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Rumänien ergreift weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie

Rumänien ist bestrebt, die Coronavirus-Pandemie einzudämmen, bis ein sicherer und wirksamer Impfstoff zur Verfügung steht.

Rumänien ergreift weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie
Rumänien ergreift weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie

, 04.11.2020, 13:48

Angesichts neuer Negativrekorde bei den täglichen Fällen von SarsCov2-Infektionen suchen die rumänischen Behörden nach Lösungen, um die Pandemie zu verlangsamen, während sie auf einen Impfstoff warten. Nach einem Treffen mit mehreren Vertretern des Gesundheitswesens schätzte Präsident Klaus Iohannis, dass die ersten Impfstoffdosen in den ersten Monaten des Jahres 2021 in Rumänien eintreffen könnten, wobei den Personen im medizinischen System und den Menschen in Risikogruppen Vorrang eingeräumt werden soll.



„Rumänien ist Teil der von der Europäischen Kommission geschlossenen Vereinbarungen über die Lieferung von Impfstoffen gegen das Covid-19-Virus, sobald diese verfügbar sind, und unser Land wird eine Zuteilung von über 10 Millionen Impfstoffdosen erhalten. Aufgrund der extremen Nachfrage erwarten wir jedoch, dass die erste erhaltene Tranche im günstigsten Fall im ersten Quartal des Jahres eintreffen wird. Die Impfung der gesamten Bevölkerung wird frühestens im Frühjahr beginnen.“



Er sagte auch, dass es im Moment keine Gründe gebe, den Notstand wieder auszurufen, aber was in Zukunft passieren wird, sei schwer vorherzusagen. Das Staatsoberhaupt erklärte, dass die geltenden Restriktionen zur Begrenzung der Übertragung des neuen Coronavirus zu Ergebnissen führen, und ohne sie wären die Gesundheitssysteme in Rumänien und ganz Europa überwältigt. Au‎ßerdem bekräftigte Iohannis erneut, dass die Verschiebung der für den 6. Dezember geplanten Parlamentswahlen nicht in Erwägung gezogen wird, und nannte als Beispiel die Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten – einem Land, das von der Pandemie viel härter betroffen ist als Rumänien.



In der Zwischenzeit unterstützt die Zivilgesellschaft durch freiwilliges Engagement auch das medizinische System und die Behörden. In Bukarest zum Beispiel werden 250 Studenten, davon 150 Ärzte, täglich an zwei von der Hauptstadt- Präfektur koordinierten Arbeitspunkten anwesend sein und dort telefonisch epidemiologische Untersuchungen durchführen. „Wir freuen uns, dass ein authentischer Bürgersinn die Medizinstudenten dazu bestimmt, in schwierigen Zeiten zu einer besseren Realität beizutragen“, sagte der Rektor der Universität für Medizin und Pharmazie der Hauptstadt. Darüber hinaus dankte Premierminister Ludovic Orban den Freiwilligen und sagte, dass sie etwas Au‎ßergewöhnliches leisten.



Die Studenten der Jahre I bis III des Militärischen Medizininstituts werden sich auch in den Callcentern der Direktion für öffentliche Gesundheit freiwillig melden, und die der Jahre IV, V und VI werden in Militärkrankenhäusern des Landes, in COVID-Behandlungs- oder Unterstützungseinrichtungen arbeiten. In Cluj (Nordwesten) führen 100 freiwillige Medizinstudenten ebenfalls epidemiologische Untersuchungen durch. Am Dienstag protestierten in Bukarest rund 100 medizinische Angestellte gegen die mangelnde Reaktion der Regierung auf die von der Gewerkschaft SANITAS eingereichten Anträge auf finanzielle, personelle und logistische Unterstützung.


Foto: pixabay.com
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