ministerpräsidenten unterdessen auf, noch vor Gesprächen über mögliche Mehrheiten seinen Plan für Rumänien öffentlich vorzustellen. Dazu sollten auch wirtschaftliche Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung und zur Unterstützung rumänischer Unternehmen gehören. Auch die nationalistische Oppositionspartei AUR unterstützt Mureșan nicht. Staatspräsident Nicușor Dan wiederum forderte die im Parlament vertretenen Parteien auf, sich auf die Bildung einer neuen Regierung zu konzentrieren. Zugleich rief er dazu auf, gemeinsam eine Lösung zu finden.
Die Karpatenländer müssen ihre Zusammenarbeit verbessern, um Straßen und Grenzübergänge auszubauen, die Energieverbindungen zu stärken, den Tourismus sowie den wirtschaftlichen und kulturellen Austausch zu fördern, die Natur zu schützen und Investitionen anzuziehen. Das erklärte Staatspräsident Nicușor Dan, der am Freitag am ersten Gipfeltreffen der Initiative für die Integration der Karpaten teilnahm. „Rumänien beherbergt die Hälfte des Karpatengebirges, daher ist unser Engagement von großer Bedeutung“, schrieb Nicușor Dan in einem sozialen Netzwerk. Unterdessen traf Nicușor Dan am Freitag im Rahmen eines bilateralen Gesprächs mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj zusammen. Im Mittelpunkt stand die Notwendigkeit, das gemeinsame Drohnenprojekt im Rahmen des SAFE-Programms zu beschleunigen. Nach Angaben des rumänischen Staatspräsidenten ging es bei den Gesprächen auch um den Transit ukrainischen Getreides durch Rumänien. „Wir haben auch über den Getreidetransit gesprochen – sowohl auf der Schiene als auch auf der Donau. Wir wollen prüfen, wie wir ihn effizienter gestalten können. Dieser Transit bringt rumänischen Unternehmen erhebliche Einnahmen“, erklärte Nicușor Dan. Der Staatspräsident nahm auf Einladung des ukrainischen Präsidenten an dem Treffen in der ukrainischen Region Iwano-Frankiwsk teil. Vertreten waren außerdem die Länder entlang des Karpatenbogens: Österreich, Tschechien, Polen, Rumänien, Serbien, die Slowakei, Ungarn und die Ukraine sowie weitere relevante Akteure der regionalen Zusammenarbeit.
Rumänien und Italien wollen ihre Zusammenarbeit in Bereichen wie der Bekämpfung von Steuerhinterziehung und Steuerbetrug, der Digitalisierung der Steuerverwaltung sowie bei der Entwicklung einfacherer und leichter zugänglicher öffentlicher und finanzieller Dienstleistungen verstärken. Das erklärte der kommissarische rumänische Finanzminister Alexandru Nazare nach einem Gespräch mit seinem italienischen Amtskollegen Giancarlo Giorgetti. „Rumänien und Italien verbindet mehr als nur eine starke Wirtschaftsbeziehung. Wir stehen vor gemeinsamen Herausforderungen, haben eng miteinander verbundene Gemeinschaften und, wie ich glaube, auch eine wirtschaftliche Zukunft, die wir gemeinsam gestalten können“, schrieb Alexandru Nazare in einem sozialen Netzwerk. Bei den Gesprächen ging es auch um die rumänische Gemeinschaft in Italien sowie um Investitionen von Rumänen aus der Diaspora. Nazare und Giorgetti nehmen derzeit in Dublin an der informellen ECOFIN-Sitzung teil, gemeinsam mit den Finanzministern und Zentralbankchefs der Europäischen Union. Nach Angaben des rumänischen Finanzministeriums stehen dabei wirtschaftliche und finanzpolitische Themen im Mittelpunkt – vor dem Hintergrund des technologischen Wandels und der Entwicklungen an den Finanzmärkten.
Die erste Klasse mit rumänischer Unterrichtssprache an der Schule in Orlivka wird wieder eröffnet. Dies ist das Ergebnis von Gesprächen und Bemühungen des Generalkonsulats Rumäniens in Odessa. Die Schülerinnen und Schüler werden ab Montag, dem 21. September, wieder am Unterricht teilnehmen. Nach Angaben des Konsulats gewährleistet die vereinbarte Lösung die Fortsetzung des muttersprachlichen Unterrichts in Orlivka im Rahmen des derzeitigen Bildungssystems. Der Fall war öffentlich bekannt geworden, nachdem die Klasse mit rumänischer Unterrichtssprache nur wenige Tage nach Beginn des neuen Schuljahres geschlossen worden war. Die Kinder sollten ihre Ausbildung stattdessen in einer Klasse mit ukrainischer Unterrichtssprache fortsetzen. Am Mittwoch hatte das rumänische Außenministerium mitgeteilt, dass es sowohl in Bukarest als auch in Kiew Gespräche führe, um die Situation zu klären.
Am Samstag und Sonntag werden die Tage der rumänischen Hauptstadt Bukarest gefeiert. Auf dem Programm stehen Konzerte, Aufführungen, Video-Mapping-Projektionen, geführte Rundgänge und Diskussionsveranstaltungen. Mit dem Event wird der 567. Jahrestag der ersten urkundlichen Erwähnung der rumänischen Hauptstadt begangen, teilte die Stadtverwaltung von Bukarest mit.
In Rumänien bleibt das Wetter warm. Der Himmel ist wechselnd bewölkt, mit stärkerer Bewölkung vor allem in den östlichen und südlichen Karpaten, im Nordosten sowie im Vorland der Karpaten. Dort kommt es örtlich zu Schauern und Gewittern. Der Wind weht schwach bis mäßig, während der Niederschläge zeitweise stärker, mit Geschwindigkeiten von bis zu 40 bis 45 Kilometern pro Stunde. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 22 und 32 Grad Celsius. In Bukarest wurden am Mittag 22 Grad Celsius gemessen.