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EU-Besuch auf höchster Ebene in Kiew

Die Ukraine genießt die Unterstützung von vier mächtigen Ländern der Europäischen Union, so Präsident Zelenski

EU-Besuch auf höchster Ebene in Kiew
EU-Besuch auf höchster Ebene in Kiew

, 17.06.2022, 12:44

Ein historischer Tag für die Ukraine – so bezeichnete Präsident Wolodimir Zelenski den Besuch der Präsidenten Frankreichs und Rumäniens, Emmanuel Macron und Klaus Iohannis, sowie des deutschen Bundeskanzlers Olaf Scholz und des italienischen Premierministers Mario Draghi am Donnerstag in Kiew. Seit dem Beginn der russischen Offensive in der Ukraine am 24. Februar gab es immer wieder Besuche auf hoher Ebene, auch aus Rumänien, aber noch nie wurden sie auf dem Level mehrerer europäischer Länder koordiniert. Die Ukraine genie‎ßt die Unterstützung von vier mächtigen Ländern der Europäischen Union“, sagte Wolodimir Zelenski und fügte hinzu, dass sein Land dem Block nun näher sei als je zuvor. Emmanuel Macron, Klaus Iohannis, Olaf Scholz und Mario Draghi kündigten ihre Unterstützung für den sofortigen EU-Kandidatenstatus der Ukraine und ihre fortgesetzte Unterstützung Kiews mit Geld und Waffen an, damit die Ukraine der russischen Invasion zu widerstehen vermag. Weitere Themen waren der Wiederaufbau nach dem Krieg und die ukrainischen Getreideausfuhren.



Aus rumänischer Sicht erklärte Präsident Klaus Iohannis, dass sich Rumänien aktiv an der Erleichterung des Transits von Getreideexporten aus der Ukraine beteiligen wird. ʺSeit Beginn der russischen Invasion hat der Hafen von Constanta den Transit von über 1 Million Tonnen Getreide aus der Ukraine sichergestellt. Wir arbeiten daran, neue Grenzübergänge zu eröffnen und die Breitspurbahnstrecken auf rumänischem Gebiet zu sanieren. Darüber hinaus fordert Rumänien die Einbeziehung aller relevanten Akteure, um sich auf eine Staatenkoalition zu einigen, die die internationalen Bemühungen um die Schaffung blauer Korridore für einen sicheren Seeverkehr über das Schwarze Meer unterstützt.ʺ



Rumänien handelt als zuverlässiger Nachbar und Partner, aber auch als Mitgliedstaat der Europäischen Union und der NATO mit der längsten Grenze zur Ukraine in voller Solidarität mit dem ukrainischen Volk – so Klaus Iohannis in Kiew. Die Unterstützung Rumäniens für die Ukraine, sagte er – konzentrierte sich auf mehrere Aspekte. Die rumänische Regierung und die rumänischen Bürger sind mehr als 1,2 Millionen Flüchtlingen, vor allem Frauen und Kindern, zu Hilfe geeilt. Es wurden Systeme geschaffen, um den Bedürfnissen der Ukrainer gerecht zu werden, die eine Ausbildung und eine Integration in den Arbeitsmarkt wünschen. Ein internationales Drehkreuz für die Verteilung humanitärer Hilfe in Suceava im Nordosten Rumäniens arbeitet mit voller Kapazität und Geschwindigkeit. Die vorsätzliche, ungerechtfertigte, unprovozierte und illegale Aggression Russlands muss aufhören!, verlangte der rumänische Präsident nachdrücklich, Er zeigte sich davon überzeugt, dass Europa an einem Wendepunkt seiner Geschichte steht und au‎ßergewöhnliche Zeiten dementsprechend au‎ßergewöhnliche, strategische und visionäre Antworten erfordern. Die Verleihung des Kandidatenstatus für die EU-Mitgliedschaft an die Ukraine sowie an die benachbarte Moldaurepublik und Georgien ist von wesentlicher Bedeutung für die Errichtung eines starken und dauerhaften Schutzschildes auf der Grundlage gemeinsamer europäischer Werte – so Klaus Iohannis abschlie‎ßend.

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