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Präsident Dan: „Rumänien wünscht sich starken EU-Binnenmarkt“

Der rumänische Präsident Nicușor Dan hat mit dem Präsidenten des Europäischen Rates über die Vorbereitung des nächsten EU-Gipfels gesprochen. Im Mittelpunkt standen Wettbewerbsfähigkeit, Energiepolitik und der künftige EU-Haushalt.

Staatspräsident Nicuşor Dan (Foto: presidency.ro)
Staatspräsident Nicuşor Dan (Foto: presidency.ro)

und , 10.03.2026, 17:59

Der rumänische Präsident Nicușor Dan hat dem Präsidenten des Europäischen Rates, António Costa, mitgeteilt, dass sich Rumänien einen vollständig integrierten Binnenmarkt sowie eine deutliche Vereinfachung von Bürokratie und Verwaltungsaufwand wünscht. Der Staatschef führte am Montag ein Telefongespräch mit dem Präsidenten des Europäischen Rates. Dabei ging es um die Prioritäten Bukarests und um wichtige Themen für Rumänien im Vorfeld des Treffens der europäischen Staats- und Regierungschefs am 19. und 20. März. In Brüssel wollen die EU-Staats- und Regierungschefs über den nächsten mehrjährigen Finanzrahmen, über Wettbewerbsfähigkeit und den Binnenmarkt sowie über Verteidigung und europäische Sicherheit beraten. Hintergrund sind die Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten.

 

Das Gespräch zwischen Nicușor Dan und António Costa fand einen Tag vor dem Treffen der Gruppe europäischer Staaten „Friends of Competitiveness“ statt. Diese Gruppe koordiniert Positionen zur Stärkung des Binnenmarkts und der Wettbewerbsfähigkeit und bereitet ebenfalls den Europäischen Rat vor. Nach Angaben des Präsidenten konzentrierte sich der Dialog mit António Costa auf Themen wie Wettbewerbsfähigkeit, Binnenmarkt, die Umstellung auf grüne Energie, den Haushalt der Europäischen Union sowie den Wiederaufschwung der europäischen Industrie. Der Bereich Energie sei aus rumänischer Sicht besonders wichtig, erklärte Nicușor Dan nach dem Gespräch in einem sozialen Netzwerk. Gerade der Konflikt im Nahen Osten zeige, wie wichtig es sei, dass die Europäische Union ihre Abhängigkeit von Importen fossiler Brennstoffe verringert. Rumänien wünsche sich zugleich, dass der Übergang zu grüner Energie in einem Tempo und in einem Rahmen erfolge, der die Wettbewerbsfähigkeit europäischer und rumänischer Unternehmen nicht dauerhaft beeinträchtige, so der Präsident weiter.

 

Ein weiteres Thema des Gesprächs sei der künftige EU-Haushalt gewesen. Der EU-Haushalt müsse ausreichende Mittel für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit bereitstellen – auch in den osteuropäischen Staaten, zu denen Rumänien gehört. Diese Länder hätten historisch bedingt noch immer einen Entwicklungsrückstand gegenüber anderen Mitgliedstaaten, erklärte Nicușor Dan. Der Präsident begrüßte außerdem, dass sich die europäischen Entscheidungen stärker auf Wettbewerbsfähigkeit und Investitionen konzentrieren, die ein gegen externe Schocks widerstandsfähiges Energiesystem gewährleisten sollen.

 

Der Europäische Rat war zuletzt am 12. Februar zu einem informellen Treffen im kleinen Kreis zusammengekommen. Dabei ging es unter anderem um die Vertiefung des Binnenmarkts, die Verringerung wirtschaftlicher Abhängigkeiten und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der EU in einem neuen geopolitischen Umfeld. Damals habe sich die Europäische Kommission verpflichtet, weitere Vorschläge zur Festlegung der Energiepreise vorzulegen, sagte Nicușor Dan. Eine der Prioritäten sei dabei, die Energiepreise zu senken, da sie eng mit der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen verbunden seien.

 

Nach Angaben der Europäischen Kommission ist der Binnenmarkt eine der wichtigsten Errungenschaften der Europäischen Union. Er garantiert den freien Verkehr von Waren, Kapital, Dienstleistungen und Arbeitskräften und soll einen Wirtschaftsraum ohne Grenzen schaffen. Der Binnenmarkt umfasst derzeit rund 450 Millionen Menschen und etwa 26 Millionen Unternehmen.

 

 

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