RRI Live!

Hören Sie Radio Rumänien International Live

Das Schengen-Abkommen wird in Frage gestellt

Die EU-Innenminister haben auf einem Treffen in Amsterdam die Verlängerung der Grenzkontrollen im Schengen-Raum vorgeschlagen.

Das Schengen-Abkommen wird in Frage gestellt
Das Schengen-Abkommen wird in Frage gestellt

, 26.01.2016, 13:26

Europa erlebt zur Zeit die schwerste Migrationskrise der letzten Jahrzehnte. Um die Krise unter Kontrolle zu halten, haben mehrere EU-Staaten die Grenzkontrollen im Schengen-Raum wiedereingeführt. Gemäß der EU-Gesetzgebung sind solche aus Sicherheitsgründen getroffene Maßnahmen auf 6 Monate begrenzt. Der enorme Migrantenfluß in Richtung Europa scheint aber nicht nachzulassen, und in diesem Kontext haben die EU-Innenminister auf einem Treffen am Montag in Amsterdam die Verlängerung der Grenzkontrollen im Schengen-Raum angeregt. Sollte das Funktionieren des Schengen-Raums gefährdet werden, so müsse die EU-Kommission die gesetzlichen und praktischen Grundlagen für eine Verlängerung der Grenzkontrollen bis zu 2 Jahren sichern. Dies erklärte am Montag der niederländische Immigrationsminister, Klaas Dijkhoff, dessen Land die turnusmäßige sechsmonatige EU-Ratspräsidentschaft innehat. Der EU-Kommissar für Migration, Dimitris Avramopoulos, sagte bei dem Treffen in Amsterdam, die einzige Lösung für die Migrantenkrise sei eine gemeinsame Anstrengung der EU-Länder. Dimitris Avramopoulos:



“Wir müssen uns gemeinsam anstrengen, um denjenigen zu helfen, die in Gefahr sind, um Leben zu retten, um unsere Außengrenzen zu schützen, um die Terrorbedrohung zu beseitigen und um unsere Bürger zu schützen.“



Um die Immigration zu bremsen, hatte Österreich vorgeschlagen, Griechenland aus dem Schengen-Abkommen zu suspendieren und die Seegrenze mit der Türkei zu sichern. Zusammen mit Deutschland, Belgien, Schweden und Dänemark plädierte Österreich für die Wiedereinführung der Grenzkontrollen im Schengen-Raum. Die niederländische EU-Ratspräsidentschaft erklärte, dass binnen 2 Monate die Zahl der Immigranten, die nach Europa kommen, drastisch reduziert werden sollte.



Bei Europol ist am Montag ein Europäisches Zentrum zur Terrorismusbekämpfung offiziell in Betrieb gegangen. Der Direktor der Polizeibehörde, Rob Wainwright, warnte zu diesem Anlass vor groß angelegten Anschlägen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat in Europa. Diese habe neue gefechtsartige Möglichkeiten entwickelt, wobei massenhaft Opfer in der Zivilbevölkerung das Ziel seien. Ein dazu erstellter Europol-Bericht kommt zu dem Schluss, dass die Dschihadisten insbesondere Europa im Visier hätten. Auch wenn die Dschihadistenmiliz in Europa zunächst gezielt Frankreich angegriffen habe und dieses weiter besonders gefährdet sei, gebe es die Möglichkeit von Angriffen gegen andere EU-Mitgliedstaaten in naher Zukunft, warnte der Bericht.



Wainwright stellte den Bericht am Rande des Treffens der EU-Innenminister anlässlich der Arbeitsaufnahme des neuen Europol-Antiterrorzentrums in Amsterdam vor. Das Zentrum sei ein wichtiger Schritt, um eine aggressive neue Form des internationalen Terrorismus zu bekämpfen, sagte er. Es solle dabei als zentrale Informationsdrehscheibe dienen, Analysen für laufende Untersuchungen liefern und helfen, Reaktionen auf mögliche Terrorangriffe zu koordinieren. In dem Antiterrorzentrum werden vorerst 40 bis 50 Experten arbeiten, die einen besseren Informationsaustausch zwischen den Sicherheitsbehörden der Mitgliedstaaten ermöglichen sollen. Eine der Hauptaufgaben des Zentrums ist die Informationssammlung zu den schätzungsweise 5000 europäischen Dschihadisten, die zum Kämpfen nach Syrien oder in den Irak gereist sind und bei ihrer Rückkehr Anschläge verüben könnten.

Preşedintele României, Nicusor Dan (foto presidency.ro)
RRI Aktuell Freitag, 02 Oktober 2026

Aufruf des rumänischen Präsidenten an die Diaspora

Bis 2080 könnte Rumänien 3,4 Millionen Einwohner weniger haben als heute, und ein Viertel der Bevölkerung wäre über 65 Jahre alt. Niedrige Geburtenrat…

Aufruf des rumänischen Präsidenten an die Diaspora
Foto: pixabay.com
RRI Aktuell Freitag, 02 Oktober 2026

Bericht des US-Außenministeriums zu Rumänien

Rumänien bietet einen offenen Markt mit qualifizierten Fachkräften und einer geostrategischen Lage. Allerdings weist das Land auch häufig wechselnde G…

Bericht des US-Außenministeriums zu Rumänien
Interimistischer Arbeitsminister Dragoș Pîslaru (Foto: gov.ro)
RRI Aktuell Donnerstag, 01 Oktober 2026

Aufbau- und Resilienzplan (PNRR): der letzte Zahlungsantrag

Rumänien hat am Mittwoch offiziell den letzten Zahlungsantrag aus dem Nationalen Aufbau- und Resilienzplan (PNRR) bei der Europäischen Kommission eing…

Aufbau- und Resilienzplan (PNRR): der letzte Zahlungsantrag
Guvernul Mureșan a picat la vot
RRI Aktuell Donnerstag, 01 Oktober 2026

Die Regierung Siegfried Mureşan wurde vom Parlament abgelehnt

Von den insgesamt 464 Parlamentariern waren 321 bei der Sitzung anwesend. Von den 197 gültig abgegebenen Stimmen entfielen 182 auf „dafür“ und 15 auf …

Die Regierung Siegfried Mureşan wurde vom Parlament abgelehnt
RRI Aktuell Mittwoch, 30 September 2026

Călin Georgescu in Untersuchungshaft genommen

Călin Georgescu, ein ehemaliger Kandidat für das rumänische Präsidentenamt – der als prorussisch gilt –, wurde am Dienstag für 30 Tage in Untersuchung…

Călin Georgescu in Untersuchungshaft genommen
RRI Aktuell Mittwoch, 30 September 2026

OECD-Bericht über Rumänien

Rumänien hat einen der niedrigsten Anteile an Hochschulabsolventen unter den OECD-Ländern, während die öffentlichen Investitionen in Bildung weiterhin…

OECD-Bericht über Rumänien
RRI Aktuell Dienstag, 29 September 2026

Rumänien beteiligt sich an EU-Verteidigungsprogrammen

Der Rat der Europäischen Union hat die ersten fünf europäischen Projekte von gemeinsamem Interesse im Bereich Verteidigung genehmigt. Diese können nun…

Rumänien beteiligt sich an EU-Verteidigungsprogrammen
RRI Aktuell Montag, 28 September 2026

Brüssel: EU-Mitgliedstaaten sollen Erdgas- und Stromverbrauch drosseln

Der EU-Kommissar für Energie, Dan Jørgensen, hat die zuständigen Minister der Mitgliedstaaten in einem Schreiben zu entsprechenden Maßnahmen aufgerufe…

Brüssel: EU-Mitgliedstaaten sollen Erdgas- und Stromverbrauch drosseln

Partner

Muzeul Național al Țăranului Român Muzeul Național al Țăranului Român
Liga Studentilor Romani din Strainatate - LSRS Liga Studentilor Romani din Strainatate - LSRS
Modernism | The Leading Romanian Art Magazine Online Modernism | The Leading Romanian Art Magazine Online
Institului European din România Institului European din România
Institutul Francez din România – Bucureşti Institutul Francez din România – Bucureşti
Muzeul Național de Artă al României Muzeul Național de Artă al României
Le petit Journal Le petit Journal
Radio Prague International Radio Prague International
Muzeul Național de Istorie a României Muzeul Național de Istorie a României
ARCUB ARCUB
Radio Canada International Radio Canada International
Muzeul Național al Satului „Dimitrie Gusti” Muzeul Național al Satului „Dimitrie Gusti”
SWI swissinfo.ch SWI swissinfo.ch
UBB Radio ONLINE UBB Radio ONLINE
Strona główna - English Section - polskieradio.pl Strona główna - English Section - polskieradio.pl
creart - Centrul de Creație Artă și Tradiție al Municipiului Bucuresti creart - Centrul de Creație Artă și Tradiție al Municipiului Bucuresti
italradio italradio
Institutul Confucius Institutul Confucius
BUCPRESS - știri din Cernăuți BUCPRESS - știri din Cernăuți

Mitgliedschaften

Euranet Plus Euranet Plus
AIB | the trade association for international broadcasters AIB | the trade association for international broadcasters
Digital Radio Mondiale Digital Radio Mondiale
News and current affairs from Germany and around the world News and current affairs from Germany and around the world
Comunità radiotelevisiva italofona Comunità radiotelevisiva italofona

Provider

RADIOCOM RADIOCOM
Zeno Media - The Everything Audio Company Zeno Media - The Everything Audio Company